Kürbiskopf, Zombiebein und Backsteinarm – erschaffe in zahlreichen Experimenten deine eigene Kreatur im „Monster Lab“.
Waschechte Monster und gruselige Sounds
Monster Lab
Dass "mon" in "Pokémon" für Monster steht, wissen die meisten. Wie diese sogenannten Monster aussehen, dürften wir ebenfalls alle vor Augen haben. Zuckersüße hasenähnliche Tierchen, kleine Äffchen, Tauben und dergleichen. Das Wort "Monster" ist für diese Spezies mehr als fraglich. In "Monster Lab" handelt es sich hingegen um "echte" Monster. Grausige Fratzen, Schraubzwingen als Arme, Kürbisköpfe oder Schlingpflanzen-Beine - nichts was es nicht geben würde. Auch in Sachen Grafik hat man dieses Konzept ganz gut umgesetzt. Die Kreaturen können sich sehen lassen, agieren in den Kämpfen allerdings etwas steif und hakelig, da die Bewegungen nicht fließend ineinander übergehen. Auch in den Minispielen ist kein grafisches Feuerwerk zu erwarten, aber das düster angehauchte Flair ist dennoch gut eingefangen worden. Quakende Frösche, zirpende Grillen und Fauchgeräusche ergänzen die Atmosphäre in den Sümpfen auf angemessene Weise und auch sonst überzeugen die Melodien im Hintergrund. Es wird viel mit Streichern gearbeitet und der düstere Stil spiegelt sich gut in der Musik wider. Die verschiedenen Charaktere, die man unterwegs so trifft, haben häufig einen sehr witzigen Akzent. Da haben die Synchronsprecher ganz gute Arbeit geleistet. Die Steuerung ist einfach gehalten. Auf der Wii macht sie allerdings mehr Spaß als auf der PS2, da sich die Minispiele für die Wii-Remote ganz gut anbieten und mit dem Joypad manchmal etwas lahm und langweilig sind. Die Menüführung ist sehr chaotisch. Manchmal muss man Dinge dadurch bestätigen, dass man einen unscheinbaren Pfeil mitten im Bild anklickt, doch das ist alles andere als einheitlich. Anfangs hat man keine Ahnung, wie man nun dorthin gelangt, wo man eigentlich hin möchte. Es dauert seine Zeit, um sich mit der verwirrenden Menüstruktur anzufreunden, denn es gibt keinen roten Faden, der eine gewisse Logik in die Sache bringen würde. Das hätte man besser machen können!
