Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Trotz der Neuerungen sorgen so manche Macken für einen äußerst bitteren Beigeschmack!

Nach langem warten kehrt Entwickler Tomy endlich wieder zurück und beehrt die Nintendo Wii mit dem nunmehr dritten Teil der "Clash Of A Ninja Revolution" Reihe. Dabei gilt es gar zwei grandiose Neuerungen zu feiern: Zum ersten Mal dürfen sich Remote-Schwinger nicht nur lokal im heimischen Wohnzimmer die Kopfe einschlagen, sondern weltweit per Wi-Fi-Anbindung grandiose Ninja-Duelle austragen. Erstmalig greift man darüber hinaus auf die neuen Shippuden Staffeln zurück und liefert daher ein an die aktuelle Serie angepasstes Prügelspiel, welches durchaus nicht zu verachten ist, aber doch so seine Macken hat! Warum? Das erfahrt ihr in unserem Review.

Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Nachdem sich die "Clash Of A Ninja Revolution" nun erstmalig auf die Shippuden-Staffeln stürzt, wie vormals schon die Kollegen und Ableger unter anderem aus dem Hause Bandai Namco für den Nintendo DS, der PSP und Playstation 2, vermittelt auch dieser Teil den Beginn einer neuen Naruto-Ära. Nach zweieinhalb Jahren der Abwesenheit kehrt der einstige (und auch zukünftige) Frechdachs zwar gealtert wieder zurück in sein geliebtes Heimatdorf, der geistige Intellekt lässt jedoch die Wurzen von insgesamt neun Staffeln und zahlreichen grandiosen Kämpfen wahrlich nicht missen. Dank seines hervorragendem Lehrmeisters Jiraiya kann Naruto aber immerhin mit neuen Techniken und nicht nur mit seiner herausragenden Größe und vor allem frechen Klappe trumpfen.

Die Rettung eines Ex-Feindes

Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Es ist erstaunlich, wie einig sich die Entwicklerteams diverser Systeme und Spiele doch bei der eigentlichen Story der anfänglichen Shippuden-Folgen sind. Denn egal welchen Ableger man in die Finger bekommt, eines haben sie alle gemeinsam: Die Geschichte wird in kurzen, nicht gerade prägnanten und nur für Fans nachvollziehbaren Häppchen präsentiert. Mit etwas Können und vor allem mehr Glück als Verstand flimmert nach etwa zwei bis drei Stunden der Abspann über den Bildschirm und als Außenstehender ist man danach eigentlich keinen Deut schlauer als vorher. Es geht um die Rettung Gaaras, dem einstigen Feind Narutos und neuerdings Oberhaupt des Dorfes versteckt im Sand, welcher in die Gefangenschaft des Akatsuki-Clans gerät. Das Spiel hält sich zwar an die TV-Vorlage und liefert diverse Konfrontationen - sei es zum Training von Naruto und Sakura, seien es knallharte Argumentationsrunden gegen die Schergen von Deidara - doch ein Zusammenhang will trotz der Texte und den schmucklosen Videosequenzen in Spielgrafik nicht entstehen.

Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Anfänger werden eh rigoros auf die Nase fallen, denn trotz eines einstellbaren Schwierigkeitsgrades von insgesamt vier Stufen, gibt sich "Clash Of A Ninja Revolution III" sehr wechselhaft. Unter den mageren zwanzig Auseinandersetzungen im Storymodus mit dem sehr frühen Ende im Sieg gegen Deidara finden sich derart lächerliche Duelle, dass man Remote-Schwingend und gähnend kaum den nächsten Kampf abwarten kann. Doch vor allem gegen Ende des "Story-Modus" wird die Wut geschürt und der Frust kompromisslos aufgebaut. Die Bosskämpfe erweisen sich geradezu als brutal schwer, wir würden sogar soweit gehen, diese bisweilen als völlig unfair gegenüber dem Spieler zu bezeichnen. Der Kampf gegen Hiruko z. B. kann nur durch einen Niederschlag des Kontrahenten mit einer Spezialattacke gewonnen werden. Doch egal wie man das Blatt dreht und wendet, die Software ahnt diesen speziellen Schlag voraus und weicht dem Angriff gekonnt mit einem Sprung aus - kaum versehen, ist die Zeit vorbei und der "Game Over" Bildschirm deprimiert aufgrund eines Fehlschlags. Zähneknirschend stellt man sich erneut der alsbald nervenden und schier unmöglichen Herausforderung.

Herrlich chaotischer Schlagabtausch

Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Story hin oder her, abermals überzeugt das Spiel durch die hervorragend adaptiere Optik, welche dank Cel-Shading Grafik dem Original fast in nichts nachsteht. Weder die bis zu 40 Charaktere mit zahlreichen Neuzugängen unter anderem auch aus der Shippuden Staffel, noch die kraftvollen Animationen vor allem bei der Durchführung der effektreichen Jutsu-Angriffe brauchen sich vor der Zeichentrickserie verstecken. Auch die Schauplätze, meist mehrstöckige Kampfarenen mit zahlreichen spielerischen Möglichkeiten, erinnern frappierend an die Szenen aus dem TV, damit sich ein jeder Fan sofort pudelwohl fühlt. Etwas mehr Augenmerk bezüglich Technik hätte man aber dennoch abverlangen können. Weder Progressiv Scan, noch 60 Hz werden unterstützt und das Fehlen eines 16:9 Breitbildmodus ist in der heutigen Zeit dank der erfolgreichen Integration der Flachbildfernseher in den Wohnzimmern geradezu sträflich.

Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 - European Version In den Arenen werden die Hühnchen in altbekannter Weise gerupft. Einfache Angriffe wie auch harten Schlägen können abermals kombiniert werden und variieren je nach Richtungseingabe und Tastenkombination. Mit etwas Einarbeitung und Übung werden gekonnt Abfolgen von Ketten von Schlägen und Tritten abgefeuert und somit der Gegenüber ordentlich dezimiert. Ein offenes Auge für die Spielumgebung erlaubt es auch, Kisten und ähnliche Objekte in den Kampf zu integrieren, um sich Deckung zu schaffen. Vorteile haben einmal mehr alle Spieler, die sich für die Remote-Nunchuck Kombination entscheiden und somit Gesten zur Stärkung von Angriffen einbauen können. Benutzer des GameCube Controllers oder Classic Controller entstehen dadurch leider Nachteile, wobei diejenigen eine wesentlich bessere Handhabe haben. Sieht man über die steuerungstechnischen minikleinen Mankos mal hinweg, sorgt allein das einfache Kampfsystem nicht selten, vor allem gegen menschliche Mitspieler, für einen strategischen Schlagabtausch, bei dem jeder Angriff geplant sein will und die Aktionen des Gegenüber studiert werden. Löblich erwähnen sollte man aber auch die Balance zwischen den Charakteren, die noch weiter verfeinert und damit verbessert wurde.

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