Mass Effect: Andromeda - Quest-Hub, Handwerk, Ausflug mit dem Nomad
Special
Weiter geht es mit einem weiter fortgeschrittenen Spielstand, in dem wir einen Questhub erkunden, das Handwerkssystem kennen lernen und mit dem Nomad durch die Gegend heizen.
In diesem Artikel
Außenposten voller Outlaws
An dieser Stelle endet unser Ausflug in die Auftaktmission und wir laden einen weiter fortgeschrittenen Spielstand. Wir finden uns dabei zunächst auf der Tempest wieder, dem Raumschiff des Protagonisten. Hier können wir Gespräche mit Teammitgliedern und der Crew des Schiffes führen. Wir plaudern zum Beispiel mit der rothaarigen Wissenschaftlerin Suvi auf der Brücke und versuchen es mit einem kleinen Flirt. Ähnlich wie bei Dragon Age: Inquisition tauchen diese zusätzlichen Dialogoptionen auch bei sekundären NPCs auf. Unsere Sara hatte jedenfalls nach diesem netten Gespräch eine Verabredung auf einen Drink mit Suvi, sobald wir das nächste mal auf der Nexus sind.
Ungeachtet der kleineren äußeren Ausmaße der Tempest im Vergleich zur Normandy gibt es auf dem Schiff jede Menge zu entdecken. So finden wir die Asari Peebee, die sich im Zugangsbereich zu den Rettungskapseln eine kleine Werkstatt eingerichtet hat. Sie gibt uns dann auch direkt die nächste Mission, die uns auf den Planeten Kadara führt.
Quelle: Bioware
Mass Effect: Andromeda Vorschau. (3)
Praktischerweise befinden wir uns bereits im Orbit des Planeten, so dass wir auf der Galaxiekarte nur noch den Landebefehl erteilen müssen. Nach einer kurzen Zwischensequenz befinden wir uns in dem kleinen Außenposten von Ausgestoßenen, der auch im ersten Gameplay-Trailer vom Dezember zu sehen war. Von derartigen Hubs soll es in Mass Effect: Andromeda eine ganze Reihe geben. Wir erkunden die Umgebung und finden dabei Datapads mit Hintergrund-Informationen, Händler, die uns ihre Ware feilbieten, sowie kleinere Events wie eine Gruppe von Outlaws, die einen Mann aus unersichtlichen Gründen belästigt. Wie die Citadel in den Vorgängern sind diese Hubs ausschließlich für Story, Handel und friedlichen Zeitvertreib gedacht. Entsprechend läuft Ryder auch nicht in Kampfmontur sondern in legerer Kleidung durch die Straßen.
Wir sollen Informationen von einem Verräter beschaffen, der mit den feindlichen Kett zusammengearbeitet hat. In einer Bar treffen wir uns mit unserem Kontaktmann, der uns auf Sloane Kelly verweist, die Anführerin der örtlichen Ausgestoßenen. Mit ihr kommt es dann zu dem Gespräch, dass wir auch im Gameplay-Trailer schon beobachten konnten und das für diverse Kritik wegen der Gesichtsanimationen sorgte. Im direkten Vergleich fällt sofort auf, dass die Entwickler seit diesem Trailer noch sehr viel Arbeit in das Spiel gesteckt haben. Nicht nur, dass uns die Animationen jetzt weniger unfreiwillig komisch vorkamen, auch Charaktermodelle wie das von Sloane Kelly wurden noch überarbeitet. Außerdem verläuft unser Gespräch nicht wie im Trailer. So kommt es zum Beispiel nicht zu einer Situation, in der beide Seiten die Waffen aufeinander richten. Möglicherweise haben wir das Gespräch mit unseren Antworten weniger eskalieren lassen.
Vorbereitung ist der erste Schritt zum Sieg
Für die Beschaffung der nötigen Informationen werden wir zu einem Ort außerhalb der Siedlung geschickt. Auf dem Weg zum Ausgang reden wir noch mit einem NPC und stolpern über einen Mord-Tatort. Beides bringt uns je eine Nebenquest ein, die wir nach Belieben angehen können. Wir kommen außerdem an einem sogenannten R&D-Terminal vorbei. Hier nehmen wir uns ein paar Minuten, um uns mit Forschung und Handwerk vertraut zu machen. Durch das Scannen von unbekannten Objekten und Lebensformen werden Forschungspunkte gesammelt. Diese können wir an der Station in die Verbesserung von Waffen, Rüstungen und Augmentationen investieren. So steigern wir zum Beispiel die Stufe einer Waffe und verbessern ihre Werte ähnlich wie es in Mass Effect 3 mit den kaufbaren Upgrades gemacht wurde.
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Mass Effect: Andromeda Vorschau. (4)
Im Handwerksbereich des R&D-Terminals werden aus gesammelten Rohstoffen neue Ausrüstungsgegenstände hergestellt. Neben Waffen und Rüstungen gehören dazu auch verschiedene Upgrades für den Nomad. Die Eigenschaften selbst gebauter Items lassen sich individuell bestimmen. Dazu werden neben den normalen Rohstoffen auch Augmentationen in den Bauplan integriert. Diese bestimmen dann, ob die neue gecraftete Brustplatte zum Beispiel mehr Schildschutz oder Lebenspunkte bietet. Die Eigenkreationen könnt ihr dann außerdem noch mit einem eigenen Namen versehen. Auch Individualisierung durch eine eigene Farbgestaltung ist wieder an Bord, sogar für die Freizeit-Kleidung.
