Wie bitte? Bei dem Preis des ersten Lego Zelda-Sets schlackern unserem Autor mit den Ohren.
Lego und Nintendo haben es tatsächlich getan. Nach Super Mario (hier unser Ausprobier-Test) und Animal Crossing wird die nächste legendäre Spiele-Reihe des Switch-Herstellers zu dänischen Klemmbausteinen verarbeitet. Der Preis sorgt allerdings nicht nur für Erstaunen bei unserem Autor, er dürfte auch für Millionen von Nintendo-Fans deutlich zu hoch sein.
Wie viel kostet Lego Zelda?
Als Nintendo-Fan ist man ja einiges gewohnt. Aufgrund der hohen Nachfrage und des anhaltenden Erfolgs der Switch werden Jahre alte Exklusiv-Spiele in der Regel aktuell immer noch zum Vollpreis angeboten. In Sachen Lego gestalteten sich die Preise für die Sets von Super Mario und Animal Crossing aber eher moderat.
Klar, Lego ist aufgrund der großen Popularität und der hohen Produktqualität nie besonders billig, aber wenn man etwas Geduld aufbringt, kann man sich Animal Crossing oder Super Mario wie in diesem Beispiel oft mit 25 % Rabatt unter den Nagel reißen, um die wunderschönen Sets dem heimischen Kinderzimmer oder der eigenen Lego-Sammlung zuzuführen. Nicht jedoch bei Lego Zelda.
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Das erste Set der legendären Spiele-Reihe von Nintendo ist alles andere als billig. Das Deku-Baum 2-in-1 Set erscheint am 01. September 2024 und kann für 299,99 Euro im Lego Shop vorbestellt werden. Auf Amazon ist Lego The Legend of Zelda bislang noch nicht erhältlich. Aber mal mit Verlaub: Der Preis ist eine Frechheit.
Ernsthaft, Nintendo? Wieso kostet Lego Zelda so viel?
Ich bin kein absoluter Lego-Experte. Ich habe als Kind lieber Playmobil gespielt. Aber seit der Hype um die dänischen Klemmbausteine mit der Lizenzierung von Star Wars ins Unermessliche gestiegen ist, bekomme ich schon immer mal wieder mit, wie absurd hoch die Preise für diese Premium-Boxen sind.
Egal ob es der Millennium-Falke aus der Sternensaga von George Lucas ist oder ein Turnschuh einer Firma aus Herzogenaurach. Mittlerweile wird offenbar alles als Lego-Set für Sammler herausgebracht und für Preise verscheuert, die einfach nur aberwitzig wirken. Festhalten: Das Lego Icons-Set von Bruchtal aus Der Herr der Ringe kostet derzeit auf Amazon 434,99 Euro. Und das ist sogar noch günstig. Ohne Rabatt wären 499,99 Euro fällig.
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Nun will ich Lego da keinen Vorwurf machen. Die Nachfrage regelt das Angebot und offenbar sind Fans dazu bereit, sich lieber ein paar Plastikklötzchen zu kaufen, statt eine Weltreise zu machen oder sich ein neues Auto zu kaufen. Nintendo hingegen nehme ich schon in die Pflicht. Die Japaner sind normalerweise dafür bekannt, ihre Marken zu hegen, zu pflegen und mit Argusaugen zu bewachen.
Lego zu gewähren, ein Zelda-Set auf dem Markt zu bringen, dass sich 99 Prozent aller Fans entweder nicht leisten können oder auch schlichtweg nicht wollen, hinterlässt einen mehr als faden Beigeschmack. Da mag man sich als jahrzehntelanger Nintendo-Jünger, der gefühlt schon jedes Zelda-Spiel in drei Versionen zum Vollpreis gekauft hat, dezent vergackeiert vorkommen.
Nochmals in aller Deutlichkeit: Das Set sieht wunderschön aus. Der Idee, gleich zwei legendäre Versionen des altehrwürdigen Deku-Baums zu integrieren, wohnt schon wieder diese gewisse Nintendo-Magie inne. Doch wenn man sich den Preis betrachtet, fragt man sich schon, ob Lego Zelda nicht aus Plastik, sondern aus purem Gold besteht. Nein, danke Nintendo!
