Lost Ark: Alles, was ihr über das neue MMORPG wissen müsst

Special Daniel Link
Lost Ark: Alles, was ihr über das neue MMORPG wissen müsst
Quelle: Smilegate

Das neue MMORPG Lost Ark von Smilegate und Amazon Game Studios ist derzeit der neue Stern am MMO-Himmel für viele Fans des Genres. Wir geben euch einen Überblick über die verschiedene Systeme des Spiels und erklären euch, was die Welt von Lost Ark für euch zu bieten hat.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Update: Das neue Januar-Update enthielt einige spannende Informationen zum Launch von Lost Ark. Unter anderem werden wir zur Veröffentlichung bereits Zugriff auf einige T3-Inhalte haben und auch das Level-Cap wurde auf 60 angehoben. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.

Das MMORPG Lost Ark (jetzt kaufen ) erscheint am 11. Februar 2022 endlich bei uns im Westen. Wenn ihr eines der vier existierenden Pionier-Pakete erwerbt, könnt ihr sogar bereits ab dem 8. Februar in das Spiel eintauchen. Viele Spieler fiebern dem Release feurig entgegen und können es kaum abwarten, ihre Reise in der Welt von Arkesia anzutreten. Doch was genau macht den Reiz von Lost Ark eigentlich aus?

Action-RPG oder MMORPG?

Beim ersten Blick auf das MMO von Smilegate kommen unweigerlich Vergleiche mit klassischen Action-RPGs wie Diablo oder Path of Exile in den Sinn, doch außer der isometrischen Kameraperspektive und dem Bewegen per Maus haben diese Spiele kaum Gemeinsamkeiten. Klar, auch in Lost Ark gibt es ein paar Aktivitäten, in denen ihr Horden von Monstern mit hübsch animierten Fähigkeiten dezimiert, das macht jedoch nur einen kleinen Teil des Spiels aus. Stattdessen ist Lost Ark ein waschechtes MMORPG, ähnlich wie Guild Wars 2, Final Fantasy 14 oder World of Warcraft. Der Titel bietet euch also typische MMO-Features wie eine verbundene Welt ähnlich Final Fantasy 14, ziemlich viele Nebenaktivitäten wie Erfolge und Mount-Collection, und natürlich klassische Gruppen-Inhalte wie Dungeons, Raids, und natürlich auch PVP.

Klassenwahl und Anpassungsmöglichkeiten

Der männliche Kanonier hat Zugriff auf die Sub-Klassen Artillerist, Todesschütze, und Scharfschütze. Quelle: Amazon Games Der männliche Kanonier hat Zugriff auf die Sub-Klassen Artillerist, Todesschütze, und Scharfschütze. In Lost Ark habt ihr die Wahl aus fünf Hauptklassen, welche alle unterschiedliche Sub-Klassen besitzen. Beispielsweise kann eine Assassine zu einer Schattenjägerin werden, oder ein Krieger zum Berserker, Paladin, und mehr. Insgesamt kommen wir zur Veröffentlichung so auf 15 spielbare Klassen, verteilt auf Krieger, Kampfkünstlerin, Kanonier, Magierin, und Assassine. Jede Klasse besitzt übrigens ein bestimmtes Geschlecht. Der Pistolenlanzer kann also beispielsweise nur von männlichen Charakteren ausgewählt werden. Das Team hinter Lost Ark arbeitet jedoch bereits daran, die verschiedenen Klassen für alle Geschlechter verfügbar zu machen. Zum Release des Spiels gibt es beispielsweise den Todesschützen und die Kunstschützin. Diese unterscheiden sich Gameplay-technisch ein wenig voneinander, verkörpern jedoch beide die gleiche Grundthematik.

In typischer MMO-Manier dürft ihr dann einem Handlungsstrang folgen, der euch bis in die maximale Stufe hinein begleitet. Diverse Nebenquests sind natürlich auch mit dabei. Anders als manch andere MMORPGs - wie beispielsweise Final Fantasy 14 - geht der Level-Prozess jedoch recht schnell. Bei einem Erstdurchlauf seid ihr nach etwa 30 Stunden auf Stufe 50 angelangt. Während eurer Reise schaltet ihr ein paar neue Fähigkeiten frei und erhaltet Talentpunkte. Mit diesen könnt ihr eure verschiedenen Fähigkeiten verbessern und sogar verändern. Beispielsweise kann ein Frontalangriff durch ein Talent zu einem Rundumschlag werden. So könnt ihr eure Klasse ganz nach euren Vorstellungen anpassen. Hier kommen ebenfalls die sogenannten Engravings ins Spiel, welche euren Spielstil unter Umständen völlig verändern. Die Kunstschützin kann beispielsweise Zugriff auf ihre Schrotflinte verlieren, um ihre restlichen Fähigkeiten zu verstärken.

Das Endgame in Lost Ark

Ab Stufe 50 beginnt dann sozusagen das tatsächliche Spiel. Das eigentliche Maximal-Level ist zur Veröffentlichung bei uns im Westen Stufe 60, ab Stufe 50 werden jedoch die Endgame-Inhalte freigeschaltet. Die letzten zehn Level benötigen wesentlich mehr Erfahrungspunkte und werden daher eher passiv erreicht, indem ihr die verschiedenen Endgame-Aktivitäten ausnutzt.

Inhalte in Lost Ark sind in verschiedene "Tiers" aufgeteilt, derzeit gibt es davon drei Stück, auch T1, T2, und T3 genannt. Jedes Tier bringt Dungeons, Raids, Gegenstände, Nebenaktivitäten und vieles mehr. Die Tiers sind ähnlich wie große Erweiterungen von anderen MMORPGs, sind jedoch für jeden Spieler - wie auch Lost Ark selbst - kostenlos. Zur Veröffentlichung des MMOs erhalten wir Zugriff auf sämtliche Inhalte der ersten beiden Tiers, sowie ein paar der anfänglichen Dungeons aus T3.
In diesem Menü könnt ihr eure angesammelten Talentpunkte vergeben. Quelle: buffed In diesem Menü könnt ihr eure angesammelten Talentpunkte vergeben. Die härtesten Schlachtzüge, auch genannt Legion Raids, werden wir zum Release noch nicht erleben können, doch es wird mehr als genug Content geben, um die Wartezeit hierauf verschmerzbar zu machen. In den sogenannten Chaos Dungeons erhaltet ihr die Basis-Ausrüstung für euren Charakter. Anders als in anderen MMORPGs gibt es etwa keine Vielzahl an verschiedenen Kopfstücken, sondern nur wenige Sets für die verschiedenen Klassen. Stattdessen müsst ihr eure Ausrüstung beim dafür zuständigen NPC aufwerten, um euer Item-Level zu erhöhen. Hierdurch schaltet ihr dann schwierigere PVE-Inhalte frei.

Die Ressourcen zum Aufwerten eurer Gegenstände erhaltet ihr zu Beginn zum einen in den Chaos Dungeons, zum anderen in den Guardian Raids. Letztere werden gerne mit der Monster-Hunter-Reihe verglichen, da ihr auf einer Karte nach einem großen, nun ja, Monster Ausschau haltet und dieses dann hoffentlich besiegt. Die Bosse der Guardian Raids besitzen keine Anzeige für ihre Lebenspunkte, was das Monster-Hunter-Feeling nur noch mehr verstärkt. In den Chaos Dungeons hingegen stellt ihr euch einer Vielzahl an kleinen und großen Monstern entgegen, die ihr mit euren Flächenschaden-Fähigkeiten niedermetzelt.

Zwei Dungeons pro Tag, pro Charakter

Genug von den PVE-Inhalten für den Tag? Dann trefft euch doch mit euren Freunden auf eurer eigenen Insel. Quelle: buffed Genug von den PVE-Inhalten für den Tag? Dann trefft euch doch mit euren Freunden auf eurer eigenen Insel.

Sowohl die Chaos Dungeons als auch die Guardian Raids solltet ihr zweimal pro Tag abschließen. Zwar könnt ihr diese hiernach weiterhin spielen, jedoch erhaltet ihr wesentlich weniger Belohnungen für jeden weiteren Abschluss. Die meisten Spieler gehen daher dazu über, sich verschiedene Neben-Charaktere zu erstellen, mit denen sie diese Aktivitäten ebenfalls zweimal pro Tag durchgehen, und die gewonnenen Materialien an ihren Haupt-Charakter schicken.

