Little Big Planet im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Sackboy is back! Schrille Basteloptik, skurrile Charaktere und ein sympathischer Held verzaubern die PSP.

Mario mit Leinensack?

Little Big Planet Little Big Planet "Little Big Planet" ist vom Konzept her zunächst ein gewöhnliches Jump'n'Run. Das Ziel eines jeden Levels ist es, vom Start zum Ziel zu gelangen. Dafür müssen zahlreiche Hindernisse, Fallen und Gegner überwunden werden. Von klassischen Abgründen, Flammenmeeren und Wassergruben bis hin zu interessanten Spielereien mit der Physik bestimmter Gegenstände wird so einiges geboten. Es gibt also Abschnitte die genau so aussehen, wie man sie aus etlichen anderen Jump'n'Runs kennt (von einer Plattform zur nächsten springen), aber auch extravagante Einfälle, die schon im PS3-Ableger für grinsende Gesichter gesorgt haben. Die Physik nimmt dabei eine wichtige Rolle ein. Manchmal wird man am Weiterkommen gehindert, weil die Sprungkraft eures kleinen Helden einfach nicht ausreicht, um auf die nächste Plattform zu gelangen. Ein Glück, dass in der Nähe ein kleiner Turm aus Kisten steht. Sobald dieser einmal herzhaft angerempelt wird, fallen die Kisten um und lassen sich vor die Plattform schieben und als Treppe nutzen. Das klingt noch ziemlich einfach, doch der Einfallsreichtum der Entwickler kennt keine Grenzen. Häufig muss man geschickt das Gewicht verlagern. Damit bringt man so manchen Gegenstand zu Fall oder richtet Wippen und Plattformen so aus, dass sie sich in die gewünschte Richtung neigen und das Weiterkommen ermöglichen. Da sämtliche Welten direkt aus einem Bastel- oder Heimwerkerkoffer entsprungen sein könnten, erkennt man schnell um was für ein Material es sich bei der Bodenplatte handelt, über die man gerade läuft. So weiß man gleich, dass es wenig Sinn macht einen massiven Metallblock schieben zu wollen, während leichtes Holz oder Styropor sich dafür bestens eignet. Die Materialien verhalten sich entsprechend realistisch und gehorchen den Gesetzen der Physik.

Little Big Planet Little Big Planet Fans von LBP werden sich nun fragen, ob man ständig nur zu Fuß unterwegs ist oder ob die lustigen Fahrzeuge des Vorgängers auch wieder vorhanden sind. Diese können jetzt erleichtert durchatmen, denn es gibt wieder zahlreiche Fahrzeuge und Vehikel, auf denen euer Sackboy Platz nehmen darf. Schon nach wenigen Levels wird man mit einer Rikschae durch die Gegend geschoben und darf währenddessen eine Kanone bedienen, die einen Drachen davon abhalten soll, euch anzugreifen. Wer es etwas gemütlicher mag, der wird sich über einen fliegenden Teppich freuen. Dieser wird gesteuert, indem ihr Schalter mit Richtungspfeilen betätigt. Wer einem herannahenden Feuerball ausweichen will, der sollte sich aber besser schnell entscheiden, ob er nun nach links, rechts, oben oder unten fliehen möchte. Besonders wendig ist so ein magischer Teppich nämlich nicht. Da ist das Jet-Pack schon wesentlich flexibler. An einer Kette hängend schwebt man durch die Lüfte und erledigt Aufgaben, die zu Land nicht vollbracht werden können. Es gilt bestimmte Objekte durch enge Gänge zu befördern und dabei bloß nicht an die elektrischen Wände zu stoßen. Auf solche Jet-Pack Einsätze trifft man immer wieder. Das sorgt für Abwechslung.

Asien und der Orient

Little Big Planet Little Big Planet Das Leveldesign ist auch auf der PSP absolut gelungen und ziemlich durchgeknallt. Zu Beginn des Spiels ist man viel in orientalisch-asiatischen Welten unterwegs. Giftige Schlangen, Flaschengeister oder gefährliche Drachen stehen hier auf der Tagesordnung. Man wird sofort von jeder neuen Thematik gefangen genommen und hat Spaß an der tollen Architektur und Gestaltung. Hinzu kommen schöne Schimmereffekte, flüssige Animationen (es ist einfach nur zum Schreien, wie Sackboy mit den kleinen Stummelbeinchen strampelt, wenn er an irgendetwas hängt) der tolle Bastel-Look und die realistische Physik. Die technische Umsetzung der verrückten Ideen ist also ebenfalls bestens geglückt. Auch die musikalische Untermauerung muss sich nicht verstecken. Die Thematik schlägt sich jeweils in der Musik nieder und hier und da gibt es sogar ein wenig Gesang. Einige Melodien bleiben kurze Zeit im Ohr hängen und wecken Aufmerksamkeit. Besonders die orientalischen Klänge, gemixt mit einigen moderneren Beats, haben es uns angetan.

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