Naruto: Rise of a Ninja im Gamezone-Test

Test Alexander Schneider

Mit Naruto - Rise of a Ninja hat Ubisoft ein rundum zufriedenstellendes Action-Adventure abgeliefert.

Komplex und Tiefgründig? Nein Danke!

Naruto: Rise of a Ninja Naruto: Rise of a Ninja Wer die Serie um Naruto, Sasuke und Co. kennt, weiß, das es bei den Kämpfen immer heiß hergeht und sich alle ordentlich eins auf die Hucke geben. Selbiges ist natürlich auch in Naruto - Rise of a Ninja der Fall und zentraler Bestandteil des Spiels. Denn gekämpft wird im Spiel fast immer. Wer jetzt jedoch ein Kampfsystem so komplex und tiefgründig wie das eines Dead or Alive oder Virtua Fighters erwartet ist hier Fehl am Platz. Denn das Kampfsystem von Naruto ist äußerst Simpel gestrickt und nach ein bis zwei Kämpfen hat man den Dreh bereits heraus, dennoch hat man sich ein paar Kniffe einfallen lassen die es zu erlernen gibt, unbedingt notwendig ist das jedoch nicht. Freunde von Button-Smashing werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Aber auch wenn das Kampfsystem simpel und einfach gestrickt ist, heißt es noch lange nicht, das es keinen Spaß macht. Im Gegenteil, die Kämpfe in Naruto sind sogar sehr spaßig und packend, da sie sehr Flott ablaufen. Kommt es schließlich zu einem Kampf, wechselt das Spiel in die typische Beat 'em Up-Ansicht und los gehts. Die Steuerung wurde dabei ziemlich einfach und Intuitiv gehalten. Per Druck auf die A-Taste springt ihr mit eurer Figur in die Luft. Es ist übrigens auch Möglich eure Widersacher in der Luft zu verkloppen, sofern ihr diese vorher mit einer Kombo nach Oben befördert habt. Einfach hinterher und weiter gehts. Auf dem B-Knopf hingegen verteidigt ihr euch. Schlägt euch ein Widersacher und ihr drückt im richtigen Moment den B-Knopf und die passende Richtungstaste dazu, könnt ihr euch hinter ihn teleportieren und somit einen Überraschungsangriff starten, der euren Widersacher bei Gelingen erstmal auf die Matte befördert. Auf der Y-Taste werden vertikale Attacken ausgeführt die den Gegner in eurer Nähe behalten um ihn ständig weiter zu bearbeiten. Mit der X-Taste führt ihr horizontale Angriffe aus, mit denen ihr Gegner von euch wegschleudern könnt um so genug Zeit zu gewinnen um eines der kraftvollen Jutsus auszuführen. Jutsu sind die stärksten Attacken im Spiel. Um ein Jutsu zu aktivieren müsst ihr wie gesagt erst einmal euren Gegner auf Distanz schlagen um so genug Zeit zur Ausführung eines Jutsus zu bekommen. Seid ihr dann in der passenden Position drückt den linken Trigger durch, haltet ihn gedrückt und bewegt währenddessen den linken und rechten Analog-Stick in die entsprechende Richtung um ein Jutsu, wie das Jutsu der Schattendoppelgänger von Naruto, auszuführen. Doch Vorsicht, denn hier ist Timing gefragt, lasst ihr den linken Trigger zu Früh oder zu Spät los kann die ganze Aktion in die Hose geben und ihr seid für ein bis zwei Sekunden verwundbar, da ihr euch dann nicht bewegen könnt. Denn sobald ihr das Jutsu ausgeführt habt laden sich je nachdem wie weit ihr diese bereits bei euren Senseis verbessert habt in ein bis drei Energieleisten auf. Sind eine, zwei oder alle drei Energiebalken voll, müsst ihr im passenden Moment den linken Trigger wieder loslassen um das Jutsu zu starten. Bei diesen wird quasi eine interaktive Videosequenz - ähnlich den Quick-Time-Events eines Tomb Raider - Legend oder Resident Evil 4 eingeleitet - in der ihr dann in der richtigen Sekunde die vorgegebenen Knöpfe drücken müsst um eurem Kontrahenten zu schaden. Allerdings müsst ihr auch darauf achten, das ihr genug Chakra habt um solche Angriffe überhaupt auszuführen, im Normalfall sollte dies jedoch kein Problem sein. Manchmal habt ihr aber auch die Chance euren Gegner in einem der Kämpfe zu packen, dies macht ihr ganz Einfach, indem ihr den rechten Trigger durchzieht, diese Attacke ist mit einer Griff-Attacke wie in Virtua Fighter oder Dead or Alive vergleichbar.