Weiterhin gibt es ebenfalls ein paar wöchentliche Inhalte, darunter unter anderem Abyss Dungeons. Diese sind ein wenig anspruchsvoller als der tägliche Content, gewähren dafür auch bessere Materialien. Solltet ihr ein paar Tage mal nicht spielen können, ist das gar kein Problem. Ihr könnt eure verpassten Runs einfach zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Zu Beginn des Spiels sind die meisten PVE-Inhalte noch recht einfach gehalten, doch spätestens ab T3 steigt der Schwierigkeitsgrad des Spiels um einiges an. Ein Kampf gegen einen Boss kann gut und gerne mal über 15 Minuten dauern und sobald ein Fehler geschieht, ist ein Wipe für die ganze Gruppe vorprogrammiert. Die ersten PVE-Inhalte könnt ihr übrigens entweder allein oder in einer Gruppe aus bis zu vier Spielern abschließen. Später sind dann Gruppen aus acht Spielern vonnöten, wie ihr es vielleicht bereits aus Final Fantasy 14 kennt.

Gibt es Unterschiede zu traditionellen MMORPGs?

Anders als in traditionellen MMORPGs gibt es in Lost Ark jedoch kein "Holy Trinity". Eine Gruppe besteht also nicht aus Tank, Heiler, und DPS, sondern meistens entweder aus vier DPS-Spielern oder aus drei DPS und einem Support. Vor allem für spätere Inhalte ist ein Support fast schon ein Muss, weswegen ihr mit diesen Klassen - namentlich Barde und Paladin - gute Chancen auf Gruppeneinladungen habt. Wer unbedingt eine Art Tank spielen möchte, wird mit dem Pistolenlanzer gut bedient sein. Dieser besitzt nämlich einige schadensverringernde Fähigkeiten für sich und seine Gruppenmitglieder.

Nebenaktivitäten in Lost Ark

Auf der offenen See warten viele spannende Orte auf euch. Quelle: buffed Auf der offenen See warten viele spannende Orte auf euch. Sind die täglichen Dungeons und Raids abgegrast, gibt es noch einiges mehr in der Welt von Arkesia zu tun. Ihr könnt etwa an der Komplettierung der verschiedenen Gebiete arbeiten. Jede Karte besitzt Quest-Stränge, einzigartige Monster, ein paar Sehenswürdigkeiten und mehr, welche euch nach und nach die Karte vervollständigen lassen. Etappenweise winken zusätzlich ein paar Belohnungen. Hierunter unter anderem Mounts, Skill-Potions, mit denen ihr mehr Talentpunkte erhaltet, und andere hilfreiche Gegenstände.

Dann gibt es auch noch ein paar Collectibles wie die Mokoko-Samen, Island Tokens, Giant Hearts, und vieles, vieles mehr. In Lost Ark seid ihr ebenfalls stolzer Besitzer eines eigenen Schiffes, welches ihr auch noch selbst nach euren Wünschen anpassen könnt. Auf der gesamten Karte von Lost Ark sind zahlreiche kleine Inseln verstreut, von welchen manche nur zu bestimmten Zeiten aktiv sind. Hier erhaltet ihr zum Abschluss einer Quest-Reihe verschiedene Belohnungen. Entdecker werden in Lost Ark auf jeden Fall ziemlich viel zu tun haben.

Player-Housing in Lost Ark

Die typischen Gather- und Crafting-Berufe sind natürlich auch mit von der Partie. Quelle: Amazon Games Die typischen Gather- und Crafting-Berufe sind natürlich auch mit von der Partie. Auch könnt ihr euch auf eurer eigenen kleinen Insel niederlassen und diese wie es euch beliebt gestalten. Eure Insel fungiert nicht nur als schicker Treffpunkt für eure Freunde und Gildenkollegen, sondern lässt euch zusätzlich noch wichtige Verbrauchsgegenstände herstellen. Außerdem besuchen diverse Händler von Zeit zu Zeit euer kleines Paradies und verkaufen euch seltene Gegenstände.

Natürlich gibt es auch die altbekannten Gather- und Crafting-Berufe. So könnt ihr beispielsweise Angeln, Erze abbauen, Bäume fällen, und Gegenstände herstellen. Diese sogenannten "Life-Skills" verbrauchen eine eigene Energie-Leiste, die sich mit der Zeit wieder auffüllt.

Wie ist das PVP in Lost Ark?

Lost Ark bietet nicht nur für PVE-Spieler einiges an Content. Den PvP-Modus könnt ihr spielen, sobald ihr Stufe 26 erreicht habt. Hier gibt es verschiedene Modi, der beliebteste hiervon dürfte wohl drei gegen drei Team-Death-Match sein. Ausrüstung und Attribute werden im PvP-Modus gleichgesetzt, jeder hat also die gleichen Chancen, zu gewinnen. Im PvE erbeutete Gegenstände haben keine Auswirkungen auf den Verlauf eines Matches.