Wir kommen schließlich am Ausgang des Questhubs an. Hier müssen wir uns für den Ausflug in die Wildnis wappnen. Wir legen die Ausstattung mit Waffen und Rüstung sowie Verbrauchsgegenständen fest. Während des Einsatzes lässt sich das ausgerüstete Equipment nämlich nicht einfach über das Inventar ändern, wie man es von anderen Rollenspielen gewohnt ist. Bei den Waffen entscheiden wir frei aus vier Waffentypen sowie einer Nahkampfwaffe, ganz ohne die alten Klassenbeschränkungen. Einzig das Gewicht nimmt Einfluss auf die Überlegungen zur optimalen Bewaffnung.
Unsere Rüstung besteht mit Equipment für Brust, Arme, Beine und Kopf aus vier verschiedenen Teilen, die beliebig miteinander kombiniert werden können. Außerdem stehen vier Slots für Verbrauchsgegenstände zur Verfügung, die wir mit Spezialmunition und Schildboosts bestücken. Schließlich müssen wir zwei der sechs Gefährten als Begleiter auswählen. Wenn wir die Aufmachung des Party-Bildschirms als Anhaltspunkt nehmen, dann wird die Anzahl der Companions in Mass Effect: Andromeda wohl nicht über die sechs bekannten hinausgehen: Cora, Liam, Peebee, Drack, Vetra und Jaal. Zum Schluss hätten wir dann noch die aktuelle Ausstattung des Nomad festlegen können - beim Anspiel-Termin standen an dieser Stelle allerdings keine Optionen zur Verfügung. Daher können wir noch nicht einschätzen, wie weitreichend diese Anpassungen sind.
Ich geb Gas, ich will Spaß
Endlich in der Außenwelt angekommen, sitzt uns leider auch schon der Zeitdruck mächtig im Nacken. Aber wenigstens den Nomad wollen wir noch ausprobieren, um sicherzugehen, dass sich die grausamen Hüpffahrten des ersten Mass Effect nicht wiederholen. Bereits auf den ersten Metern wird aber klar: Der Nomad fährt sich fantastisch. Man bekommt sofort das Gefühl, ein tonnenschweres Gefährt durch die Landschaft zu steuern. Nach Sprüngen über Hügel zieht es den Rover unweigerlich wieder nach unten, und der Aufprall wird von der stark nachgebenden Aufhängung aufgefangen.
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Zur optimalen Fortbewegung verfügt der Nomad über zwei Fahrmodi, die jederzeit gewechselt werden können. Der normale Modus ist auf Geschwindigkeit ausgelegt, wobei nur die beiden hinteren Achsen angetrieben werden. Schaltet man auf Allrad-Antrieb um, ist das Fahrzeug zwar langsamer, kann aber steile Anstiege deutlich besser bewältigen. Zusätzlich verfügt der Nomad über Heckbooster, die einen kurzzeitigen Geschwindigkeitsschub liefern. Ebenfalls an Bord sind Düsen an der Unterseite, die in unwegsamem Gelände hilfreich sind.
Während unserer Tour durch die offene aber doch recht verwinkelte Landschaft scheint gefühlt alle fünf Meter etwas zu passieren. Möglichkeiten für Nebenquests tun sich auf, die mitunter aggressive Tierwelt will uns ans Leder, und Kämpfe zwischen Fraktionen laden zum Mitmachen ein. Darüber hinaus weisen uns auf der Karte sogenannte Points of Interest in die Richtung von weiteren möglicherweise interessanten Entdeckungen. Die Zweifel darüber, ob die Aktivitäten in der vergleichsweise offenen Spielwelt wirklich abwechslungsreich und interessant oder auf Dauer nicht doch zu langweilig werden, konnte dieser erste Spieleindruck noch nicht beseitigen. Dazu fehlte einfach die Zeit, um sich intensiver mit den Vorgängen in der Welt auseinanderzusetzen.
Auch bei der Story bleiben noch einige Restzweifel. Die Entwicklung des Protagonisten vom Grünschnabel des Teams zum Anführer wirkt noch befremdlich. Auch hatten wir das Gefühl, dass sich sogar Teile der Einheimischen von Andromeda auf die heroischen Leistungen des neuen Helden verlassen, um ihre Ziele zu erreichen. Da die Völker der Milchstraße gerade erst als Fremde in diese Galaxie gekommen sind, wirkt das doch ein wenig seltsam. Ob es wirklich so ist oder wir bisher nur den falschen Eindruck gewonnen haben, lässt sich erst mit der Testversion beantworten.
Abgesehen davon machte die von uns gespielte Version bereits einen sehr runden Eindruck. Bis auf den fehlenden Sound in einer kurzen Zwischensequenz und eine offenbar fehlerhaft geladene Textur sind uns keine nennenswerten Fehler oder Probleme aufgefallen. Es hat sich einfach gut angefühlt, nach fast fünf Jahren wieder einen Charakter durch das Universum von Mass Effect zu steuern. Das Gesehene machte einen hervorragenden Eindruck. Aber mehr als zaghaft an der Oberfläche gekratzt haben wir nicht. In wenigen Wochen muss Mass Effect: Andromeda noch beweisen, ob es wirklich hält was es verspricht.