Microsoft Xbox schließt Studios: Diese Branche hat ein hausgemachtes Problem!

Kolumne Carlo Siebenhüner
Microsoft Xbox schließt Studios: Diese Branche hat ein hausgemachtes Problem!
Quelle: Chat GPT / Microsoft / PC Games

Xbox schließt Arkane Austin, die Hi-Fi Rush-Entwickler Tango Gameworks und mehr, obwohl sie Rekordumsätze feiern. Diese Entwicklung steht stellvertretend für ein massives Problem in der gesamten Branche, findet Carlo Siebenhüner.

Diese Woche war erneut eine Herausforderung für die Gaming-Industrie, besonders für Xbox und Microsoft, die es uns nicht leicht machen, optimistisch in die Zukunft der Plattform zu blicken.

Ich habe bereits einige Kolumnen über Xbox geschrieben und mache auch sonst keinen Hehl daraus, dass Xbox (jetzt kaufen ) meine bevorzugte Plattform ist, obwohl ich auch PC, PlayStation und Switch zu Hause habe. Nicht nur schätze ich die Hardware, sondern vor allem überzeugt mich das gesamte Ökosystem von Microsoft. Meiner Meinung nach ist es deutlich benutzerfreundlicher als das der Konkurrenz.

Das Versprechen wackelt

Cloud-Spielstände sind kostenlos und dank Quick Resume kann ich nahtlos dort weiterspielen, wo ich aufgehört habe. Ich muss mich auch nicht mit verschiedenen Versionen für alte und neue Konsolen herumschlagen. Während PlayStation-Spieler haderten, welche Version von Fallout 4 jetzt den Next-Gen-Patch beinhaltet und welche nicht, habe ich das Spiel einfach auf meine Xbox geladen und automatisch die beste Version ausgespielt bekommen.

Das mag auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen, aber für mich macht genau das den Unterschied zu PlayStation aus. Hinzu kommt das Versprechen, nach der enttäuschenden One-Generation endlich zu den eigenen Spielen zurückzukehren. Die zahlreichen Studioübernahmen signalisierten mir, dass aus vergangenen Fehlern gelernt wurde und der Fokus wieder auf das gelegt wird, was eine gute Gamingplattform ausmacht: die Spiele!

Ein Gespräch im Adventure Pentiment Quelle: Microsoft Für mich hat sich diese Strategie bisher auch absolut ausgezahlt. Titel wie Pentiment, Grounded, Forza Horizon, Hi-Fi Rush und ja, auch Starfield, haben mich begeistert. Mit kommenden Spielen wie Fable, Indiana Jones, Clockwork Revolution, Hellblade 2 und vielen anderen, freue ich mich auf eine spannende Zukunft.

Doch offensichtlich ist es für Microsoft nicht möglich, die eigenen Erfolge mal zu erkennen und darauf aufzubauen. Diese Woche wurde bekannt gegeben, dass vier der aufgekauften Studios geschlossen werden, darunter Arkane Austin und Tango Gameworks.

Die Empörung in der Core-Gaming-Community ist groß: Wie konnte Microsoft das nur tun? Sosehr ich auf der Xbox-Seite stehe, so kritisch beobachte ich auch diese Plattform, schließlich möchte ich das Beste für sie. Diese Entwicklung betrachte ich daher sehr kritisch und ich hadere damit, sie zu verstehen. Um das Ganze besser nachzuvollziehen, nehme ich euch auf zwei Denkreisen mit.

Finanziell logisch

Wenn wir die Schließungen zunächst rein rational betrachten, völlig ohne Emotionen, kann man das Ganze sogar logisch herleiten. Die betroffenen Studios waren vermutlich finanziell nicht rentabel.

Bildergalerie

Starten wir mit den Roundhouse Studios, die 2019 von Bethesda aus den Überresten der Human Head Studios gegründet wurden. Leider haben die seitdem nichts Nennenswertes hervorgebracht, sondern nur Kosten verursacht. Dieses Studio trifft es sogar noch am wenigsten, da es vom Elder-Scrolls-Online-Team aufgenommen wird.

Dann haben wir Alpha Dog Games, ein kleines Studio, das sich ausschließlich auf Mobile-Spiele konzentriert hat. Trotz Titeln wie Wraithborne, Mostro City und zuletzt Mighty Doom, blieb der Erfolg aus. Microsoft besitzt nun mit King außerdem deutlich erfolgreichere Mobile-Entwickler. Arkane Austin als nächster auf der Abschussliste ist auf den ersten Blick dann schon ein größeres Studio. Doch auch hier sieht der Track Record nicht gut aus.

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