Steuerung, Bosse, Schwierigkeitsgrad, Fazit, Wertung
Test
Metroid: Samus Returns im Test: Samus Aran ist wieder da und beschert dem Nintendo 3DS auf seine alten Tage ein Spielspaß-Feuerwerk! In unserem Test zum Spiel klären wir, was das Abenteuer vom Game-Boy-Original unterscheidet und welche Neuerungen es an Bord hat. Und natürlich, ob Samus nach Metroid: Other M wieder die knallharte Kopfgeldjägerin ist, die wir kennen und lieben!
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Samus Aran und die 40 Metroids
Quelle: PC Games
Neben den 40 Metroids erwartet uns auch eine Handvoll anderer Bosse. Es hätten mehr sein dürfen, sie sind aber toll gestaltet.
Der Nahkampf-Konter kommt übrigens auch in den Bosskämpfen zum Einsatz und auch hier macht er einem das Leben deutlich leichter. Allerdings gibt es der großen Auseinandersetzungen relativ wenige. Klar, uns erwarten stattliche 40 Metroid-Kämpfe, die unterscheiden sich bis auf die verschiedenen Kampfarenen aber nicht voneinander. Die Entwickler bringen soweit es geht Abwechslung rein, indem uns vier unterschiedliche Metroid-Varianten erwarten - gegen Ende hin leisten diese ganz schön Widerstand -, ganz gelingt es ihnen aber nicht, diesen durch das Originalspiel unabwendbaren Monotonie-Makel auszugleichen. Andere Bosskämpfe sind wie gesagt rar gesät, dafür aber durch die Bank sehr beeindruckend gestaltet. Das Motto "Nicht an die Hand nehmen" greift auch hier: Besonders einen Kampf im letzten Drittel des Spiels mussten wir mehrere Male starten, bis wir einerseits die Angriffsmuster des Fieslings durchschaut hatten und andererseits durch visuelle Hinweise endlich verstanden hatten, was das Spiel in den verschiedenen Phasen der Auseinandersetzung von uns erwartet. Leicht zu besiegen war der Boss und waren fast alle Bosse aber trotzdem nicht!
Exkurs: Amiibo-Stelldichein auf SR388
Sogar im Weltraum müssen wir uns mit Plastik-Kram auseinandersetzen. Und die Einbindung der Kunstoff-Figuren ist auch noch richtig frech. Seufz.
Quelle: Nintendo
Die Amiibo-Funktionen in Metroid: Samus Returns sind leider ziemlich unverschämt.
Erinnert sich noch jemand daran, als es hieß, durch Amiibo würde keinem Spieler etwas vorenthalten, sondern es ginge nur um kleine Gimmicks, die man damit freischalten kann? Lang, lang ist's her. Die zwei neuen Plastik-Dinger schalten im Falle von Samus Aran einen zusätzlichen Energiecontainer und eine exklusive Artwork-Gallerie frei, im Falle des Metroids zeigen wir damit die Verstecke von Metroids auf der Map an und schalten nach Abschluss des normalen Schwierigkeitsgrades einen zusätzlichen, härteren Schwierigkeitsgrad frei. Hierbei trägt man den aus Metroid Fusion bekannten Fusion Suit. Die Samus-Figur aus der Smash Bros.-Charge bringt euch zusätzliche Raketen und ebenfalls exklusive Artworks. Zero Suit Samus aus Smash Bros. zu schlechter Letzt kommt mit einem weiteren Energiecontainer und freischaltbarer Musik daher. Wie wäre es, diese Dinge das nächste Mal einfach direkt ins Spiel zu stecken, Nintendo?
Exkurs: AM2R - des Remakes erster Versuch
Schon im vergangenen Jahr konnten wir auf den Metroid-Planeten SR388 zurückkehren - damals allerdings noch in einem inoffiziellen Fan-Remake.
Lange, bevor Nintendo die Arbeit an Samus Returns offiziell machte, entwickelte der Hobby-Programmierer Milton Guasti in Eigenregie AM2R (kurz für Another Metroid 2 Remake) und veröffentlichte es im August 2016 kostenlos zum Herunterladen für den PC. Nicht nur, weil man insgeheim natürlich schon am offiziellen Remake arbeitete, sondern auch, weil Nintendo beim Schutz der eigenen Marken keinen Spaß versteht, folgte flugs nach dem Release die Unterlassungserklärung, sodass es inzwischen recht schwer ist, an den Titel zu kommen. Das ist sehr schade, denn was Guasti hier auf die Beine gestellt hat, kann sich echt sehen lassen. Technisch ungefähr auf Metroid: Zero Mission-Niveau, überarbeitete er sinnvoll die Welt, fügte neue Features wie eine Map und zahlreiche neue Items ein und lieferte auf diese Weise einen inoffiziellen Serienableger, der qualitativ fast mit den "echten" Teilen mithalten kann. Eine reife Leistung!
Quelle: PC Games
AM2R ist nur ein Fanprojekt, aber nichtsdestoweniger ein verdammt gutes Spiel!
Wem der Schwierigkeitsgrad des Abenteuers nichtsdestotrotz zu gering ist, der schaltet nach Abschluss der Standard-Kampagne eine weitere, noch härtere Stufe frei. Wer einen entsprechenden Metroid-Amiibo besitzt, kann sich sogar an zwei verschiedenen, noch herausfordernderen Schwierigkeitsgraden versuchen (siehe Extrakasten zu den Amiibo). Bis man erst einmal in der Situation ist, sich dieser Challenge stellen zu können, vergeht aber einige Zeit: Nach Abschluss des Abenteuers und mit knapp 60 Prozent der Items im Gepäck hatten wir schon stolze zwölf Stunden auf SR388 verbracht, was Metroid: Samus Returns zu einem der längsten 2D-Serienableger macht. Als wir die magische 100-Prozent-Fortschrittsmarke erreicht hatten, standen sogar satte 15 Stunden auf unserem Zähler! Gute Technik, viel Abwechslung, perfekte Steuerung, smarte Designentscheidungen, sehr gut umgesetztes Metroidvania-Gameplay und wenige, kleine Kritikpunkte: Was bleibt uns noch zu sagen, außer, dass Samus Returns die Erwartungen vollumfänglich erfüllt und der Reihe alle Ehre macht? Wir wünschten, alle Remakes wären dermaßen genial!
