Switch 2: Rechtsstreit mit Modding-Shop endet mit 2-Millionen-Dollar-Sieg für Nintendo

News Marc Zander
Switch 2: Rechtsstreit mit Modding-Shop endet mit 2-Millionen-Dollar-Sieg für Nintendo
Quelle: Nintendo / PC Games

Der Modding-Chip-Vertriebler des Mig Switch wurde erfolgreich von Nintendo verklagt und muss die Module sofort aus dem Verkehr ziehen. Der Online-Shop ist bereits offline. Und das Signal an andere Hersteller ist groß.

Nintendo ist ja seit Jahren wegen Rechtsstreitigkeiten in den Medien und konnte dadurch etwa den Emulator Yuzu verbieten lassen. Jetzt konnte das japanische Unternehmen nach monatelangen juristischen Auseinandersetzungen einen weiteren Sieg für sich verbuchen.

Ein Gericht in Seattle verurteilte den Händler für Nintendo Switch-Modchips mit dem Namen Mig Switch zu einer Schadenersatzzahlung von zwei Millionen US-Dollar. Zusätzlich wurde dem Unternehmen eine einstweilige Verfügung erteilt, die den weiteren Vertrieb der illegalen Hardware untersagt.

Worum ging es in dem Streit Nintendo gegen Mig Switch?

Der Fall begann, als Nintendo of America den Ryan Michael Daly verklagte, seines Zeichens der Händler, der die Mig Switch Flash-Karten über den Online-Shop Modded Hardware vertrieb. Diese Mod-Chips umgehen die Schutzmaßnahmen der Konsole und ermöglichen es, Spiele ohne den Erwerb des Originalmoduls oder einer lizenzierten Kopie aus dem offiziellen Nintendo E-Shop auf der originalen Hardware zu nutzen.

Nintendo argumentierte während des Prozesses, dass Mig Switch bewusst die Software-Piraterie fördere und illegalen Handel betreiben würde, was im Umkehrschluss den Verkauf ihrer Videospiele negativ beeinflusste. Der jetzt von Nintendo erwirkte Vergleich ist zugleich eine klare Botschaft an andere Händler, die ähnliche Produkte anbieten.

Er macht deutlich, dass Nintendo weiterhin entschlossen gegen die Verbreitung von Modding-Hardware vorgehen wird. Die Strategie des japanischen Spielkonzerns zielt darauf ab, seine Plattformen Switch und Switch 2 (jetzt kaufen ) sowie die Einnahmen aus den Verkäufen von Spielen zu schützen.

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Der Gerichtsentscheid ist obendrein von großer Bedeutung, da er nicht nur die finanzielle Bestrafung in Millionenhöhe beinhaltet, sondern auch eine gerichtliche Anordnung, welche Ryan Daly, Modded Hardware und andere Unternehmen daran hindert, ihre Aktivitäten fortzusetzen. Der Online-Shop Modded Hardware musste geschlossen und alle Domains an Nintendo überschrieben werden.

Nintendo sieht den Sieg als Erfolg für die Kreativbranche insgesamt. Das Unternehmen kämpft seit Jahren gegen diese Art von illegalen Aktivitäten und konnte in der Vergangenheit bereits ähnliche Siege gegen Hacker und Mod-Verkäufer verbuchen. Daher dürften die Anstrengungen seitens Nintendo weitergehen. Nutzer des Mig Switch wurden schon vielfach von Nintendo gebannt, indem sie von sämtlichen Online-Funktionen ausgeschlossen wurden.

Quelle: via Engadget

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