Life-is-Strange-Nostalgie mit schwächelndem Ende - Lost Records: Bloom & Rage hat mich trotzdem begeistert

Test Matthias Dammes
Life-is-Strange-Nostalgie mit schwächelndem Ende - Lost Records: Bloom & Rage hat mich trotzdem begeistert
Quelle: Don't Nod / PC Games

Lost Records: Bloom & Rage tritt im Test das Erbe von Life is Strange an und schickt Matthias auf einen Nostalgietrip in seine eigene Jugend.

Ich habe gleich aus mehreren Gründen mit Spannung den Release von Lost Records: Bloom & Rage erwartet. Zum einen, weil ich schon seit Remember Me und Life is Strange die Geschicke der französischen Entwickler von Don't Nod mit Spannung verfolgt habe.

Zuletzt musste das Studio jedoch einige Rückschläge hinnehmen. Das eigentlich toll gemachte Banishers: Ghosts of New Eden und Jusant haben nicht den erforderlichen wirtschaftlichen Erfolg gebracht.

Zum anderen, weil ich Don't Nods Art der erzählerischen Adventures immer noch sehr mag. Schon als ich im letzten Jahr eine Vorschauversion anspielen konnte, war klar zu erkennen, dass sie mit dem Spiel versuchen, an die Tugenden anzuschließen, die Life is Strange seinerzeit zum Erfolg verholfen haben. Außerdem spricht mich das Spiel auch mit seinem Setting an, schließlich war ich in den 90er-Jahren selbst in meiner Kindheit und erkenne daher vieles wieder.

Wann spielt Lost Records: Bloom & Rage?

Im Zentrum des Geschehens stehen Swann und ihre drei Freundinnen Autumn, Nora und Kat. Die vier treffen sich im Jahre 2022 zum ersten Mal seit 27 Jahren wieder. Erzwungen wird die Reunion dadurch, dass ein dunkles Geheimnis ihres letzten gemeinsamen Sommers sie einzuholen droht. So erlebe ich als Spieler in Form von Rückblenden, wie die vier Mädchen sich im Sommer 1995 als 16-Jährige kennenlernen und zu Freundinnen werden.

Autum in der Gegenwart. Quelle: Don't Nod Entertainment Das ist auch für mich eine Reise in die Vergangenheit, war ich doch selbst zu der Zeit im Teenager-Alter. Entsprechend entdecke ich überall Dinge, die damals halt so das normale Leben von Heranwachsenden bestimmt haben: Filme auf VHS-Kassetten aus der Videothek, das Tamagotchi, um das man sich täglich gekümmert hat, Anspielungen auf Videospiele der Zeit und allgemein eine Kindheit, die noch nicht von Internet- und Handy-Konsum bestimmt war.

Stattdessen machen die vier Freundinnen Musik und gehen raus in die Natur. Sie haben auch große Träume für ihre Zukunft. Doch irgendwas ist in jenem Sommer geschehen, was die vier Mädchen dazu veranlasst hat, sich zu versprechen, sich nie wieder zu sehen. Was genau, das versuchen sie nun, da sie sich nach 27 Jahren doch wieder treffen, zu ergründen. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber genau wie Life is Strange hat auch Lost Records allem Anschein nach eine übernatürliche Komponente.

Wann erscheint der zweite Teil von Lost Records: Bloom & Rage?

Ich schreibe "allem Anschein nach", weil ich bisher nur den ersten Teil der Handlung erleben konnte. Das Spiel erscheint in Anspielung an klassische Kassetten in zwei sogenannten Tapes. Wie das Abenteuer ausgeht und ob es nicht vielleicht doch völlig irdische Erklärungen für das bisher gesehene gibt, erfahre ich erst ab dem 15. April 2025. Und ich bin wirklich gespannt, denn schon in seinen ersten knapp acht Stunden hat mich das Spiel in seinen Bann gezogen.

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