Pokémon Schwarz & Weiss 2 im Gamezone-Test: Erneut wird uns ein solides RPG-Erlebnis geboten

Test Pit Hermes

Zwei Jahre sind nun seit dem Release von Pokémon Schwarz und Weiss ins Land gezogen. Die Pokémon-Editionen der fünften Generationen konnten durchweg positiv überzeugen, dementsprechend war eine Ankündigung einer traditionellen Spezialedition nur Formsache. Lest in unserem Test was für von den neuen Spezialeditionen halten.

Seit dem Boom um die Jahrtausendwende scheint die Pokémon-Marke nun einen neuen Aufschwung zu erleben, nicht nur dass die Anime-Serie mit neuen Episoden am Fließband versorgt wird, auch der Nachschub an Videospielversoftungen könnte besser kaum sein; alleine in diesem Jahr wurde man wieder regelrecht mit neuer Pokémon-Software bombardiert; Wii-User durften mit PokéPark 2 neue Abenteuer erleben, Kämpfernaturen nahmen sich Super Pokémon Rumble auf dem 3DS vor, währenddessen angehende Buchhalter und Sekretären das Tippen mit dem Pokémon Tastenabenteuer für den Nintendo DS lernen. Dass es nun gleich zwei Spezialeditionen zu Schwarz und Weiss gibt, ist demnach eine kleine Überraschung, schließlich vermutete man eher eine Spezialedition mit dem Namen Grau. Dem ist aber nicht so und so geht die Sammelhatz in eine neue doppelte Runde, und das auch noch auf dem Nintendo DS: da die 2010er Haupteditionen auf dem DS erschienen, setzte man Schwarz 2 & Weiss 2 auch auf dem betagten Handheld um, dennoch bringt es so einige Vorteile die Spiele auf einem 3DS zu spielen, dazu mehr in unserem Test. Anzumerken ist auch dass es sich nicht um Spezialeditionen im eigentlichen Sinne handelt, die Story unterscheidet sich stark von der des Vorgängers und zahlreiche Ereignisse sind gänzlich neu.

Auf ins Abenteuer

Pokémon Schwarz & Weiss 2. (11) Quelle: Nintendo Pokémon Schwarz & Weiss 2. (11) Bei Pokémon Schwarz 2 & Weiss 2 handelt es sich also wieder um rundenbasierte Rollenspiele die in der Einall-Region spielen. Die Handlung spielt übrigens rund zwei Jahre nach den Geschehnissen der beiden Haupteditionen. Trotz der unzähligen Neuerungen bleibt das Spielziel ähnlich wie schon vor über 10 Jahren auf dem Game Boy; man beginnt ein Abenteuer, vervollständigt den PokéDex und wird in der Pokémon Liga zum ultimativen Champion gekürt. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg der seinen Anfang im beschaulichen Ort Eventura nimmt. Genanntes Dorf ist der Startpunkt des Abenteuers und ist im Übrigen ein gänzlich neuer Ort den es beim Vorgänger noch nicht gab. Wie immer wählt man sich eines von drei Starter-Pokémon aus welche dem Typ Feuer, Wasser oder Pflanze zugeordnet sind. Auch gibt man wieder seine Personalien ein (Name) und wählt sein Geschlecht, man kann also wahlweise auch wieder einen weiblichen Charakter wählen. Ihr könnt euch dann noch in eurem Zimmer umsehen, die Uhr wird dann von der NDS-Systemsteuerung aufgenommen. Dann könnt ihr die Wohnung verlassen und das Abenteuer kann beginnen indem man sich erst einmal mit den leicht zugänglichen Grundlagen vertraut macht.

