Der Jahrmarktbesuch mit dem Moorhuhn stellt eine der besseren Minispielsammlungen für den NDS dar.
Das Moorhuhn kennt wohl jeder, seit über zehn Jahren nun bevölkert das verrückte Federvieh die Computer und Entertainment-Geräte. Im aktuellsten Streich bietet uns das Huhn ganze 25 verschiedene Jahrmarkt-Attraktionen, die passend zum Tier ein bisschen anders ausfielen als wir uns das vielleicht vorgestellt hätten.
Moorhuhn Jahrmarkt-Party
Eigentlich wollte das Huhn mit seinen Freunden einen unbeschwerten Tag auf dem Jahrmarkt verbringen, als es voller Entsetzen feststellt, dass der ganze Freundeskreis vom bösen Zauberer entführt wurde. Damit er sie wieder frei lässt, muss das Huhn in allen 25 Disziplinen antreten und eine gewisse Leistung erbringen, um Kapitel für Kapitel die Geiseln zu befreien. Sobald in einem Kapitel, welches aus mehreren aufeinanderfolgenden Spielen besteht, die vorgegebene Punktzahl erreicht wurde, wird nicht nur das jeweilige Tier befreit, auch die gespielten Spiele können alsdann einzeln angewählt und gespielt werden. Wenigstens einmal also muss man sich den Herausforderungen des Zauberers stellen um alle Disziplinen freizuschalten. Zugleich schaltet man damit auch die entsprechenden Kapitel frei, die man wählen kann um die erreichte Punktzahl zu toppen.
Moorhuhn Jahrmarkt-Party
Die gebotene Auswahl an Spielen deckt wirklich alles ab was man auf einem klassischen Jahrmarkt geboten bekommt. Da gibt es die Schießbude, das Dosenwerfen, Hau den Lukas, Autoscooter und so weiter. Das witzige an den Spielen ist, dass sie meist in gering abgewandelter Form daherkommen. So benutzt man beim Dart keine Pfeile sondern freche Vögel und beim Messerwerfen ist keine Frau sondern ein Frosch auf der Drehscheibe fixiert. Mitunter auch wurden die Vögel einfach als störende Elemente eingefügt mit denen es sich zu arrangieren gilt. Beim Heißen Draht beispielsweise setzen sie sich auf den Draht und hüpfen abwechselnd von einem Bein auf das andere, beim Hau den Lukas laufen sie über das Schlagfeld und beim Kegeln lassen sie sich nicht einfach umkegeln, wir müssen sie erst mit allerlei Tricks ablenken um sie treffen zu können.
Moorhuhn Jahrmarkt-Party
Generell muss man sagen, dass die Produzenten viel Fantasie bei der Erstellung der Spiele walten haben lassen und die Minigames als recht gelungen bezeichnet werden dürfen, einzig an der Steuerung hapert es bei einigen wenigen Games. Als Beispiel sei die Holzachterbahn aufgeführt, bei der es das Ziel des Spiels ist seine Hände so oft und so lang als möglich in die Luft zu strecken, ohne mit den Balken zu kollidieren. Dazu dienen die beiden Schultertasten mit denen man die beiden Arme getrennt in die Höhe heben kann. Sieht man nun links ein Hindernis auf sich zu kommen, genügt es aber leider nicht, einfach die linke Schultertaste loszulassen, man muss erst beide Arme herunternehmen um sodann einen Arm wieder ausstrecken zu können. Auch etwas ungünstig ausgefallen ist die Steuerung beim Heißen Draht, ein Spiel, welches man bekanntlich unter Zeitdruck zu erledigen hat. Umso ärgerlicher, dass der Bildschirm viel zu langsam scrollt wenn man an die Bildkante gelangt. Das bremst unnötig aus, ohne dass man erkennt warum das so sein muss.
Im Großen und Ganzen jedoch funktioniert die Steuerung der Games recht gut und besonders die abgefahrenen Ideen zaubern einem immer wieder ein Grinsen aufs Gesicht. Zu erwähnen seien in diesem Zusammenhang die Spiele Ballontiere, Popcorn essen und Scherenschnitt, oder das Riesenrad und der Seiltanz. Bei letztgenannten handelt es sich um Balancespiele die schon einiges an Geschick erfordern um auf eine vernünftige Punktzahl zu kommen.
