Oblivion Remastered auf Switch 2: Releasetermin steht, die Performance bleibt fraglich

News Carlo Siebenhüner
Oblivion Remastered auf Switch 2: Releasetermin steht, die Performance bleibt fraglich
Quelle: pcgames.de

Bethesda bringt das Oblivion Remaster auf die Nintendo Switch 2. Jetzt steht der Release fest, die Preise auch. Doch die Performance und alte Bugs könnten Tamriel unterwegs ausbremsen.

Packt eure Sachen und streift los durch die Wildnis! Das könnt ihr jetzt sogar im doppelten Sinne machen. Das Oblivion Remaster kommt auch auf die Nintendo Switch 2. Ihr dürft jetzt also durch Tamriel streifen, während ihr auch im Real Life unterwegs seid. Nach der ersten Ankündigung Anfang des Jahres gibt es jetzt endlich ein genaues Datum für den Port.

So hat Bethesda die Switch-Version für das Oblivion Remaster für den 11. August 2026 angekündigt. Dabei dürft ihr aus zwei Versionen wählen. Die Standard-Version kostet 54,99€. Darin enthalten ist das Hauptspiel, samt den zwei größeren Erweiterungen Knights of the Nine und Shivering Isles. Es sind aber auch noch kleinere DLCs mit dabei.

Deluxe-Edition mit wenig Mehrwehrt

Für die Deluxe-Edition will euch Bethesda 64,99€ abknöpfen. Allerdings sind die Vorteile der teureren Version eher fraglich. Die bringen euch nämlich nur ein paar Rüstungen und Waffen für euch und euer Pferd. Die sind zwar in ein paar neue Quests eingebettet, aber man kann es durchaus verschmerzen, sie nicht zu haben. Denkt auch daran, dass es beim Oblivion Remaster keine deutsche Sprachausgabe gibt. Die gab es zwar im Original, aber da man neue Dialoge hinzugefügt hat, sparte sich Bethesda den Aufwand, diese neuen Dialoge auch im Deutschen zu vertonen.

Ein mittelalterliches Lager in der Abenddämmerung. Quelle: PC Games Hardware Wie viel der hübschen Lichtstimmung ihren Weg in den Switch-Port schafft, ist fraglich. Spannender wird die Frage nach der Performance. Das Oblivion Remaster ist ein richtig schickes Spiel geworden. Allerdings ist es auch ganz schön hardwarehungrig. Selbst im Leistungsmodus auf PS5 und Xbox Series rutscht die Framerate gerne mal unter die angepeilten 60 FPS. Auf dem PC bringt das Remaster auf den höchsten Einstellungen sogar High-End-PCs ins Schwitzen.

Wie gut läuft es auf der Switch 2?

Da fragt man sich natürlich, wie das auf einer Nintendo Switch 2 überhaupt laufen soll. Die steht leistungstechnisch irgendwo zwischen einer PS4 Pro und einer Xbox Series S. Auf letzterer läuft das Spiel zwar auch, aber eben noch gerade so. In unserem Test auf dem vergleichbaren Steam Deck konnte das Oblivion Remaster nicht sonderlich überzeugen. Mit 400p Auflösung und niedrigen Grafikeinstellungen zuckelte sich das Spiel halbwegs spielbar über den Bildschirm.

Schaut man sich die wenigen Gameplay-Szenen an, die uns Bethesda jetzt im finalen Ankündigungstrailer zeigt, dann verheißen die wohl nichts Gutes. Auch dort sieht man eine sehr wackelige Framerate und eine Menge Artefakte, die wohl vom starken Einsatz von DLSS kommen. Hier könnte die Switch 2 aber auch eine Stärke ausspielen, schließlich ist es die einzige Konsole, die über Nvidias mächtigere Upscaling-Technologie verfügt. Schaut einfach mal selbst rein. Das Gameplay startet ab 1:40.

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Dazu kommt dann auch noch das Thema der Bugs. Das Oblivion Remaster übernimmt viel aus seiner Grundlage - kein Wunder, schließlich steckt im Unterbau einfach das Originalspiel. Das bedeutet aber auch, dass es viele der kleinen Fehlerchen, Glitches und Exploits auch ins Remaster geschafft haben. Das gehört zwar auch irgendwie zum Charme des Spiels, kann aber auch mal problematisch werden.

In der Release-Version konnten etwa Quests nicht mehr gelöst werden, NPCs haben sich immer wieder verhakt und Mechaniken haben nicht korrekt funktioniert. Vieles davon ließ sich mit Neuladen eines älteren Spielstands beheben. Nervig ist es trotzdem. Das Problem dabei ist, dass Bethesda die Behebung dieser Probleme eher stiefmütterlich angegangen ist.

Auf PC, PS5 und Xbox Series wurden nach Release lediglich zwei Patches nachgeliefert und dann war Schluss. Wie ihr euch denken könnt, haben diese Patches bei weitem nicht alle Bugs und Performance-Probleme beseitigt. Viele Fans fordern daher bis heute lautstark weitere Patches, anstatt noch mehr Ports.

Es bleibt zu hoffen, dass Bethesda es ähnlich handhabt, wie THQ. Die haben ihrem Switch-Port von Gothic 1 jetzt auch noch mal einen umfassenden Patch spendiert, im Zuge der Veröffentlichung auf PS5 und Xbox Series. Ob das aber so passiert, muss sich noch zeigen.

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