Jenseits der Story

Naruto: Rise of a Ninja Naruto: Rise of a Ninja Habt ihr dann die Story von Naruto beendet, was so ca. 8 bis 10 Stunden in Anspruch nehmen wird - findige Spieler werden aber noch ein paar Stunden mehr in Konoha-Gakure verbringen um alle Münzen und Geheimnisse zu entdecken, da es dafür auch einige Achievements gibt -, müsst ihr nicht verzweifeln, denn das Spiel hat neben der Kampagne noch mehr zu bieten. Nämlich den Kampf-Modus, welcher sich, wie der Name schon vermuten lässt, rein auf die Kämpfe von Naruto - Rise of a Ninja konzentriert. Der Kampf-Modus unterteilt sich dabei noch einmal in den Turnier-Modus für einen Spieler, in welchem ihr nacheinander gegen verschiedene Charaktere des Spiels antretet und den Versus-Modus in dem ihr euch lokal an einer Xbox mit einem zweiten Spieler ordentlich eins auf die Nuss geben könnt. Allerdings könnt ihr dort auch gegen ausgewählte CPU-Charaktere antreten. Zudem habt ihr noch die Möglichkeit die Anzahl der Runden, sowie die Länge und den Schwierigkeitsgrad einzustellen. Doch auch im Kampf-Modus gibt es mehr zu entdecken, denn Naruto - Rise of a Ninja bietet euch auch die Möglichkeit, Xbox-Live sei Dank, euch weltweit mit anderen Spielern zu messen. Dabei könnt ihr zwischen den Modi Schneller Kampf, bei welchem schnellst möglich ein anderer Spieler gefunden wird mit dem man sich messen kann und spezieller Kampf wählen, bei welchem man seine Gegner gemäß der ausgewählten Optionen sucht. Wollt ihr jedoch nicht immer gegen Unbekannte spielen, könnt ihr auch ganz einfach Leute aus eurer Freundesliste zu einer netten Keilerei einladen. Das Herzstück des Online-Modus stellt jedoch die sogenannte Abschlussprüfung im Wald des Todes dar. Hierbei handelt es sich um den Ranglisten-Modus des Spiels, welcher abgestuft stattfindet. Das heißt, mit jedem Kampf den ihr gewinnt könnt ihr Punkte sammeln - für gewisse erreichte Punkte gibt es hier übrigens ein paar Achievements zu holen - und steigt somit in die nächst höhere Punkte-Stufe auf. Bei dieser Chu-Nin-Prüfung, wie es auch genannt wird, müsst ihr dabei zwei Kämpfe im Wald des Todes gewinnen um schließlich in den Turm zu gelangen. Dort müsst ihr euch drei weiteren Gegnern stellen um dann der größten Herausforderung des Modus ins Auge zu sehen um dann König des Turms zu werden. Die erreichten Punktzahlen werden dabei in einer jederzeit einsehbaren Rangliste festgehalten.

Das Jutsu der Technik

Naruto: Rise of a Ninja Naruto: Rise of a Ninja Vom technischen Standpunkt aus betrachtet ist Naruto sehr gut geworden. Eine große, frei begehbare Spielwelt weiß zu überzeugen und gefällt. Die liebevoll ausgearbeiteten Landschaften laden jedesmal aufs Neue zu Erkundungstouren ein. Dabei ist es vor allem besonders spaßig über die Dächer von Konoha-Gakure zu turnen und die tolle Über- und Weitsicht zu genießen. Denn immer wieder findet man Münzen, die im gesamten Spiel versteckt wurden. Wer zudem alle einsammelt kann sich ein paar weitere Achievements holen. Doch zurück zur Technik. Die Animationen der verschiedenen Charaktere sind sehr flüssig animiert und sehen Toll aus. Auch läuft das Spiel bei einer stets stabilen Bildrate und kam zu keiner Zeit ins Stottern. Besonders Toll ist die Einbindung verschiedener Ausschnitte aus der TV-Serie ins Spiel. Denn zu einigen Schlüsselmomenten wurden natürlich Sequenzen direkt aus der Serie integriert. Hier fällt auch ein weiteres mal die tolle Vertonung des Titels auf. Die Sprachausgabe ist komplett auf Englisch. Die meisten unter Euch wird dies wohl nicht stören, doch einige jüngere Spieler könnten sich dadurch wohl auf den Schlips getreten fühlen. Dafür bietet das Spiel aber deutsche Untertitel und deutsche Menüs. Zudem kündigte Ubisoft an, pünktlich zum Release des Titels per Xbox-Live die japanische Sprachausgabe des Titels zum kostenlosen Download anzubieten. Die musikalische Untermalung des Titels bewegt sich ebenfalls auf hohem Niveau. Denn die Musiktitel sind allesamt aus der Serie bekannt oder wurden auf die Musik des Anime abgestimmt und steuern zusätzlich ihren Teil zur dichten Atmosphäre bei. Lediglich etwas mehr Einfallsreichtum bei den Gegnern hätte man beweisen können. Man kämpft zwar oft gegen bestimmte Charaktere aus der Serie, aber in vielen der Nebenmissionen trifft man auf Banditen oder Ninjas, allerdings unterscheiden sich diese kaum in ihrem Erscheinungsbild. Etwas mehr Kreativität wäre hier schön gewesen, besonders störend ist es aber auch nicht. Am Ende kämpft das Spiel dann nur noch mit dem etwas dünnen Umfang des Story-Modus, hier wären ein paar mehr Quests wünschenswert gewesen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Meinung

Wertung zu Naruto: Rise of a Ninja (X360)

Wertung:

8.7 /10
Pro & Contra
Die Welt von Naruto das erste mal Frei begehbar und sehr detailliert sowie liebevoll ausgearbeitetdeutsche Untertitel und hervorragende englische Sprachausgabespaßiger und fordernder Story-Modus sowie abwechslungsreiches GameplayFair verteilte Achievementstolle Atmosphäregute technische Umsetzung(oberflächliches Kampfsystem) das dennoch Spaß macht;
Insgesamt etwas dünn bedachter Umfang der Storykeine deutsche Synchronisationwas besonders für jüngere Spieler trotz deutscher Untertitel nervig sein kannoberflächliches Kampfsystem
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk