MechAssault 2: Lone Wolf im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Mechassault 2 ist ein durch und durch gelungenes Spektakel mit einem einmaligem Online-Mode.

Cutscenes in hervorragender Qualität Cutscenes in hervorragender Qualität Zwischen den einzelnen Einsätzen wird die Geschichte anhand mehr als gelungener Cutscenes weitererzählt. Dabei gefällt besonders, dass wir recht gut in die Geschichte involviert werden und so der Eindruck entsteht wirklich Teil eines Abenteuers zu sein. Dieses spart auch nicht mit unvorhergesehenen Ereignissen und Wendungen. Gute Freunde stehen uns plötzlich als Feinde gegenüber und mancher Gegner entpuppt sich plötzlich als Freund. Doch erst zum Schluss der Geschichte erfahren wir die ganze Wahrheit über den Word of Drake Clan und seine Ziele, was es mit den neuartigen Waffen auf sich hat und weshalb uns die Piratenbraut Aleah zur Seite steht.

Auf die Ohren

Futter für den Subwoofer Futter für den Subwoofer Wie hören sich 100 Tonnen Stahl in Bewegung an, während die Doppel-PPC die Atmosphäre auflädt und das AMS die anfliegenden Raketen abwehrt die sinnlos im Gebäude daneben einschlagen? Richtig, mehr als bombastisch! Denn besonders im direkten Kampf zeigt uns Mechassault 2 was es bedeutet der Pilot eines Kampfkolosses zu sein. Wenn wir den Finger nicht mehr vom Abzug nehmen können und die manngroßen Hülsen der Projektilwaffen zu Boden fallen während uns die Gauss-Geschosse des Gegners fast die Beine unter den Füssen wegziehen, der Überhitzungsalarm keine Ruhe mehr gibt und unser Tarnsystem sich nicht aktivieren kann weil wir zu viel Energie ausstoßen, dann herrscht Krieg im Wohnzimmer und alle Nackenhaare beten die Sonne an.

Unterstützt wird der Kriegslärm von der bekannten Mischung aus Hardrock und klassischen Tönen, die nach wie vor mehr als gut zum Geschehen passen. Begleiten uns in den stilleren Abschnitten, während wir beispielsweise ein Gelände nach dem Feind absuchen, entsprechend ruhige Streicher und ein Bass aus dem Hintergrund, legen die Gitarren im Kampf so richtig los und unterstützen das Brüllen der Waffen während der Bass versucht die Explosionsgeräusche zu übertönen.

Die Charaktere besitzen sehr gelungene deutsche Stimmen Die Charaktere besitzen sehr gelungene deutsche Stimmen Das i-Tüpfelchen auf der Soundkulisse stellt die gelungene deutsche Sprachausgabe dar. Nicht nur, dass man für alle Charaktere hervorragend passende Stimmen gefunden hat, sie erledigen ihre Arbeit auch mehr als gut. Natalia Kerensky lässt nie einen Zweifel daran, dass sie das Kommando innehat, während Foster eher klingt wie ein großer Schuljunge der gerne bastelt. Unsere temporäre Begleiterin, die Piratenbraut Aliah, glänzt dagegen eher mit ihrer sonoren und sexy Stimme, die sie niemals erhebt. Derweil sollte man ihrer in den nicht vorhandenen Bart gesprochenen Aussagen ganz besondere Aufmerksamkeit schenken, denn beleidigte Frauen sind bekanntlich die schlimmsten Feinde, auch im Mech-Universum. Unser Held selbst ist mit einer Stimme versehen die eines Helden würdig ist. Immer cool und lässig scheint er keine Angst zu kennen, selbst wenn ihm eine Übermacht gegenübersteht.

