Auch auf dem Nintendo DS schürt EA das Arcade-Feeling und hetzt euch zugleich die Polizei auf den Hals!
Need for Speed Nitro
Einen Sieg einzufahren, klingt zwar recht schwer, ist es letztendlich bei den bis zu drei Gegnern auf der Piste aber nicht. Egal ob nun auf der Bronze-, Silber- oder gar Goldklasse: Mit Bleifuß und einem gesunden Maß an Reaktionsgeschwindigkeit lässt sich jegliches im Spiel vorhandenes Fahrzeug gekonnt durch die über 30 Pisten steuern. Da können noch so steile Kurven euch bedrängen und gar Sand wie auch Matsch das Fahrzeug ins Schleudern bringen - wer hier bremst, verliert tatsächlich. Unfälle sind dennoch nicht unvermeidbar, vor allem da die Gesetzeshüter auch gerne mal eine hindernde Straßensperre aufbauen. Dank Gummiband ist das Rennen in einer solchen Crashsituation jedoch nicht unbedingt verloren, aber stets auch nie wirklich vor der Zielgeraden gewonnen! Hebt das titelgebende Nitro also auch für brenzlige Situationen auf, um bei Bedarf in einer Gerade nochmals etwas an Geschwindigkeit herausholen zu können.
Nicht immer alles allzu ernst nehmen
Need for Speed Nitro
Der Arcade-Faktor des Nitro Ablegers wird gekonnt durch das simple wie auch actionlastige Fahrverhalten, sowie dem vor allem mit den letzteren Fahrzeugen recht guten Geschwindigkeitsgefühl unterstrichen. Auch die zahlreichen Abkürzungen teils über Hinterhöfe, Baugerüste oder gar Häuser hinweg sowie witzige spielerische Einlagen wie Stunts nach einer langen Windschattenfahrt, oder wenn auf nur zwei quietschenden Reifen fahrend den Bullen an der Barrikade ein Schnippchen geschlagen wird, sorgen durchaus für Laune. Etwas aus der Reihe tanzen die aus der Wii-Version bekannten Graffitis, welche nach dem einsammeln von jeweils zwei zusammengehörigen Markern die Häuser mit eurem Zeichen verzieren, das Gebiet als eingenommen deklarieren und damit Zusatzpunkte für den Rennsieg versprechen! Darüber hinaus sorgt ein fetziger Soundtrack in bekannter Burnout-Manier für Gitarrenmucke und regelrecht zur Raserei antreibende elektronische Klänge, was dank den Mikrolautsprechern des Handhelds zwar völlig untergeht, unter Kopfhörern aber ordentlich aufblüht. Eine solche Auswahl bekommt man schließlich nur selten bei einem DS-Spiel geboten!
Need for Speed Nitro
Dennoch kann der Nitro Ableger nicht wirklich überzeugen. Trotz zahlreicher Events ist der Titel zu schnell abserviert und das Ende erreicht. Diverse zusätzliche Achievements sorgen zwar unter den Sammelwütigen für Restmotivation, doch kann das Gameplay wohl kaum einen Rennfreak allzu lange bei Laune halten. Auch die Technik kann nur bedingt überzeugen. Die Strecken rund um dem Globus von San Diego, Dubai, Rio de Janeiro, über Kairo und Singapur bis hin zu Madrid fallen sowohl spielerisch als auch optisch durchaus abwechslungsreich aus, die Grafik präsentiert das Geschehen aber nicht immer optimal und verdirbt durchaus frühzeitiges Erkennen von Hindernissen oder Kurven. Vor allem bei den hohen Geschwindigkeiten, wo die Engine auch leicht zum Ruckeln neigt, sorgen die Pixel für nicht ganz optimale Sichtverhältnisse. Darüber hinaus fällt die Kollisionsabfrage mehr als verwunderlich aus, bei der man sich nicht selten wie eine Blechbüchse fühlt, welche durch die Gegend gekickt wird. Immerhin bekommt ihr dies dank Rumble Pak Unterstützung sogar zu spüren!
