Monkey Island 2: Special Edition im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Die Suche nach Big Whoop steckt selbst im Jahre 2010 noch viele Adventures in die Tasche.

Im letzten Jahr bewies uns Lucas Arts mit der Special Edition von The Secret of Monkey Island, dass die über 20 Jahre alten Adventures des Entwicklers immer noch wegweisend für das Genre sind und auch heute noch viele Spieler begeistern können. Aufgrund der überragenden Resonanz ist nun auch Monkey Island 2: LeChuck's Revenge in der Neubearbeitung erschienen.

Guybrush und seine Piratengeschichten

Monkey Island 2: Special Edition Monkey Island 2: Special Edition LeChuck ist besiegt und das kostet der mächtigste und gefürchtetste Pirat, Guybrush Threepwood, genüsslich aus und erzählt immer und immer wieder, wie er den Geisterpiraten nieder gestreckt hat. Leider wird im genau dies zum Verhängnis, weswegen sein Erzfeind wiederbelebt und Jagd auf ihn macht. Das hält Mr. Threepwood allerdings nicht davon ab, die Karibik nach dem legendären Schatz Big Whoop zu durchsuchen. Dabei trifft man als Spieler wieder auf allerlei skurrile, liebenswerte, total schräge, abgedrehte, witzige, manchmal auch sehr gemeine oder total durchgeknallte Charaktere, mit denen man aberwitzige Gespräche führt und so mit einem Dauergrinsen durch das Spiel schreitet. Man kann behaupten, das rund 95 Prozent aller Gags sofort zünden. Und wenn man zusätzlich Figuren aus dem Vorgänger trifft, dann ist das Wiedersehen umso schöner.

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Monkey Island 2: Special Edition Monkey Island 2: Special Edition Wenn es um die Rätsel geht, dann sind auch hier einige harte, und vor allem kreative Kopfnüsse dabei, die ordentlich Hirnschmalz erfordern. Wer jedoch nicht so gerne um vier Ecken denkt, dem sei gesagt, dass die Special Edition nur das schwere Abenteuer zu bieten hat. In der Original-Version aus dem Jahre 1991 (ja, so lange ist das schon her) konnte man auch ein etwas leichteres Abenteuer mit weniger Rätsel wählen. Das ist aber halb so schlimm, denn abgesehen davon, dass es im Netz reichlich Komplettlösungen zum legendären Monkey Island 2: LeChucks Revenge gibt, bietet uns das Spiel auch die Hilfe-Funktion, die wir bereits aus der Special Edition des Vorgängers kennen. Auf Knopfdruck bekommen wir verwertbare Hinweise, die immer konkreter werden. Selbst Anfänger dürften auf diese Weise das spektakuläre Ende zu Gesicht bekommen. Zusätzlich hat Lucas Arts sogar noch eine zweite Hilfefunktion eingebaut, mit der interaktive Gegenstände hervorgehoben werden können. Wer jedoch nicht auf die entsprechenden Erfolge bzw. Trophäen verzichten will, sollte die Hilfestellungen möglichst nicht benutzen.

Big Whoop, aber bitte ohne Tomaten

Monkey Island 2: Special Edition Monkey Island 2: Special Edition Die Steuerung wurde im Gegensatz zur ersten Special Edition nochmals ein wenig optimiert. Bewegt man den Cursor auf einen interaktiven Gegenstand, muss nur noch die passende Taste gedrückt werden, und schon werden alle nutzbaren Aktionen wie "Anschauen", "Benutzen", "Reden", "Drücken", "Ziehen" usw. angezeigt. Das Inventar wird ebenfalls mit dem entsprechenden Button eingeblendet und ist nicht über die ganze Zeit sichtbar. Guybrush lässt sich wahlweise in Point & Click-Manier mit dem Cursor durch die Gegend bewegen, während es zusätzlich noch eine optionale und direkte Steuerung gibt. Diese stellt sich jedoch als eher suboptimal dar. Während des Tests hat sich die klassische Bedienung eindeutig durchgesetzt.

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