Gilden sind übrigens auch ein wichtiger Aspekt des Spiels, da bestimmte PVE- und PvP-Inhalte nur als Teil einer Gilde bestritten werden können.

Was kostet Lost Ark?

Da Lost Ark ein Free-To-Play-Titel ist, finanziert es sich über einen Shop im Spiel, in dem ihr einige Gegenstände erwerben könnt. Der Großteil hiervon ist kosmetischer Natur, wie Skins für euren Charakter, neue Haus- und Reittiere. Ebenfalls gibt es eine Art Abo-Modell, welches euch einige Boni im Spiel gewährt.

Zusätzlich könnt ihr - ähnlich wie in World of Warcraft - euer Ingame-Gold gegen die Shop-Währung tauschen und umgekehrt. Wer das nötige Kleingeld besitzt, kann also durch sein Portemonnaie an das Gold kommen, um beispielsweise seine Gegenstände aufzuwerten.

Ist Lost Ark Pay-To-Win?

Auf eurer Privat-Insel gibt es allerlei nützliche Gebäude. Quelle: buffed Auf eurer Privat-Insel gibt es allerlei nützliche Gebäude. Bei Free-To-Play-Titeln gibt es oft Sorgen um mögliches Pay-To-Win. Die meisten Gegenstände im Cash-Shop sind wie bereits erwähnt kosmetischer Natur. Das optionale Abonnement gewährt euch Boni wie reduzierte Reisekosten, verringerte Abklingzeit auf euren "Ruhestein", mehr Teleport-Slots, und mehr. Alles ziemlich nette Dinge, man kommt jedoch auch gut ohne aus. Es ist natürlich möglich, euer Echtgeld in Ingame-Gold umzuwandeln, und damit die benötigten Materialien aus dem Auktionshaus zu kaufen, mit denen ihr eure Ausrüstung aufwerten könnt. Hierdurch erreicht ihr also schneller eine Gegenstandsstufe, die euch Zugriff auf neue Inhalte gewährt. Ihr kauft also so gesehen nicht, um zu gewinnen, sondern um schneller voranzuschreiten. Vor allem zum Beginn des Spiels ist dies jedoch größtenteils irrelevant, da man ziemlich entspannt durchs Spielen die nötigen Materialien erhält. Zusätzlich hat Ausrüstung keinerlei Gewicht auf das PvP-System des Spiels. Egal, wie viel man im Shop ausgibt, man erhält nie einen Vorteil im Kampf gegen andere Spieler.

Tatsächlich gab es im Spiel ein paar weitere "Pay-To-Win"-Systeme, die Entwickler haben diese jedoch aus Lost Ark entfernt, um das Spiel für die westliche Welt attraktiver zu gestalten. Laut Aussagen der Entwickler soll jeder einzelne Shop-Gegenstand zum Release auch über Gold erhältlich sein. Früher konnte man beispielsweise Bonus-Rolls für Raid-Bosse mittels Echtgeld erwerben, mittlerweile geht das nur noch über das Ingame-Gold.
In den Guardian-Raids müsst ihr ein bedrohliches Monster im Monster-Hunter-Stil erledigen, Quelle: Smilegate In den Guardian-Raids müsst ihr ein bedrohliches Monster im Monster-Hunter-Stil erledigen, Zusammengefasst gibt es also ein paar Systeme, welche einigen Spielern sauer aufstoßen könnten, doch sämtliche Inhalte des Spiels lassen sich auch als Free-To-Play-Spieler erleben. Es gibt also keine "Paywall".

Die Zukunft von Lost Ark

In der Zukunft sollen noch wesentlich mehr Inhalte für Lost Ark veröffentlicht werden. Darunter natürlich neue Klassen, doch auch spaßige Mini-Spiele, wie unter anderem ein Moba-ähnlicher Modus, ein kompletter PVP-Kontinent, und vieles, vieles mehr. Nicht zu vergessen: die herausfordernden PVE-Inhalte wie Legion Raids.

Jetzt habt ihr schon ein mal einen groben Einblick bekommen, was ihr alles in Smilegates MMORPG Lost Ark so tun könnt. Ob diese Dinge jedoch tatsächlich Spaß machen, erfahrt ihr dann in Bälde in unserem Test zum Spiel.

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