Die Suche nach Big Whoop steckt selbst im Jahre 2010 noch viele Adventures in die Tasche.
Monkey Island 2: Special Edition bietet dieses Mal auch vermehrt
Monkey Island 2: Special Edition
Geschicklichkeitseinlagen (zumindest etwas ähnliches), bei denen es außerdem auf Zeit ankommt. Hier muss blitzschnell mit dem Cursor über den Bildschirm gefahren werden, was sich mit dem Gamepad etwas kniffliger als mit der Maus herausstellt, doch auch diese kleinen Hürden sind schnell überwunden. Dafür bekommt man schließlich ein absolutes Referenzadventure mit einmaligem Humor. Abhängig davon, wie man das Abenteuer angeht, ob mit Hilfe oder ohne, braucht man rund vier bis sechs Stunden für einen Durchgang. Dennoch erwischt man sich dabei, dass man so ziemlich alle unnützen Gegenstände betrachtet, da Guybrush Threepwood zu jedem einen witzigen Kommentar abgibt. Dadurch steigert sich der Aufenthalt weiter. Monkey Island 2: Special Edition verfügt über einen Autosave, gleichzeitig lässt sich zu jeder Zeit ein Spielstand anlegen. Für Fans äußerst interessant ist die Tatsache, dass sich zusätzlich die Audiokommentare von Tim Schafer, Ron Gilbert und Dave Grossman zuschalten lassen, die tiefe und amüsante Einblicke in das Spiel gewähren. Für Fans ist dieses Feature schlicht eine Offenbarung, ebenso wie die freischaltbaren Konzeptgrafiken.
Aus alt mach neu: Runde 2
Monkey Island 2: Special Edition
Wie schon bei The Secret of Monkey Island lässt sich auch bei Monkey Island 2: LeChucks Revenge an jeder Stelle im Spiel zwischen der neuen HD-Grafik im 16:9-Format und der alten VGA-Optik mit einer Auflösung von 300x200 Pixeln beliebig hin und her wechseln, was übrigens auch für den herrlichen Uralt-Sound gilt. Wenn man also will, kann man das Adventure auch so spielen, wie es im Jahre 1991 vorgesehen war, samt des damals revolutionären Scumm-Interface. Zusätzlich muss man noch den absolut flüssigen Übergang zwischen neuer und alter Fassung loben. Leider bietet die Original-Fassung nur englische Untertitel ohne Sprachausgabe. Bei der Special Edition freut man sich hingegen auf eine unvergessliche, englische Synchronisation, die vermutlich mit das Beste ist, was man jemals in einem Spiel gehört hat. Bei Verständnisprobleme stehen deutsche Texte bereit. Und wenn man den unverwechselbaren Soundtrack von Michael Land, Clint Bajakian und Peter McConnell hört, möchte man am liebsten möglichst schnell eine Audio-CD kaufen. Noch schöner ist da fast schon die liebevolle und extrem detailliert gezeichnete 2D-Grafik, in die man sich einfach nur verlieben muss. Ergänzt wird der positive Eindruck von vielen animierten Objekten, die im Klassiker in dieser Form nicht vorhanden waren. Auch die Animationen von Guybrush und Co. können sich sehen lassen, auch wenn dessen Grafikstil womöglich nicht jedem Fan passen wird. Betrachtet man jedoch die erste Special Edition, hat sich die Sache dennoch zum Positiven gewendet.
