Das neue Quest-System, über 280 Pals und komplexer Basenbau: Palworld 1.0 überzeugt, kämpft aber weiter mit KI-Problemen.
Neueinsteiger werden mit der 1.0 sicherlich besser zurechtkommen. Die Early-Access-Fassung hat Spieler nicht unbedingt vor gewaltige Herausforderungen gestellt, aber immerhin wird man nun etwas angeleitet. Dafür ist das neue Quest-System verantwortlich. Das dient nicht nur als Anleitung, sondern gibt dem Spiel einen roten Faden.
Eine tiefgreifende Story hat das Spiel zwar immer noch nicht, aber immerhin kann man sich nun an ein paar Aufgaben entlanghangeln. Am Ende wartet dann endlich der Weltenbaum, der bisher zwar immer sichtbar, nicht aber begehbar war.
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Gotta enslave 'em all
Ob man der Story nacheifert oder nicht, bleibt weiterhin jedem selbst überlassen. Im Kern ist und bleibt Palworld kein Story-Game. Es ist eine große Sandbox, die mit Story-Elementen geistige Dürrephasen überbrücken soll. Denn wie wir in den letzten Monaten schon merken durften, haben unterschiedliche Spieler auch unterschiedliche Spielweisen. Und genau hier punktet Palworld.
Quelle: PC Games
Jedes Pal hat unterschiedliche Eigenschaften. Die nutzen wir in unserer Basis aus.
Auf der Hand liegt zunächst die Jagd nach den stärksten Pals, um entweder den Paldex aufzufüllen oder ein unbezwingbares Team zusammenzustellen. Mit über 280 verschiedenen Pals wird auch der Entdeckergeist geweckt.
Mit jeder neuen Region und jedem weiteren Levelaufstieg wächst die Freude am Fangen der bunten Monster. Gewaltige Gegner, denen man anfangs lieber aus dem Weg geht, sind irgendwann nur noch kleine Hindernisse. Bis es so weit ist, muss man aber ordentlich klotzen.
Wer es gerne etwas schwieriger mag, der schnappt sich halt ein paar Waffen und zieht allein in das Abenteuer. Einfacher und deutlich sinnvoller ist es aber, ein vielfältiges Team bei sich zu haben.
Wie man es von anderen Spielen mit kämpfenden Monstern kennt, haben diese unterschiedliche Typen, die im Schere-Stein-Papier-Prinzip mal besser und mal schlechter gegen die Gegner ankommen. Obendrauf haben sie auch noch individuelle Eigenschaften und Werte - Klassiker wie Angriff, Verteidigung, Leben und so weiter.
Die passiven Skills sind wohl das Hauptaugenmerk vieler Pal-Trainer. Hier stellt sich heraus, ob man es mit einem Arbeitstier, einem Kämpfer oder einem Feigling zu tun hat. Insgesamt gibt es über 100 verschiedene Eigenschaften, die am Ende darüber entscheiden, ob man ein schlagfertiges Team voller mächtiger Kämpfer oder nur eine Truppe von Schlaffis hat.
Für Casual-Spieler ist das in der Praxis gar nicht soooo wichtig. Wer sich in solchen Dingen aber gerne verliert, der wird hier ordentlich zu tun haben und seine Freude daran finden.
Quelle: PC Games
Auch in der Vollversion reicht es ein paar Meter neben dem Fließband zu stehen, um zu arbeiten.
Palwork hard for the money
Gleiches gilt übrigens auch für die Basis. Auch hier sollten nur die performantesten Pals eingesetzt werden, die unsere Industrie am Laufen halten. Hier machen sich die passiven Eigenschaften deutlich stärker bemerkbar. Hat man einen Faulpelz am Fließband, wird die Produktion schnell zur Qual. Erst recht, wenn der dann auch noch anfängt, alle Vorräte wegzufressen, statt zu arbeiten.
In unserer Basis beziehungsweise unseren Basen sind unsere bunten Freunde nämlich nicht nur zu Hause, sondern gehen auch zugewiesenen Aufgaben nach. Jeder unserer Arbeiter hat dabei eine oder mehrere von 13 Arbeitseignungen. Die geben vor, in welchen Bereichen die Viecher eingesetzt werden können - also Handwerk, Bewässerung, Transport und so weiter.
Hier ergibt sich also der Aufbau- und Wirtschaftsaspekt in Palworld. Und der kann richtig Spaß machen ... wenn denn alles so läuft, wie es soll.
Im Early Access wie auch in der Vollversion läuft die Camp-Organisation immer noch nicht ganz rund. Pals können sich verletzen, krank werden, sogar Burnout haben - das sind alles nette Elemente, gegen die man schnell eine Lösung findet. Nerviger wird es, wenn die Viecher aus irgendwelchen Gründen den Dienst verweigern und einfach nur in der Gegend herumstehen.
Selbst die dafür geschaffene Aufsichtskanzel funktioniert nicht immer reibungslos. Die wurde eigentlich genau dafür in das Spiel eingebaut. Pals sollen konkret ihren Aufgaben zugeteilt werden. Doch manche Pals stellen sich einfach stur.
Quelle: PC Games
DIe Vielzahl an Pals macht unsere Basis abwechslungsreich, kann unseren PC aber auch in die Knie zwingen.
Immerhin arbeiten sie mittlerweile nicht mehr aus dem Homeoffice an den Fließbändern. Waren Arbeitsstätten nicht erreichbar, jammerten die Pals entweder herum oder standen in der Gegend und waren in einer Arbeitsanimation gefangen, obwohl sich die Arbeitsstätte eben woanders befand. So ganz sauber läuft das immer noch nicht - hin und wieder glitchen die Viecher einfach an die richtige Stelle, aber immerhin stehen sie jetzt öfter direkt am Ort des Geschehens. Die entsprechende Bauweise ist hier nun mal das A und O.
