Graphics
Altes und Neues findet man in einem gewohnten Capcom Spiel wieder. Wobei wir das alte auf die gerenderten Hintergründe beziehen müssen wie sie schon in Resident Evil existieren, und neues auf die CG-Movies in bisher nie dagewesener Qualität wie sie bisher nur The Bouncer noch bieten kann. Sie zeugen von einer Schärfe und geradezu penieblen Detailreichtum die schon fast von einem richtigen Film kaum zu unterscheiden sind. Alleine schon die Gesichtszüge,feinen Haare und Klamotten der einzelnen Figuren sind eine Augenweide. Bei der InGame-Grafik sieht das ganze schon ein wenig anders aus. Man versuchte aber den Unterschied zwischen CG-Movie und Spielegrafik so gering wie möglich zu halten, was ihnen auch recht gut gelang. Hier Griff man bekanntermassen auf die gewohnten gerenderten Hintergründe a la Resident Evil zurück. Diese sind aber viel aufwendiger und nicht ganz so starr gestaltet. Im Gegenteil sie sind sogar teilweise in Echzeit berechnet (Background-Elemente wie Bäume, Wasserfälle, etc.). Warum Capcom keine komplett interaktiven Hintergründe verwendete können sie nur selber beantworten, denn die Leistung interaktive Hintergründe darzustellen hat ja die PS2. Die Hauptfigur Samanosuke (bestehend aus mehr als 10.000 Polygonen) wird vom berühmten, japanischen Schauspieler Takeshi Kaneshiro gespielt (Motion-Capturing) und bewegt sich dementsprechend auch äusserst geschmeidig. Auch der Schatten des Akechi und anderer Charaktere, den kaum ein Mensch in einem Spiel beachtet, bewegt sich so wie die Lichtverhältnisse es zulassen flüssig mit. Im übrigen seht ihr im eigentlichen Spiel jede Veränderung an der Person selbst sowie an der tragenden Waffe sobald ihr dessen im Optionsmenü ein Upgrade vollzogen habt.
Sound
Hier kann ich euch nur sagen - schliesst unbedingt eure Anlage an! Das was hier im feinsten Dolby Surround aus den Boxen kommt, kommt vom selben Symphonie-Orchester wie in Capcom's Horror-Stories! Von Klassik bis zu den typischen Japanischen Klängen ist alles vertreten um eure Ohren zu verwöhnen. Im übrigen habt ihr in den Filmsequenzen sowie im Spiel selbst eine perfekte Sprachausgabe.
Endfazit:
Eigentlich bedarf es hier kaum sonstiger Worte den Onimusha ist endlich eines der Games die geradezu erschaffen worden sind die PS2 zu präsentieren. Was am Anfang garnicht so grafisch beindrucken vermag entwickelt sich immer mehr zu einem Augenschmaus erster Güte. So schön gezeichnete japanische Zimmer,bewegende Schatten und Lichteffekte gab es in meinen Augen noch nicht zusehen. Unabhängig davon wurde dieser Titel auf der SIGGRAPH 2000 für die beste Grafik ausgezeichnet - nur warum wurden vorgerenderte Hintergründe (teilweise Interaktiv) verwendet? Capcom hätte diesbezüglich ruhig noch ein paar neue Innovationen und Ideen reinbauen können, denn die PS2 kann mit Sicherheit mehr. Ist aber auch egal, denn die Story und das Intro sind äusserst interessant und sehr gut inszeniert, Charaktere und dessen Design schön anzusehen und tief, ansprechende Rätsel gut verteilt sowie geht die Steuerung leicht von der Hand. Was will man denn mehr. Da ist es ja auch kaum wunderlich das Teil 2 von Onimusha schon längst in der Mache ist. Im übrigen lässt sich das Spiel im Optionsmenü (ersten beiden nach rechts stellen) zusätzlich auch auf Englisch in Sprache sowie Untertitel stellen, womit sich die Importfassung auch uneingeschränkt (soferner guter Englischkenntnisse) empfehlen lässt.
KM/Gamezone
