Der Titel spielt sich völlig anders als sein Vorgänger, was dem Gameplay durchaus gut tat.
Wie die Lemminge
Mario vs. Donkey Kong 2: March of the Minis
Nicht nur die Zieltore erinnern ein wenig an die Lemmingspiele sondern auch die Spielmechanik. Anders als im Vorgänger habt ihr keinen direkten Zugriff auf die Protagonisten. Die kleinen Marios reagieren auf verschiedene Aktionen, lassen sich aber nicht unmittelbar steuern. Während man den Lemmings bestimmte Aufgaben zuweisen kann, gibt man den Mini Marios über den Touchscreen kleine Kommandos denen sie folgen. Anfangs stehen alle stramm und still. Erst wenn ihr einen Mario mit dem Stylus in eine bestimmte Richtung scheucht, bewegt er sich. Er läuft dann so lange, bis er irgendwo hinunterfällt und kaputt geht, das Zieltor erreicht oder von euch neue Befehle erhält. Trifft er auf eine Wand, so ändert er lediglich die Richtung aber hält nicht an. Man muss sich also sehr intensiv um die kleinen Roboter kümmern, da sie selbst kein bisschen mitdenken. Tippt man einen Mario direkt an, so bleibt er stehen. Zeichnet man einen Strich nach oben so springt er. Auf diese Weise lassen sich verschieden Schalter aktiveren oder Sprungfedern nutzen, die euch auf eine höhere Plattform schleudern. Sind sämtliche Hindernisse überwunden und das Ziel wurde erreicht, geht es an die Punktabrechnung. Je nachdem ob es alle Marios überlebt haben oder wie viel Zeit dafür benötigt wurde, gibt es unterschiedlich viele Punkte. Einen Bonus erhält man, wenn alle Marios in ganz kurzen Abständen hintereinander das Zieltor passieren und wenn sie auf ihrem Weg dorthin ständig in Bewegung geblieben sind. Für besonders gute Leistungen wird man mit Sternen ausgezeichnet in Bronze, Silber und Gold.
Der Leveleditor und die Technik
Mario vs. Donkey Kong 2: March of the Minis
In der so genannten Levelbaustelle könnt ihr euch eigene Stages zusammenschustern. Allerdings nur dann, wenn ihr im Hauptspiel auch schon ordentlich Bausätze erspielt habt. Für jede Welt gibt es nämlich ein eigenes Arsenal mit typischen Mechanismen wie beispielsweise Drehstangen und typische Gegnern. Es darf nun wild ausprobiert werden. Die selbsterstellten Levels lassen sich dann sogar über WiFi an Freunde versenden.
Mario vs. Donkey Kong 2: March of the Minis
Was die Technik anbelangt ist "Mario vs. Donkey Kong 2" relativ unspektakulär ausgefallen. Die Grafik ist in simplem 2D gehalten und bietet keine besonderen Effekte oder sehenswerte Animationen. Sie ist solide, aber nicht über dem Durchschnitt. Die Hintergründe sind nett gestaltet und erfüllen ihren Zweck. Man hätte ihnen jedoch etwas mehr Leben einhauchen können. Der Sound schneidet ein wenig besser ab. Bekannte Mario-Melodien wurden leicht modifiziert und finden in den verschiedenen Welten immer wieder Verwendung. Sie bieten zwar nicht den gewohnten Ohrwurmcharakter, aber sind dennoch ganz gut gelungen. Es gibt ein bisschen Sprachausgabe (Introsequenz) und als kleiner Gag sagt Mario "Hey, come back here, you big monkey!" oder "I love this game." wenn man den DS schließt.
