Die Hölle ist leer und alle Teufel sind hier: No More Room in Hell 2 steht wieder auf der Matte und will uns alle fressen! Doch hat es dafür genug Biss? Wir konnten schon mehrere Stunden spielen und berichten in der Vorschau von unseren Erfahrungen!
Der Feind meines Feindes
Wie die Untoten um uns herum haben wir uns entschieden, dem Geräusch auf den Grund zu gehen. Je näher wir kommen, umso deutlicher wird, dass dort jemand um sein Leben kämpft. Stimmen anderer Spieler dringen zu uns durch, ihre Namen ploppen rechts am Bildschirmrand auf. Menschen! Der Proximity Voicechat lässt uns Kontakt aufnehmen, wenn wir nah genug sind, und außerdem, wenn wir uns verbünden, unabhängig von der Entfernung Kontakt halten.
Quelle: PC Games
Je mehr Ersthelfer wir zusammentrommeln können, umso höher wird die Wahrscheinlichkeit zu überleben. No More Room in Hell 2 ist darauf ausgelegt, die Koop-Erfahrung eines zusammengewürfelten Teams an Überlebenden zu simulieren, und lässt uns das an den meisten Points of Interest auch hautnah spüren.
Die Rätsel an den Stationen sind zwar nicht schwierig, aber die konstante Gefahr, zu Zombie-Futter zu werden, wenn wir zu lange stillstehen, macht es fast unmöglich, im Alleingang etwas zu reißen. Wir sind auf Deckung durch Kollegen angewiesen, auf ihre Ablenkungsmanöver, das gegenseitige Wiederbeleben.
Eine Art Waffenbrüder-Beziehung, in der wir gezwungen sind, einander zu vertrauen, entsteht aus den knapp überlebten Szenarien. Deswegen haben Torn Banner bisher auch noch keinen Einzelspieler-Modus geplant, sondern konzipieren lieber neue PvE-Modi, die die Team-Dynamiken auf andere Weisen testen.
Zum Anbeißen?
Allgemein ist zu sagen, dass die ethisch dunkleren Aspekte, die No More Room in Hell so kontrovers, aber eben auch bei der Fanbase beliebt gemacht haben, wie die Kinderzombies und die Suizidmechanik, wohl unter dem neuen Torn Banner nicht wieder auferstehen werden.
Es steckt aber trotzdem genug Schweiß, Blut und frisches Ideengut darin, um einen zweiten Teil zu rechtfertigen. Der Look überzeugt mit grausigen Splatter-Animationen und durchdachten Details in der Spielwelt, die Geräuschkulisse der Untoten jagt uns mit an unmenschlich grenzenden Schreien den ein oder anderen Schauer über den Rücken.
Quelle: Torn Banner
Gerade durch die klare Mission, als Teil der Civil Recovery Corps Überlebenden zu helfen, statt nur zu überleben, hebt sich No More Room in Hell 2 von seinen Genre-Genossen Left 4 Dead und 7 Days to Die ab und könnte so den Spaß am Gameplay-Loop, besonders, wenn man nicht auf direkte Konfrontation beharrt, lang am Leben halten. Am Kampfsystem muss allerdings dringend geschraubt werden, sonst bleibt die Reanimation des Zombie-Survivals wohl vergebens.
Das Spiel geht am 22. Oktober 2024 in den Early Access und gegen einen Preis von 30 Euro im Epic Games Store und auf Steam über die digitale Ladentheke, kostenpflichtige DLCs sind bisher keine geplant. Ob das Spiel euch die 30 Euro im aktuellen Stadium wert ist, müsst ihr aber für euch selbst entscheiden.
