Während die Next-Gen Version überzeugen konnten, enttäuscht die PS2-Fassung teilweise.
Trotz einiger Bugs und anderer Patzer konnten uns die Versionen für die Xbox 360, die PS3 und den PC mit einigen Abstrichen dennoch überzeugen. Umso mehr kann man auf die PS2-Fassung gespannt sein. Klar, grafisch darf man keine Wunder erwarten, da aber der Vorgänger auf der Xbox und und PS2 spielerisch eine gute Figur gemacht hat, kann man auf ähnliche Leistungen auch bei Mercenaries 2: World in Flames hoffen.
Kleiner, hässlicher, einfach weniger Spaß
Mercenaries 2: World in Flames
Wer wissen will, wie sich Mercenaries 2: World in Flames auf der Xbox 360, der PlayStation 3 und dem PC spielt, sollte einfach unsere Reviews dazu lesen. In diesem Kurztest wollen wir auf die Unterschiede zur PS2-Fassung eingehen. Leider sind diese gravierend ausgefallen und machen aus Mercenaries 2 ein fast komplett anderes Spiel. Die Grundhandlung und die Welt stimmen grob überein, trotzdem ist Venezuela auf der PlayStation 2 ein wenig geschrumpft. Ein weiterer Minuspunkt ist der Umstand, dass es Abseits der Story viel weniger zu erforschen und erledigen gibt, wodurch der Umfang ebenfalls schwindet.
Mercenaries 2: World in Flames
Viel schwerer wiegt jedoch, dass auch die Hauptmissionen zu einem großen Teil verändert wurden, leider zum Schlechten. Nicht nur, dass sie größtenteils kürzer ausgefallen sind, stumpfsinniger sind sie auch noch. Meist ballert man sich motivationslos durch Gegnerwellen, während es in den anderen Fassungen an jeder Ecke gekracht hat. Linearer, kürzer und längst nicht so gut designt, dass ist die traurige Wahrheit bezüglich der PlayStation 2-Version. Da fragt man sich, warum es nicht möglich war, die Aufträge aus den anderen Versionen in schlechterer Grafik zu übernehmen.
Sandsack besiegt Panzer
Mercenaries 2: World in Flames
Die Gegner scheinen noch dümmer und eine Physik-Engine gibt es auch nicht mehr. Ein Panzer bleibt an Sandsäcken hängen, als ob sie eine 5m hohe Mauer wären. Gleiches gilt für Straßenschilder und Zäune. Zwar kann man einige Gebäude noch zerstören, die Animationen sehen jedoch furchtbar aus. Immerhin kann man noch Luftunterstützung anfordern. Wenigstens dieses Spielelement wurde beibehalten. Was leider nicht beibehalten wurde, ist die angenehme Konsolen-Steuerung. Bis man einen Feind nun vernünftig ins Visier bekommt, ballert man ein komplettes Magazin in die Luft.
Leblose Spielwelt
Mercenaries 2: World in Flames
Was ist da eigentlich passiert? Auch die viel unspektakulärere Spielwelt ist wie ausgestorben. Nur selten lassen sich Zivilisten auf den Straßen blicken. Trotz der heutzutage begrenzten Technik der PS2 konnten die Entwickler beim Vorgänger noch ein brachiales Action-Spiel zaubern, Mercenaries 2 ist nur noch ein zahmer, halb blinder Hund, der kurz vor seinem letzten Gang zum nächsten Baum steht. Es ist erschreckend, wie spaßfrei die PS2-Version geworden ist. Obwohl Fahrzeuge noch vorhanden sind, ist der Raum zum experimentieren nur noch begrenzt vorhanden, wodurch das Spiel viel linearer wirkt. Da muss man erst gar nicht erwähnen, dass der Coop-Modus ebenfalls nicht enthalten ist.
Selbst für PS2-Verhältnisse sieht Mercenaries 2 einfach übel aus, schlechter als Mercenaries: Playground of Destruction aus dem Jahre 2005, das muss man erst schaffen. Es ruckelt, die Explosionen sind alles andere als beeindruckend und die Sichtweite beträgt weniger als 50m. Die Ladezeiten sind ewig lang, während man als Tester hofft, dass die Qualen endlich ein Ende finden. Mercenaries 2 auf der PlayStation 2 sind lediglich der gute Soundtrack und die deutsche Sprachausgabe geblieben. Für alles andere sollten sich die Macher schämen.
