Mario & Luigi: Abenteuer Bowser im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Im Körper des Feindes... So nah waren Mario und Luigi ihrem Erzfeind Bowser noch nie!

Teamplay

Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Im Vorgänger "Mario und Luigi - Partners in Time" waren unsere beiden Titelhelden stets in Begleitung ihres eigenen Ichs in Babyform. Während Baby Mario und Baby Luigi bei so manchen Attacken hilfreich zur Seite standen, sind die zwei nun wieder völlig auf sich allein gestellt. Doch das macht gar nichts, denn auch so sind sie sehr stark und einfallsreich. Während die Kraftpunkte (KP) für die Lebensenergie stehen, zeigen die Spezialpunkte (SP) wie häufig noch ein Spezialangriff ausgeführt werden kann. Dazu zählt beispielweise der Panzerkick. Mario oder Luigi legen einen Schildkrötenpanzer auf den Boden und einer kickt diesen in Richtung des Gegners. Dieser wird natürlich mit voller Wucht getroffen, der Panzer prallt ab und spickt genau in die Richtung des anderen Bruders. Nun kann er durch richtiges Timing erneut angestoßen werden, damit der Gegner nochmals verletzt wird. Der Panzer prallt wieder ab und das Spielchen geht weiter. Mit der Zeit wird es aber immer schneller und somit auch schwieriger, den Panzer noch rechtzeitig zu treffen. Nach einigen Treffern löst sich der Panzer schlussendlich auf und der Gegner ist schwer verletzt (oder sogar ko) und verliert viele seiner wertvollen Lebenspunkte. Da der Angriff mit den Schildkrötenpanzern effektiver ist, als einem Feind einfach auf den Kopf zu springen, verbraucht er eine gewisse Anzahl an SP. Hat man in einem Gefecht schon zu häufig diese Attacke durchgeführt, so gehen einem die SP irgendwann aus und man muss auf herkömmliche Art und Weise weiterkämpfen. Es empfiehlt sich also diese Spezialangriffe nur dann einzusetzen, wenn man sie auch wirklich benötigt. Ein weiterer Spezialangriff wäre die Feuerblume. Mit ihr lassen sich glühende Feuerbälle auf Gegner schleudern.

Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Auch Bowser kann solche besonderen Attacken verwenden. Bei ihm eilen dann seine ergebenen Diener zu Hilfe. Er kann beispielsweise eine ganze Meute Gumbas auf seine Gegner los lassen. Um den Schaden noch ein wenig zu erhöhen, sollte man die herbeiströmenden Gumbas mit dem Stylus kurz antippen. Dann entzündet Bowser sie mit seinem feurigen Atem und sie verletzen den Feind wesentlich stärker. Auch die Shy Guys unterstützen ihren Herrscher. Sie spannen ein Seil und Bowser rollt sich zusammen. Er macht sich selbst zum Geschoss und rollt mit aller Kraft gegen dieses Seil, sodass eine Schleuder entsteht. Um Kraft aufzubauen muss man mit dem Stylus schnelle Bewegungen in Richtung des Seiles ausführen. Irgendwann knallt Bowser dann mit voller Wucht auf seinen Widersacher, der dadurch ordentlich eins auf den Deckel bekommt. Aber auch hier werden wertvolle SP verbraucht.

Touchscreen, Doublescreen und Mikro?

Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Wie steht es bei der ganzen Action eigentlich um die DS-Feautres? Werden Touchscreen, Doublescreen und Mikro wirklich sinnvoll genutzt? Die beiden Bildschirme haben eine sehr nützliche Funktion. Während der obere Screen meist das Geschehen von Bowser zeigt, wird auf dem unteren dargestellt, wo sich Mario und Luigi gerade befinden. Man spielt also unten mit den beiden Brüdern, während man oben mit Bowser auf Erkundungstour geht. Manchmal wird der DS sogar quer gehalten, wenn Bowser als Riese einen Kampf bestreitet. Um einen Schlag auszuführen muss man dann zur richtigen Zeit mit dem Stylus eine Bewegung in Richtung des Gegners machen. Will man seinen Feueratem verwenden, so sollte man rechtzeitig ins Mikro pusten. Auch bei vielen Spezialangriffen (wie eben erwähnt bei den Gumbageschossen oder den Shy Guys) findet der Touchscreen regen Einsatz. Manchmal müssen auch kleine "Minispiele" bestritten werden. Damit man eine Karotte möglichst gut verdauen kann, sollte man im Magen von Bowser die kleinen Stückchen der Karotte möglichst schnell antippen und somit dafür sorgen, dass sie nicht zu schwer im Magen liegt. Auch bei den Rubbellosen ist der Touchscreen gefragt.

Ansonsten wird die meiste Zeit mit den Buttons und dem Digi-Kreuz gesteuert. Hier und da sorgen solche Touchscreeneinlagen aber für die nötige Abwechslung. Eine gelungene Mischung, denn so kommt es einem nicht aufgesetzt vor und man muss auch nicht ständig mit dem Stylus auf dem Touchscreen herumrubbeln. Jeder Charakter hat seinen eigenen Knopf. Marios Aktionen werden mit A ausgeführt, Luigis mit B und alles was Bowser so anstellt könnt ihr mittels X bestimmen. Das ist simpel und funktioniert ausgesprochen gut, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat.

Charakterrecycling, Neuerungen und Umfang

Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Wie bereits erwähnt dreht sich alles um den fiesen Krankfried. Doch wer "Mario und Luigi - Superstar Saga" kennt, dem wird auch dieser Name nicht ganz unbekannt sein. Er war damals nämlich der Gehilfe der bösen Hexe Lugmilla. Warum ist er auch dieses Mal wieder dabei? Um Fans der Serie zu erfreuen oder weil es leichter ist einen fertig programmierten Charakter mit all seinen Animationen usw. noch einmal zu verwenden? Schwer zu sagen. Wir fanden es auf der einen Seite toll, weil Krankfried so herrlich bekloppt ist, aber auf der anderen Seite wäre ein völlig neuer Bösewicht auch interessant gewesen. Während wir es noch verschmerzen können, dass man sich für die Wahl des Oberschurken nichts Neues einfallen ließ, finden wir es ein wenig schade, dass die gesamte Spielmechanik seinem Vorgänger sehr ähnlich ist. Das Grundgerüst bleibt eigentlich erhalten, während neue Angriffe, Rätsel, Feinde und Items hinzugekommen sind. Da diese Grundkonzept aber so ausgereift und überzeugend ist, kann man auch das noch verzeihen. Besonders da Bowser ein wenig frischen Wind ins Gameplay bringt, indem er als spielbarer Charakter vorhanden ist und für tolle und kreative Rätsel sorgt, die zwar nicht enorm anspruchsvoll, aber dafür sehr spaßig sind. Beim Umfang gibt es dafür keinerlei Grund zu meckern. Mit etwa 20 Stunden ist man lange bedient und wird zudem in dieser Zeit bestens unterhalten. Der Spielverlauf ist zwar sehr linear, aber dennoch kommt selten Langweile auf. An einigen Stellen wird man ordentlich gefordert, da das Kampfsystem eure volle Konzentration verlangt.

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