Little Kitty, Big City im Test: Die Gans im Katzenpelz

Test Stefan Wilhelm
Little Kitty, Big City im Test: Die Gans im Katzenpelz
Quelle: PC Games

Videospiel-Katzen sind super. Videospiel-Gänse auch. Little Kitty, Big City ist die Fusion, auf die eure Seele gewartet hat!

Katze müsste man sein! Man kann den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen, sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und das Personal liest einem jeden Wunsch von der Schnauze ab. Wenn da nur diese vermaledeiten Hunde nicht wären, die einem ständig ans Leder wollen.

Genauso ergeht es auch der Heldin von Little Kitty, Big City (jetzt kaufen 39,99 € ), einem zuckersüßen Abenteuer, das uns in den Katzenpelz schlüpfen und jede Menge Unsinn anstellen lässt. Bevor man uns auf die Stadtbevölkerung loslässt, braucht es aber natürlich ein dramatisches Ereignis, das alles in Gang setzt.

Der Absturz des Icatrus

Wir liegen auf unserer Lieblingsdecke am Fenster, strecken uns ein bisschen zu genüsslich - und schon schlägt die Schwerkraft zu! Als wäre das noch nicht genug, werden wir ein paar Stockwerke weiter unten auch noch von einem Hund erschreckt, der uns direkt in die Mülltonne irgendeines Hinterhofes purzeln lässt.

Als verwöhnte Hauskatze fehlt uns anfangs das Muskelschmalz, um aus eigenen Stücken wieder hochzuklettern. Zum Glück gibt es jede Menge sprechende Tiere in der Stadt, die uns behilflich sein können - wenn wir ihnen ein paar Gefallen tun, versteht sich.

Die Rückkehr zu unserem Platz an der Sonne führt uns durch ein kleines Viertel einer japanischen Stadt, das wegen Bauarbeiten gerade für Autos gesperrt ist. Durchs Überfahrenwerden können wir also schon mal keines unserer neun Katzenleben verlieren, und auch sonst gestaltet sich das Abenteuer völlig stressfrei.

Wir streunen durch die sehr kompakte, offene Spielwelt und tun erstmal das, was eine Katze am liebsten tut: Überall hochklettern, die besten Plätze für Nickerchen auskundschaften, Vögel fangen und natürlich alles umschmeißen, was die törichten Menschen auf Regale und Tische gestellt haben. Das müssten sie mittlerweile doch besser wissen!

Die Katze betrachtet ein Entenküken, das in der Waschmaschine steckt. Quelle: Double Dagger Studio

Viele Miaufgaben

Es gibt aber auch sinnvollere Beschäftigungen, die in unserer To-Do-Liste markiert werden. Unser Hauptziel ist es, durch das Schnabulieren von vier in der Spielwelt verteilten Fischen die Ausdauerleiste zu verstärken, damit wir das Appartementgebäude erklimmen können.

Konzentrieren wir uns nur darauf, sind wir laut den Entwicklern nach zwei Stunden schon wieder fertig. Zum Glück versteht das Spiel es aber sehr gut, uns ständig abzulenken, wodurch wir problemlos dreimal so viel Zeit investiert haben.

In einer längeren Quest werden wir etwa von einem Entenpapa damit beauftragt, seine Küken wiederzufinden. Jeden der kleinen Quaker müssen wir in einem netten Puzzle aus seiner misslichen Lage befreien. Für die Schnellreise ist ein Tanuki (don't call it Waschbär!) zuständig, der die Grenzen der Raumzeit durchbrechen kann, allerdings will er im Austausch dafür Vogelfedern.

Die besorgen wir uns, indem wir einem Passanten das Pausenbrot abnehmen und uns in Zeitlupe auf die angelockten Piepmatze stürzen. Keine Sorge: Die Vögel entlassen wir wieder in die Freiheit, sobald wir sie um ihre Feder erleichtert haben.

Geografisch passend laufen wir auch Shiba Inus über den Weg. Die blockieren gerne Abkürzungen und wollen mit einem Knochen abgelenkt werden, bevor sie uns vorbeilassen. Ein anderer ist bestürzt über den Verlust seiner Lieblingsbälle, was wir trotz unserer Erbfeindschaft natürlich nicht hinnehmen können. Einerseits, weil er, wie alle Tiere im Spiel, ausgesprochen knuffig aussieht, andererseits, weil er uns dafür mit dem besten Sammelgegenstand in Little Kitty, Big City belohnt: einer neuen Mütze!

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