Textadventure trifft auf Minigames: Bahn frei für Law Martin und Sara Starling bei ihrem eher mauen Einsatz in Miami.
Schön hier ... in Miami
Technisch gesehen sieht es in Miami gar nicht mal so übel aus. Die Steuerung via Stylus funktioniert einwandfrei, zumal man wirklich alles mit dem Stift des DS bedienen und steuern kann. Großer Pluspunkt hierfür, zumal die nötige Touchscreen Präzision ebenfalls nicht außer Acht gelassen wurde und man Law und Starling somit ohne Probleme durch die Szenerien führen kann. Die verständlichen Aktions-Icons tragen zudem dazu bei, dass man auf kaum Probleme im Umgang mit der Steuerung stößt.
Miami Crisis
Grafisch gibt es ebenfalls wenig zu meckern und so bekommen wir eine Art Anime-Comicstil geboten, der eindeutig an die Phoenix Wright-Serie von Capcom erinnert. Die 2D Hintergründe der einzelnen Örtlichkeiten lassen sich durchaus sehen und auch das Charakterdesign gehört wahrlich nicht zum Schlechtesten, zumal die verschiedenen Personen ebenso "Over-the-Top" dargestellt und mit Klischees beladen wurden, wie man dies von einem solchen Spiel erwarten würde. Leider gibt es keinerlei oder nur wenig bewegte Aktionen im Hintergrund des Geschehens, weswegen alles etwas starr und leblos wirkt, so dass wirkliches Actionfeeling nur in den seltensten Fällen aufkommt.
Miami Crisis
Obwohl es sich hierbei um ein Textadventure handelt hätte man sich natürlich eine ansprechende Synchronisation gewünscht, ähnlich wie bei der Prof. Layton-Reihe. Leider hat man auf eine solche Synchro jedoch gänzlich verzichtet, weswegen man eine Menge zu lesen bekommt und sich immer und immer wieder durch ellenlange Textfenster klickt. Zumindest wurde die deutsche Version dementsprechend lokalisiert, so dass es zu keinerlei Verständnisproblemen kommt. Der Soundtrack hingegen passt recht gut zum Spiel, da Erinnerungen an B-Movie-Actionreißer aus den Achtziger Jahren wach werden; Unterm Strich bietet er aber keine wirklich nennenswerten Glanzmomente.
