Mit dem aktuellsten Teil hat Electronic Arts zur Freude der Fans die NFS-Reihe vor dem Abgrund gerettet.
Die Technik unter der Haube
Need for Speed Shift
Da Colin McRae: DiRT 2 kurz vor Need for Speed: Shift erschienen ist, bietet sich der technische Vergleich an, obwohl beide Spiele sich thematisch stark unterscheiden. Doch immerhin zeigt sich bei beiden Racern die Cockpit-Perspektive als äußerst beeindruckend. Insgesamt macht DiRT 2 aber optisch mehr her, was vor allem an den hervorragend designten Landschaften liegt. Shift leidet ein wenig daran, dass offizielle Rennstrecken erfahrungsgemäß nur wenig hergeben und eher karg wirken. Dennoch zeigen die Kurse in London oder Tokyo, was die 3D-Engine von Shift drauf hat. Hier bietet sich der Vergleich zu Project Gotham Racing 4 nahezu an. Und auch die real existierenden Pisten wurden mit nett animierten Publikum, vorbei fliegenden Heißluftballons und ähnlichem aufgewertet. Shift ist also keinesfalls hässlich, und auch die Wagen sehen sehr realistisch aus, wobei die Vinyls und Aufkleber auf den Autos sehr schlecht aufgelöst sind.
Need for Speed Shift
Dafür punktet das Spiel mit ordentlichen Umgebungs-Texturen und einer nahezu flüssigen Performance. Zwar kommt es selten zu Rucklern, wenn man beispielsweise das komplette Fahrerfeld vor sich hat und es zusätzlich raucht und staubt, doch im Gegensatz zur miserablen Stotter-Optik des Vorgängers, spielt Shift in einer anderen Welt. Auch Pop-Ups halten sich in Grenzen, obwohl man ab und an einen Baum am Horizont aus dem Nichts auftauchen sieht. Das stört jedoch keinesfalls. Nur im Rückspiegel sind massive Verpixelungen und Pop-Ups zu sehen. Tearing oder hässliche Treppchenbildungen fallen kaum auf, was sowohl die Xbox 360 als auch die PlayStation 3 betrifft. Der PC schneidet dabei jedoch am besten ab und bietet das stimmigste Gesamtergebnis, obwohl die Unterschiede kaum zu bemerken sind. Unangenehm aufgefallen sind uns die sehr langen Ladezeiten zwischen den einzelnen Rennen, die auch nicht mit der benötigten 3,2 GB großen und 15 Minuten langen PS3-Installation behoben werden konnten. Obwohl sich der Soundtrack dieses Mal sehr zurückhält, sind die Wagengeräusche ein Traum. In kaum einem Racer hören sich die Motorensounds derart kernig und aggressiv an. Auch die Umgebungsakustik vermitteln ein rasantes Spielgefühl. Selbst die Ansagen des Mechanikers vor Rennbeginn können überzeugen, auch wenn sie sich schnell wiederholen.
