Gleiche Grafik, gleicher Sound aber die stark überarbeitete Steuerung sorgt tatsächlich für einen neuen Spieleindruck.
Current-Gen-Grafik
Madden NFL 07
Nichts neues in Sachen Grafik oder besser Präsentation? Grundsätzlich ja. Sowohl PC-Version, als auch der Ableger für die PS2 zeigen keine großen Änderungen, was nicht mehr aber auch nicht weniger bedeutet, dass man sowohl das Positiv als auch das Negative der Vorgängerversion in "Madden NFL 07" wiederfinden wird. Besitzer der Sony-Konsole können sich also auch dieses Jahr wieder auf starkes Flimmern und häufig auftretende Clipping-Fehler, wie etwa der berühmte "Spieler durch Spieler"-Effekt, einstellen. Allgemein hat der Titel doch stark mit einer schwankenden Framerate zu kämpfen, was einem besonders bei stockenden Zwischensequenzen sofort ins Auge fällt.
Madden NFL 07
Trotz dieser technischen Mängel spielt der Titel auch seine ganze Routine aus, die er sich über die Jahre erworben hat, und kann auch heuer als die best inszenierte Sportspielumsetzung aus dem Haus Electronic Arts bezeichnet werden. Ob das nun die unzähligen Wiederholungen sind oder die stimmungsvollen Zwischensequenzen - vermehrt wird nun auch die Seitenlinie samt Reaktion der Auswechselspieler und Trainer gezeigt -, alles kann nahtlos an den fast perfekten Vorgänger anknüpfen. Die Animationen sind immer noch einzigartig und wenn man einem Running Back bei seinen mit diversen Hacken gespickten Lauf zusieht oder man den Catch eines Wide Recivers beobachten kann (vor allem auch in der Wiederholung mit Zoom), dann muss man den Entwicklern einfach nur Lob zollen. Alles das kann natürlich trotzdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade der Titel für die PS2 in mancher Hinsicht einfach durch die "altersschwache" Hardware an seine Grenzen stößt. Ganz anders die PC-Version. Schon in der letztjährigen Version konnte der Titel in optischer Hinsicht - die entsprechende Hardwareausstattung vorausgesetzt - begeistern. Und dies hat sich bei "Madden NFL 07" kaum geändert. Da werden einem bis ins kleinste Detail gezeichnete Stadien, sich dynamisch ändernde Wettereffekte, Unmengen von unterschiedlichst designten Fans/Zuschauer und ein bis in den letzten Grashalm (synthetisch oder natur) digitalisiertes Spielfeld in bester Grafik gezeigt. EA-typisch sind die Mindestanforderungen, welche an die Hardware gestellt werden, zwar wieder unteres Niveau, trotzdem (oder gerade deshalb) sollte sich der PC-User auch bewusst sein, dass er schon deutlich mehr braucht, will er wirklich in den gesamten Genuss der implementierten Optik kommen.
Bei der Lokalisierung spart EA wie gehabt
Madden NFL 07
"Same procedure as last year, Electronic Arts? Same procedure as every year, Player!". Wie jedes Jahr ist eines der größten Mankos von "Madden NFL 07" die nur sehr zweckmäßig gehaltene Lokalisierung und wie jedes Jahr muss dies auch angeprangert werden. Denn ohne die nötigen Englischkenntnisse ist man in einigen Modi - im speziellen sei hier Franchise und Superstar erwähnt - schlicht und ergreifend überfordert, da das Spiel im allgemeinen sehr viel Infos optisch über ausführliche Texte oder akustisch über die Reporter, Radiomoderatoren oder die Agenten preisgibt. Klar kann man trotzdem, das ein oder andere Spielchen auf dem Platz wagen, aber leider wird dadurch auch vielen der wirkliche Tiefgang des Titels verschlossen bleiben. Erschweren kommt noch hinzu, dass sich der Publisher nicht wirklich viel Mühe beim deutschen Begleitheft gegeben hat. Die Infos zu den einzelnen Punkten, sei es nun Spielabläufe, Modi oder Steuerung, sind teilweise so dürftig, dass man sich ernsthaft nach dem Sinn dieses "Büchlein" frägt.
Neben der bereits bekannten und sich jährlich nur durch die Besetzung ändernden Songliste, ist im besonderen noch der wieder grandios implementierte "Gamesound" zu erwähnen. Nicht nur, dass sich die Fans sehr realistisch verhalten und jede Aktion auch entsprechend feiern oder ausbuhen, nein auch die Sportreporter wurden wieder absolut passend integriert. Jeder Fehler wird fachmännisch analysiert und eventuell sogar mit irgendwelchen Situationen aus der Vergangenheit verglichen. Extrem unterhaltsam, wenn man es versteht, denn natürlich gilt auch hier, wie bereits oben erwähnt: "Do you speak english?".
