Mechassault 2 ist ein durch und durch gelungenes Spektakel mit einem einmaligem Online-Mode.
Die Klaue, unser bestes Stück
Nicht übersehen hingegen kann man die spektakulären Explosionen, wobei es völlig egal ist ob es sich um einen Mech selbst handelt der sich eben in seine Einzelteile zerlegt oder um einen Gebäudekomplex der in sich zusammenbricht. Auch wenn man mit Superlativen vorsichtig sein soll, die Explosionen in Mechassault 2 gehören mit zu den Besten die man je in einem Videospiel gesehen hat. Doch auch die Waffeneffekte können sich sehen lassen, wobei sich die Energiewaffen ebenso herrlich in Pose setzen wie die Projektilwaffen. Eine Doppel-PPC zieht eine grell leuchtende Spur hinter sich her und setzt die Bäume der Umgebung in Brand, wohingegen die Autocannon ihre brutal ausgestoßenen Metallteile durch die Landschaft fegt, mit dem Ziel dem Feindmech die Beine unter den Füssen wegzuziehen. Um ihn am abfeuern der Energiewaffen zu hindern heizen wir ihm zusätzlich mit dem Flammenwerfer ein, bis seine Kühlflächen grellgelb leuchten und wir den finalen Alpha-Strike auslösen, der die Umwelt in ein Inferno aus berstendem Metall und brennenden Schrott verwandelt.
Einzig kritisieren an der grafischen Darstellung kann man die nicht immer optimale Sichtweite. Denn an einigen Stellen sieht man wie sich die Umwelt am Horizont zu manifestieren beginnt. Dabei ploppen aber keine Objekte unschön ins Bild, sondern die Objekte am Horizont werden sachte eingeblendet, was der etwas geringen Sichtweite viel von ihrem Schrecken nimmt. Ist ein Objekt erst einmal sichtbar geworden, bleibt es auch bestehen und es gibt keine unschönen Texturnachladephasen oder Korrekturen an der Geometrie. Zudem kann man sich über eine immer flüssige Wiedergabe freuen, die nie ins Stottern kommt, selbst wenn um uns herum die Welt zu versinken scheint. All das selbstverständlich wahlweise in 50 oder 60 Hertz. 16/9 Format?
Der Multiplayer-Part
Die Lobby
Startet man das erste Mal den Multiplayer-Part von Mechassault 2 ist man mehr als positiv überrascht. Wo uns Halo 2 die neuen XBL-Features eher madig als schmackhaft machte, bietet uns Mechassault alle erwarteten Online-Funktionen für bis zu zwölf Spieler gleichzeitig plus Einiges mehr! Erwartet haben wir selbstverständlich das Quick- und das Optimatch mit vielen verschiedenen Spielvarianten. Das bekommen wir auch geboten, und zwar in ganzen zehn verschiedenen Varianten. Diese reichen vom bekannten Deathmatch und Team-Deathmatch über eine Capture the Flag Variante bis hin zum letzten Mann und dem Stützpunkt-Krieg. Die Ergebnisse der einzelnen Schlachten werden fein säuberlich in der Statistik gespeichert, die wir im Spiel ebenso einsehen können wie auf der Homepage von Mechassault 2. Selbstverständlich werden uns auch all die Clan-Funktionen geboten, die in Mechassault besonders zum tragen kommen. Damit könnte man eigentlich schon mehr als zufrieden sein, doch Mechassault 2 bietet uns noch ein ganz besonderes Schmankerl:
Die Eroberung - Ein ganzes Mech-Universum online
Die Mech-Galaxie
Unter dem Menüpunkt "Eroberung" steckt eine komplette und "lebende" Online-Welt des Mech-Universums, zu der wir jederzeit alleine oder im Clan stoßen können. Dort finden wir mehrere Planeten um deren Vorherrschaft vier Familien kämpfen. Für eine der vier Familien müssen wir uns entscheiden bevor wir in den Kampf ziehen. Haben wir dies getan, finden wir uns im Nachrichtenzentrum wieder, wo die letzten Meldungen durchlaufen. Dort erfahren wir welche Schlachten in der letzten Zeit ausgetragen wurden und wie es unserer Familie augenblicklich geht bzw. wie viel Prozent des Universums unter unserer Herrschaft sind. Um einen Planeten in Besitz zu nehmen muss man die vorgegebene Punktzahl für diesen Planeten erkämpft haben, was schon eine Weile und viele Schlachten dauert.
Die Online-Statistik
Bevor wir uns in den Kampf stürzen können wir die Planetenkarte betrachten, welche uns anzeigt auf welchen Planeten eben welche Kriege stattfinden. Denn es wird unterschieden ob es sich um einen Angriffskrieg oder um eine Verteidigung handelt. Dementsprechend können wir auch unseren Kampf auswählen, je nachdem ob wir angreifen oder verteidigen wollen. Pro Planet gibt es immer nur eine einzige Spielvariante, was das Besondere an dem System ist. Wir müssen also nicht nur darauf achten unsere Frontlinie dicht zu halten, sondern bestenfalls auch immer die Mechwarrior in den Krieg zu schicken die mit dem jeweiligen Spiel auf den diversen Planeten am besten zurecht kommen. Denn wer gut mit seiner Battle Armor und im Hacken von Mechs ist, kommt unter Umständen überhaupt nicht mit den großen Kolossen und entsprechenden Gegnern zurecht.
Noch mehr Multiplayer-Spaß
Doch damit ist das Multiplayer-Potenzial von Mechassault noch nicht ausgereizt. Neben den beschriebenen Funktionen per XBL erlaubt es uns das Spiel auch per Splitscreen oder System Link Schlachten mit Freunden auszutragen. Der Splitscreen ist zwar nur für maximal zwei Spieler gleichzeitig, dafür trumpft das System Link Spiel mit ebenfalls maximal zwölf vernetzten Xboxen gleichzeitig auf. All die Spielmodi die uns auch per XBL zur Verfügung stehen können wir auch im System Link spielen. Sogar der beliebte "Fleischwolf" ist wieder mit von der Partie.
Zum Schluss des Reviews möchten wir noch erwähnen, dass sich auf der Spiele-DVD von Mechassault auch eine Demoversion von "Forza Motorsport" befindet, sie erlaubt es uns aus 10 Autos auszuwählen und eine Runde auf dem Lagune Seca Raceway zu drehen.
