Planet Zoo: Putzig und doch tiefgründig - E3-Vorschau zur Aufbausimulation
Special
Kurz vor der E3 waren wir bei Frontier Developments zu Besuch und durften als einziges deutsches Medium uns die Messe-Präsentation anschauen und mit den Entwicklern plaudern. Wie viel Potenzial die nächste Aufbausimulation der Planet-Coaster-Schöpfer ist, sagen wir euch in unserer Vorschau.
Es gibt Entwickler, die eine ungeahnt lange und ebenso bewegte Geschichte haben. Zu diesen Studios gehört auch Frontier Developments, das seinen Sitz in der berühmten englischen Universitätsstadt Cambridge hat. 1994 von Elite-Schöpfer David Braben gegründet, blickt das Studio bereits auf 25 mehr oder minder erfolgreiche Jahre zurück. Vor allem der Anfang war wegen des etwas zu früh veröffentlichten Elite-Nachfolger Frontier: First Encounters nicht gerade rosig, doch spätestens durch die Mitarbeit an der mehrfach ausgezeichneten Rollercoaster-Tycoon-Reihe etablierten sich die Briten zu einer festen Größe in der Spieleindustrie. Ebenso gab es auch in der letzten Zeit genügend Gründe zum Feiern. Mit Planet Coaster und Jurassic World Evolution hat Frontier Developments zum Beispiel zwei der beliebtesten Aufbausimulationen entwickelt und auch selbst herausgebracht. Nun möchten die Briten mit Planet Zoo (jetzt kaufen / 40,49 € ) die erfolgreiche Formel aus Bedienungskomfort, Tiefgang und Wuselfaktor fortsetzen. Wir waren bei den Entwicklern zu Besuch und haben als einziges deutsches Medium den Tierparksimulator noch vor der E3-Messe präsentiert bekommen. Sein Release soll Planet Zoo bereits am 5. November feiern.
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Achterbahn mit Dinos
Quelle: Frontier Developments
Dank einer einzigartigen DNA sehen alle Tiere im Park leicht unterschiedlich aus.
Planet Zoo kann man am besten als eine Mischung aus Jurassic World Evolution und Planet Coaster beschreiben. Das große Alleinstellungsmerkmal der Aufbausimulation ist ihre fortgeschrittene Tier-KI, doch im Vergleich zum Dino-Spiel wollen die Entwickler uns weitaus mehr Möglichkeiten geben, unser Zoo zu gestalten. So stehen uns deutlich mehr Gebäudearten als in Jurassic World Evolution zur Verfügung, mit denen wir die Attraktivität unseres Tierparks steigern - etwa viele unterschiedliche Verkaufsstände sowie Restaurants. Am wichtigsten ist es aber, dass unsere Gäste sich insgesamt wohl in unserem Park fühlen. So müssen wir zum Beispiel auf die Laufwege achten und ebenso darauf Rücksicht nehmen, dass manche Gebäude nicht gesehen werden wollen. Zu diesen gehört etwa das Haus des Zoowärters. Ohne die Zoowärter würden die Tiere aber verhungern und auch ebenso schlecht wäre es um ihre Gesundheit bestellt. Das Problem können wir in Planet Zoo mit "Nur für Mitarbeiter"-Schildern umgehen, die dafür sorgen, dass Gäste bestimmte Areale nicht betreten. Jedoch ist es auch wichtig, dass die Zoowärter keine weiten Wege zu den Tiergehegen laufen müssen. Sonst werden unsere Mitarbeiter nämlich unnötig gestresst und mit der Zeit auch unzufrieden. Ihr merkt: Wie schon in den anderen Aufbausimulationen von Frontier Developments, müssen wir in vielen Bereichen die richtige Balance finden.
Kletterparcours für Affen
Da wir es zudem im Spiel mit vier unterschiedlichen Klimazonen zu tun bekommen, müssen wir uns auf stets neue Herausforderungen einstellen. In einer Winterlandschaft dürften sich die Nöte und Wünsche unserer Gäste stark von denen eines Savannenparks unterscheiden. Das gilt natürlich auch für unsere Tiere. Die genaue Anzahl der unterschiedlichen Arten hat Frontier Developments zwar noch nicht verraten wollen, aber wir gehen hier anhand der Präsentation von einer großen Vielfalt aus - wir haben in Cambridge etwa Giraffen, Löwen, Bären, Krokodile und Affen gesehen. Alle Tierarten haben eine spezielle KI, die nicht nur ihre Bewegungsabläufe bestimmt, sondern ebenso die Dinge, die für ihre Zufriedenheit wichtig sind. Es gibt etwa Herdentiere wie Springböcke, die wir nicht alleine in einem Gehege unterbringen sollten. Reptilien wie etwa Krokodile wollen stattdessen aber ihre Ruhe haben und freuen sich nicht so sehr über andere Artgenossen in ihrem Revier. Auch müssen wir auch auf die Nahrung achten und ebenso auf die Gestaltung der Gehege. Letzteres spielt bei den Affen eine große Rolle, da die Primaten sich schnell langweilen. Hier können wir zum Beispiel ganz individuell Kletterparcours erstellen und darauf hoffen, dass die Affen die Hindernisse bewältigen können.
Quelle: Frontier Developments
Primaten wie Schimpansen wird es im Gehäge recht schnell langweilig. Wir können aber individuelle Kletterparcours für sie bauen und sie so beschäftigen.
Wuselfaktor
Uns hat bei der Präsentation nicht nur der hohe Anspruch an die Simulation eines realistisch wirkenden Tiergartens gefallen. Auch die Optik von Planet Zoo hat uns fast schon umgehauen. Die Tiere bewegen sich in ihren Gehegen ungemein natürlich und sehen dabei auch noch richtig putzig aus. Dabei unterscheiden sich die Tiere innerhalb einer Gattung leicht, sodass man mit der Zeit die einzelnen Bären, Giraffen und Löwen leicht wiedererkennt. Beeindruckt waren wir in puncto Grafik zudem noch davon, dass wir in Planet Zoo alle Gebäude betreten können und etwa den Zoowärtern dabei zuschauen können, wie sie Futterportionen für die Wölfe zubereiten.Insgesamt sind wir nach der Präsentation guter Dinge, dass Planet Zoo eine ausgezeichnete Aufbausimulation wird. Zum einen geben die Entwickler uns viele Optionen zur individuellen Gestaltung eines Tierparks und sorgen mit den unterschiedlichen Klimazonen sowie der Vielzahl der Tiere für richtig viel Abwechslung. Zudem sieht das Spiel klasse aus und was eine gute Bedienung angeht, genießt Frontier Developments dank Jurassic World Evolution und Planet Coaster unser vollstes Vertrauen. Wer also Lust hat, ein eigenes Zoo zu errichten, sollte sich für den November Planet Zoo unbedingt vormerken.
