Need for Speed: Most Wanted ist bereits seit Dezember für Xbox 360, PS3 und PC auf dem Markt. Die Wii U Version hingegen kam erst Ende März. Für die längere Wartezeit ist das als kostenpflichtiger Download erschienene Ultimate Speed Pack bei der Wii U-Version namens Need for Speed: Most Wanted U bereits auf der Disc enthalten.
Quelle: forum-3dcenter.org
Need for Speed: Most Wanted U im Test (2)
Während Need for Speed: Most Wanted bereits im vergangenen November für diverse Systeme auf den Markt gekommen ist, mussten sich die Wii U-Spieler noch ein wenig länger gedulden, denn die Fassung für Nintendos aktuelle Konsole kam nun gerade erst Ende März in den Handel. Für die längere Wartezeit wurden dann aber sogleich einige Vorteile angekündigt und unter anderem ist das für andere Konsolen bereits als kostenpflichtiger Download erschienene Ultimate Speed Pack bei der Wii U-Version namens Need for Speed: Most Wanted U bereits auf der Disc enthalten.
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Need for Speed: Most Wanted U im Test (3)
Neben einem vergrößerten Umfang mit mehr Fahrzeugen, Rennen und weiteren Meilensteinen, dürfen sich Wii-U-Zocker auf eine angepasste Fassung freuen, die von den Möglichkeiten der Konsole durchaus überzeugend Gebrauch macht. So dürfen wir nicht nur jederzeit per Knopfdruck in den Off-TV-Modus wechseln und unabhängig von unserem jeweiligen Fernsehgerät die Runden drehen, sondern auf dem Touchscreen unseres Controllers verschiedene Einstellungen vornehmen. Das Umschalten zwischen Tag und Nacht geht hier ebenso einfach und schnell von der Hand, wie das Aufrufen der Karte oder das Wechseln unseres fahrbaren Untersatzes. Diese Möglichkeiten können wir übrigens auch mit Freunden im sogenannten Beifahrer-Modus nutzen. In diesem steuert ein Spieler mit einem anderen Controller das Fahrzeug und der andere Zocker kann die erwähnten Einstellungen auf dem GamePad vornehmen und so den Spieler unterstützen. Eine ziemlich interessante und in der Praxis durchaus spaßige Angelegenheit, bei der das Wii U GamePad sehr ordentlich zum Einsatz kommt, sofern wir dieses allerdings auch verwenden.
Welchen Controller nehmen wir denn?
Bei Most Wanted U dürfen wir schließlich mit allen möglichen Controllern ans Werk gehen. Neben dem Pro Controller der Wii U, dürfen wir zudem mit der Wiimote loslegen oder uns mit dem Classic Controller versuchen. Aber egal für welchen Controller wir uns entscheiden, die Steuerung mit den digitalen Schultertasten ist bei einem Rennspiel etwas gewöhnungsbedürftig, wenngleich man dafür das Spiel ja nicht kritisieren kann. Da die Steuerung aber allgemein eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigt und sich anfangs womöglich etwas schwammig anfühlt, fällt das gar nicht so negativ auf.
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Need for Speed: Most Wanted U im Test (4)
Von den genannten Möglichkeiten der Wii U-Version und grafischen Unterschieden, auf die wir später noch zu sprechen kommen, abgesehen, erwartet uns dann aber wieder die bekannte Most Wanted-Kost der übrigen Systeme. Wir dürfen die frei befahrbare Stadt Fairhaven also mit diversen lizenzierten Autos unsicher machen, die illegalen Straßenrennen gewinnen, uns mit den verdienten sogenannten SpeedPoints auf der Most Wanted-Liste nach oben arbeiten und in Duellen die jeweiligen Gegner besiegen. Hin und wieder müssen wir dann noch in Verfolgungsjagden der Polizei entkommen und dabei den bekannten Straßensperren ausweichen. Ein gewohnt actionreiches Gameplay also, bei dem die Entwickler von Criterion noch eine ordentliche Schippe draufgepackt haben. Dies muss man aber auch mögen und bei dieser Mischung aus Burnout und Need for Speed scheiden sich in der Praxis die Geister.