Die Steuerung

Eine Konsole um Tore zu öffnen Eine Konsole um Tore zu öffnen Wer bereits den Vorgänger gespielt hat oder einfach nur mit der allgemeinen Steuerung in 3rd-Person Shootern vertraut ist, ist auch schon in der Lage einen Mech zu steuern. Wie gewohnt steuern wir mit dem linken Analogstick die Füße und mit dem rechten Analogstick den Torso unserer Kampfmaschine. Zwischen den zwei bis vier Waffensystemen wechseln wir mit der linken Schultertaste und auslösen tun wir diese mit der rechten Schultertaste. Daneben existiert noch die Taste um den Mech bzw. die Battle Armor zu verlassen bzw. zu besteigen. Eine weitere Taste ist für die Klaue des Battle Armor zuständig, mit der wir uns an einem Mech ebenso hängen können wie an einen VTOL oder schlicht ein Gebäude. Da sich unser Sprungtriebwerk während des Festhaltens wieder regeneriert, können wir auf diese Weise die höchsten Gebäude erklimmen.

Bestimmte Waffen in bestimmten Mechs besitzen eine Zieloptik, also ein Zielfernrohr für weit entfernte Gegner. Steuern wir einen VTOL können wir zusätzlich Dinge aufnehmen bzw. abwerfen, wozu die letzte verfügbare Taste dient.

Verschneite Landschaft, aber keine weihnachtlichen Gefühle Verschneite Landschaft, aber keine weihnachtlichen Gefühle Für das Hacken eines Feindmechs benötigen wir alle vier Aktionstasten A, B, X und Y sowie die beiden Schultertasten. Lösen wir diese Funktion aus, beginnt eine Sequenz aus diesen Tasten abzulaufen die wir möglichst schneller als unserer Gegner nachtippen müssen. Wie bereits erwähnt entscheidet die Geschwindigkeit des eingetippten Codes darüber ob der Angriff glückt oder abgewehrt wird. In der Singleplayer-Kampagne stellt dies kein Problem dar, da die Computergegner meist nicht besonders schnell sind und sich leicht überrumpeln lassen. Beim Online-Gaming hingegen, wo man gegen menschliche Spieler antritt, wird die Sache richtig fordernd und mitunter sogar etwas lästig.

Die Grafik

Ab in die Lüfte Ab in die Lüfte Im Spiel selbst bekommen wir das Geschehen grundsätzlich aus der Verfolgersicht zu sehen. Das von uns gesteuerte Gefährt befindet sich also direkt vor unseren Augen und direkt darüber finden wir das Fadenkreuz. Die Form dieses gibt uns gleichzeitig die Auskunft darüber welche Waffe augenblicklich aktiv ist. Soweit ist also alles beim Alten geblieben. Das generelle Erscheinungsbild aber, der umgebenden Landschaften ebenso wie der Mechs selbst, erfuhr eine Frischzellenkur die sich sehen lassen kann. Die Mechs selbst sehen so lebensecht aus wie noch nie und sind mit Animationen versehen worden die einen staunen lassen. Besonderen Spaß macht es den Mech zu verlassen, wozu sich dieser auf ein Knie stellt und eine Leiter am Bein ausfahren lässt. In dieser Position wartet er darauf wieder in Betrieb genommen zu werden. So ganz ohne Schutz aber sollten wir uns nicht zu lange bewegen und wenigstens eine Battle Armor anlegen, schon aus dem Grund um die Klaue benutzen zu können, welche man braucht um besetzte Mechs zu Hacken oder schlicht sich an Gebäuden oder Mauern festzuhalten. In diesem Zusammenhang muss man erwähnen wie gut das Größenverhältnis zwischen einem kleinen Menschen und den riesigen Mechs gelungen ist. Wenn man ganz ohne Schutz durchs Gelände läuft erscheinen die Mechs gigantisch groß, unser Körper reicht meist nicht einmal über die Füße dieser hinweg. Die leeren Hülsen der Projektilwaffen, welche die Mechs fleißig ausstoßen, sind mannsgroß und lassen erahnen wie mächtig selbst der kleinste Mech ist. Kaum sitzen wir aber im Cockpit des Kampfboliden und blicken aus der Höhe auf das Geschehen, sind wir wieder auf Augenhöhe mit den Feinden und ein einzelner Pilot auf dem Boden wirkt nur noch wie eine Ameise die man gerne übersieht.

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