Schlüpfe in die Rolle von Hugh Heffner und baue das Playboy Imperium nach deinen Wünschen auf.
Oben ohne Foto!
Eine Photosession
Denn so paradox es klingt, es spielt keinerlei Rolle wie die Fotos aussehen die wir schießen, einzig der Bekanntheitsgrad des Promis zählt. Auch fragen wir nicht näher nach, wozu wir einen Fotografen anstellen müssen, wenn wir die Fotos dann doch selber schießen? Generell machen wir die ganze Arbeit selbst und unser Fotograf läuft arbeitslos in der Gegend herum. Kündigen wir ihn aber, können wir auch keine Fotos mehr schießen.
Haben wir also ein Playmate überredet für das Centerfold zu posieren, oder eine Prominente für das Coverphoto, dürfen wir noch den Ort des Geschehens wählen und sehen auch schon unser Playmate vor der Linse posieren. Völlig ungeniert dürfen wir ihr auch das Oberteil ausziehen, was sie kein bisschen stört und sie munter weiter posieren lässt. Haben wir unseren Film mit den acht Fotos voll, endet die Session automatisch und wir können im Playboy-Manager Bildschirm das passende Foto auswählen.
Viel Playboy aber wenig Gameplay
Der Hef-Bildschirm
Spätestens wenn man das zweite Magazin auf den Markt geworfen hat beginnt sich das Gameplay von Playboy the Mansion zu wiederholen. Kaum ist die Zeitschrift auf dem Markt geht das Spiel um das Besorgen der Artikel und Fotos wieder von Vorne los. So besteht das Spiel aus einem endlosen Kreislauf aus Party veranstalten, Leute anmachen, Interviews erbetteln und Fotos schießen. Um den Spieler trotzdem bei der Stange zu halten gibt es eine Unmenge an Material freizuschalten. Dies reicht von immer attraktiveren Einrichtungsgegenständen die zur Unterhaltung der Gäste dienen bis hin zu den original Centerfolds und Coverphotos des Playboys.
Technisch unausgereift
Aber nur mit Höschen
Zwar funktioniert die PC-Version um einiges besser als die schlampig angepassten Konsolenbrüder, allen voran gibt es in der deutschen PC-Version auch wirklich nur deutsche und keine französischen Menüs zu sehen, trotzdem kämpft auch das PC-Pendant mit einer recht unwilligen Steuerung. Besonders wenn unsere Charaktere vor dem Ausführen eines Wunsches den Ort wechseln müssen, und wenn es nur das andere Ende des Zimmers ist, vergessen sie gerne was ihnen aufgetragen wurde. Da wir unseren Hef am PC nicht direkt mit der Maus steuern, sondern ihm einfach den Zielpunkt angeben, passiert es am PC sogar noch öfter als auf der Konsole, dass wir das Ziel nie erreichen. Denn steht uns auch nur für einen Moment eine Person oder ein Objekt im Wege, bleibt Hef stehen und weiß nicht mehr was zu tun ist. Gleiches passiert wenn man beispielsweise ein Gespräch anderer Personen unterbrechen will, was nur manchmal funktioniert, oder wenn man "auf der Couch" oder "auf dem Bett" kuscheln will. Meist schaft es Hef selbst zwar die Lokalität zu erreichen, seine Angebetete aber verläuft sich fast immer und will am liebsten ins Bett getragen werden.
Doch auch die generellen Spielfunktionen hinterlassen nach erfolgreichem Beenden des Missionsmodus einen nicht ganz ausgereiften Eindruck. So muss man sich im freien Spiel alle bereits in der Mission freigeschalteten Dinge noch einmal erarbeiten, was schon ärgerlich genug ist. Viel unverständlicher aber ist die Belohnung die nach dieser ausgeschüttet wird, die man aber nirgendwo mehr ausgeben kann. Was also mit der Belohnung anfangen?