Hoher Schwierigkeitsgrad und viele Frustmomente
Takedowns stehen hier nämlich ebenso an der Tagesordnung, wie spektakuläre Crashs, bei denen unser Auto an Leitplanken oder Gebäuden zerschellt, was stets mit einem zu Beginn imposanten, aber auf Dauer eher nervigen Video in einer kleinen Wiederholung gezeigt wird. Dabei reichen teilweise schon eher kleine Unfälle aus, was natürlich schnell für Frust sorgen kann. Dies gilt auch für den spürbaren Gummibandeffekt, der dafür sorgt, dass wir uns kaum einen ordentlichen Vorsprung verschaffen und selbst bei längeren Rennen kurz vor Schluss mit einem kleinen Fehler alles verlieren können. Wer von euch auf solche Herausforderungen steht, wird mit dem fordernden Gameplay aber sicher auf seine Kosten kommen und man muss natürlich zugeben, dass ein gewisser Schwierigkeitsgrad und Gummibandeffekte immer wieder bei Need for Speed-Teilen vorzufinden waren. Insofern ist dies also nichts komplett neues.
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Need for Speed: Most Wanted U im Test (7)
Neu ist dagegen, dass wir im Grunde schon zu Beginn des Spiels auf unzählige Fahrzeuge zugreifen können und das Bekannte "Erarbeiten" der besseren Autos praktisch entfällt. Dies ist wirklich sehr schade, war dies doch immer eine unheimlich motivierende Angelegenheit, dass wir mit einem vergleichsweise schwachen Auto und wenig Startkapital begonnen haben und uns dann mit vielen Rennsiegen und dem entsprechenden Preisgeld neue Teile oder ein komplett neues Auto kaufen konnten. Bei Most Wanted erwartet uns dagegen ein etwas anderes System, denn hier steht uns bereits zu Beginn des Spiels ein ziemlich üppiger Fuhrpark zur Verfügung, darunter auch schon manche Supersportwagen, die wir sonst bei anderen Ablegern der Reihe erst gegen Ende des Spiels bekommen können.
Verschiedene Autos, verschiedene Events
Damit wir aber nicht immer das gleiche Auto verwenden, gibt es bei Most Wanted ein ziemlich interessantes Event-System, bei dem jedes einzelne Fahrzeug nur an bestimmten Events teilnehmen kann. So müssen wir zwangsläufig verschieden Autos verwenden, sofern wir denn alle diese Events abschließen möchten. Da wir aber für das erneute Gewinnen eines Rennens ohnehin deutlich weniger Punkte erhalten, ist es letztlich sowieso notwendig verschiedene Events zu meistern. Neben der erfolgreichen Teilnahme an Events erhalten wir jedoch auch für allerlei Meilensteine wertvolle Punkte. Egal, ob wir einer Straßensperre ausweichen, eine Werbetafel zerstören oder einem Gegner einen Takedown verpassen, hierfür erhalten wir stets die wertvollen Punkte, die uns am Ende in der Most Wanted-Liste Stück für Stück nach oben bringen, bis wir den Kampf um den ersten Platz starten können. Haben wir ausreichend Punkte gesammelt, können wir nämlich die Gegner auf den jeweiligen Plätzen in der Liste herausfordern und dabei auch deren Wagen als Belohnung erhalten. Das Hocharbeiten in dieser Liste macht dann auch in gewohnter Weise Laune und kann für viele Stunden an die Konsole fesseln.
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Need for Speed: Most Wanted U im Test (8)
Für zusätzlichen Spielspaß kann anschließend der Mehrspielermodus sorgen, bei dem wir offline oder online gegen menschliche Spieler antreten. Während offline mit Freunden gemeinsam auf der Couch lediglich zwei Spieler an den Start gehen können, dürfen wir uns online mit bis zu fünf weiteren Zockern um den Sieg duellieren und natürlich können wir uns dank der Autolog-Möglichkeiten jederzeit mit Freunden vergleichen und zum Beispiel Bestzeiten bei Events oder Höchstgeschwindigkeiten bei den Blitzern versuchen. Erfreulicherweise ist bei der Wii U-Version für den Onlinemodus kein Onlinepass nötig, sodass wir direkt loslegen können, sofern wir denn bereits über einen Origin-Account verfügen oder noch schnell einen erstellen.
Die technische Seite der Wii U-Version
Für die Wii U-Fassung des Titels wurden dabei nicht nur inhaltliche Neuerungen angekündigt, sondern auch die Grafik sollte an die Hardware angepasst und beispielsweise die Texturen der PC-Version verwendet werden. Die Unterschiede zu den restlichen Fassungen sind zwar aus unserer Sicht nicht gravierend, aber zumindest bei den genannten Texturen und den Farben hat die Wii U-Version bei den Konsolen die Nase vorne. So oder so: Most Wanted U sieht richtig gut aus und die Geschwindigkeit geht auch dann nicht in die Knie, wenn auf dem Bildschirm ordentlich was los ist.
