Mario & Rabbids: Kingdom Battle-Test: Upgrades, Gegner-KI, Secrets + Wertung und Fazit
Test
Was für eine Wertung bekommt Mario Rabbids: Kingdom Battle im Test? Das und mehr erfahrt ihr auf Seite 2 unseres Reviews.
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Härtere Hämmer, stärkere Skills
Mario, Luigi, Peach und Yoshi stehen bei Mario + Rabbids: Kingdom Battle jeweils in einer Nintendo- und einer Rabbids-Variante zur Auswahl und besitzen alle unterschiedliche Stärken, die ihr durch den Einsatz von Talentpunkten ausbaut. Die Punkte gibt's für absolvierte Kämpfe und gefundene Secrets. Das motiviert, allerdings sind nicht alle Fähigkeiten gleich nützlich. So lassen ausgeschaltete Gegner etwa mehr Goldstücke fallen, wenn ihr in die entsprechende Fertigkeit investiert - aber die so erwirtschafteten Summen verblassen angesichts der Massen an Gold, die ihr durch das bloße Voranschreiten in der Story einsackt.
Top: Wer sich verskillt, darf jederzeit einen Respec ausführen, also die Punkte umverteilen - kostenlos. Ratlose Spieler machen von der Upgrade-Automatik Gebrauch. Indem ihr vor jedem Gefecht eure drei aktiven Helden auswechseln dürft, ermuntert das Spiel zum Experimentieren. Eher linear verläuft dagegen die Item-Mechanik: Mit Gold kauft ihr neue Waffen, die jeweils nur von einer Figur verwendet werden dürfen. Namen und Designs sind einfallsreich und die Spezialeffekte sorgen für lustige und mächtige Kombinationen. Die Qual der Wahl hat man aber nur selten, Hauptsache der verursachte Schaden steigt. Da wäre mehr drin gewesen!
Derweil geben sich die Level-Designer größte Mühe, den Spieler mit immer neuen Mechaniken und kreativen Ideen bei Laune zu halten. Besonderheiten wie Tornados oder neutrale Fraktionen, die sowohl Gegner als auch Helden angreifen, sorgen für Abwechslung. Zudem müsst ihr beizeiten auch mal andere Figuren eskortieren oder eine bestimmte Zone erreichen, statt einfach nur alle Widersacher auszuschalten. Dennoch: Auf Dauer wiederholen sich die Szenarien und Gegnertypen einen Tick zu oft und die lange Anfangsphase mit dem nur sehr langsam steigenden Schwierigkeitsgrad stellt die Geduld von Taktik-Profis auf die Probe. Erst ab der zweiten Welt zieht der Schwierigkeitsgrad langsam an; insbesondere die optionalen Herausforderungen und die Bosskämpfe sorgen schließlich selbst bei Genre-Veteranen für schweißnasse Handflächen.
Quelle: Computec Media GmbH
Ab der zweiten Welt werden sogenannte Supereffekte der Waffen unabdingbar für den Sieg. Brennende Charaktere fliehen etwa aus der Deckung.
Das liegt auch an der erbarmungslosen Gegner-KI, die Fehler eiskalt ausnutzt und sehr durchdacht agiert. Waffen besitzen eine Chance, Supereffekte wie Vampir (saugt Gegnern Lebenspunkte ab), Honig (lähmt Charaktere) oder Tinte (getroffene Figuren können nicht schießen) auszulösen - die Kombination solcher Zustände mit den einzigartigen Fähigkeiten der acht Helden wird im Spielverlauf zunehmend wichtig. Eine jederzeit zuschaltbare Übersichtskamera hilft beim Planen des nächsten Zugs; so lassen sich Bewegungs- und Angriffsreichweiten von sowohl Helden als auch Feinden abfragen.
Quelle: Computec Media GmbH
Mit der Übersichtskamera verschafft ihr jederzeit einen genauen Überblick über Karte, Gegner und Reichweiten.
Ganz perfekt ist diese Methode aber nicht; im Test standen wir dennoch manches Mal ein Feld zu weit entfernt, um einen Gegner anzugreifen. Das sorgt für Frust, auch weil zwischen den Zügen nicht gespeichert wird; wer eine Schlacht perfekt abschließen und dafür die höchste Punktzahl einstreichen will, muss den ganzen Kampf neu starten. Auf Dauer fehlt zudem die Möglichkeit, die Kamera weiter herauszuzoomen; gerade bei großen Arenen leidet darunter die Übersicht. Dafür gibt es Komfortfunktionen wie einen leichten Modus, der sich bei jedem Gefecht ohne Nachteile zuschalten lässt. Auch sehr praktisch: Die Bewegungen der Widersacher beim gegnerischen Zug lassen sich in Mario & Rabbids: Kingdom Battle (jetzt kaufen ) auf Knopfdruck beschleunigen.
Die Steuerung: Minimal hakelig
Die grundsätzlich gute Steuerung (viel Lob verdient besonders die aufgeräumte Benutzeroberfläche) offenbart ihre größten Schwächen aber abseits der Kämpfe. Hier seid ihr in Echtzeit in einer linearen Oberwelt mit wenigen Abzweigungen unterwegs. Eure drei ausgewählten Helden folgen dabei im Gänsemarsch BEEP-0, einer Art sprechenden Roboterstaubsauger mit Hasenohren. Der kleine BEEP-0 ist aber denkbar ungeeignet, um mit ihm Kisten wegzuschieben oder präzise zwischen Säulen zu manövrieren, um überall verteilte Goldmünzen einzusammeln. Immer wieder steuert man so am Ziel vorbei, was besonders in den zeitkritischen Bonusräumen mit ihren gelungenen Umgebungs-Puzzles nervt.
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Hat man sich mit dieser Bedienungsmacke arrangiert, macht das Erforschen der farbenfrohen, einfallsreich arrangierten Levels aber viel Spaß. Sammler haben reichlich Gelegenheit, versteckte Kisten und Boni zu finden, als Belohnung gibt es neben Gold und Talentpunkten auch neue Waffen sowie Stücke aus dem Soundtrack und 3D-Modelle, die ihr euch im Museum neben Peachs Schloss zu Gemüte führt. Immer wieder lockern angenehm knackige Rätsel den Spielablauf auf.
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Die Rückkehr in erkundete Gebiete wird empfohlen, denn nur so entreißt ihr dem Spiel wirklich alle Geheimnisse und könnt euch an den unzähligen Herausforderungen versuchen. Diese eignen sich übrigens wunderbar zum häppchenweisen Durchspielen im Handheld-Modus. Wer nicht allein reist oder zu Hause auf der Couch mit einem Freund spielen will, sollte dem Koop-Modus eine Chance geben - auch wenn der nicht die Kampagne umfasst. In rund 20 speziellen Arenen kontrollieren zwei lokale Spieler jeweils zwei statt der sonst üblichen drei Charaktere und müssen sich gegenseitig Schützenhilfe geben. Ein spaßiger Zeitvertreib, allerdings gibt es keinen Online-Modus und keine Belohnungen außer ein paar lumpigen Goldmünzen. Aber für die meisten dürfte in diesem Fall der Spaß an einem ausgezeichneten Spiel Lohn genug sein.
Mario + Rabbids: Kingdom Battle gibt's zum Preis von rund 50 Euro exklusiv für die Nintendo Switch zu kaufen, Release war am 29. August 2017.