Zu Spielbeginn nimmt man Kontakt mit einem Mädchen namens Bell auf. Auch trifft man den Rivalen Matisse mit welchem man erstgenannten Charakter aufsucht. Von Bell erhält man schließlich den PokéDex und folgerichtig auch ein erstes, kampfbereites Pokémon. Nach dem Erhalt dieses kann man dem ausgewählten Pokémon auch einen Spitznamen geben, ehe man vom Rivalen Matisse zu einem Kampf aufgefordert wird. So kommt man erstmals in den Genuss eines Kampfes bei welchem das Game vom Spielbildschirm in den Kampfbildschirm wechselt. Auf dem Top Screen sieht man die kämpfenden Pokémon und die Statuswerte, vom unteren Touchscreen steuert man das Spielgeschehen. Mit dem von euch ausgewählten Pokémon könnt ihr nun auch sofort loslegen und eure erste Attacke starten. Pokémon sind Lebewesen mit denen man gegen die anderer Trainer antritt, dies nur als Randnotiz für die Neueinsteiger. Ein Kampf endet sobald die Energie-Anzeige der Pokémon auf null sinkt bzw. bis alle Pokémon eines Gegners eliminiert sind, schließlich kann man ganze sechs Pokémon mit auf Reisen nehmen.

Pokémon Schwarz & Weiss 2. (10) Quelle: Nintendo Pokémon Schwarz & Weiss 2. (10) Besiegen tut ihr das gegnerische Pokémon mit den bis zu 4 verschiedenen Attacken bei denen man zwei Typen unterscheidet: direkte und indirekte. Direkte Attacken verletzten den Gegner auf der Stelle; der Energiebalken verringert sich folgerichtig sofort. Bei indirekten Attacken kann man mit gekonnter Strategie den Gegner ausschalten, beispielsweise ihn mit einer Giftattacke vergiften oder auch verwirren. So treffen einen die gegnerischen Attacken nur noch selten oder der Gegner verliert pro Runde einige Kraftpunkte. Hat man ein schwaches Pokémon mit guter Ausdauer, ist dies dementsprechend zu nutzen. Man kann dem RPG-lastigen Kampfsystem sogar viel Tiefgang attestieren. Pokémon besitzen einen Level zwischen 1 und 100, mit den richtigen Attacken und der entsprechenden Strategie lassen sich auch Pokémon ausschalten die rund ein halbes Dutzend mehr an Level haben. Das Kampfsystem ist leicht zugänglich und geht fix ins Blut über, so wird man auch schnell den Weg ins Spiel finden, dafür sorgen auch die vielen ansprechbaren Leute in der Einall-Welt die einem mit Tat und Rat zur Seite stehen, sei es nun um im Spiel weiter fortzuschreiten oder um einige Kampftricks zu erhalten.

Die Grundstory ist festgelegt und unterscheidet sich von der des Vorgängers. Zwischenfälle sind aber selbstverständlich mit eingebaut um dem Spiel auch die nötige Abwechslung zu geben. Es gibt viele nebensächliche Aufgaben welche für die nötige Langzeitmotivation sorgen. Erstmal, um überhaupt die Pokémonliga besuchen zu können, benötigt ihr 8 Orden. Orden bekommt man wenn man die örtlichen Arenen herausfordert und schlussendlich den Arenaleiter besiegt. Nach Erhalt der acht verschiedenen Orden erhält man die Befugnis um an der Liga teilzunehmen. In dieser Kompetition wird der Sieger in 4 KO-Runden ermittelt, ehe man auf den aktuellen Champion trifft. Die Liga ist auch deutlich schwerer als die vorherigen Kämpfe. Die Einall-Region liegt an der Meeresküste und verfügt über rund 20 Ortschaften. Prunkvolle Hauptstadt ist die Hafenstadt Stratos City, welche mit ihren Einkaufsmeilen und Wolkenkratzern aufwartet. Andere Ortschaften liegen im Gebirge, wiederum andere in Wäldern. Dies ist insofern wichtig, da die Umgebungen uns auch viel über die Typen der anzutreffenden Pokémon verraten.

Pokémon Schwarz & Weiss 2. (6) Quelle: Nintendo Pokémon Schwarz & Weiss 2. (6) Generell wird in Städten nicht gekämpft, Ausnahmen bilden natürlich die Pokémon Arenen und andere Kampfanstalten. Im Spielverlauf trifft man aber auch auf Team Plasma und muss sich dieser Organisation in Kämpfen stellen. Zwischen den verschiedenen Städten liegen unzählige Routen in denen es nur so von Trainern wimmelt mit denen man sich messen muss. Mit zunehmenden Kämpfen levelt man die teilnehmenden Pokémon auf. Neben Trainern gibt es in vielen dichten Wiesen aber auch wilde Pokémon anzutreffen, diese kann man fangen, man benötigt hierzu aber Pokébälle, welche man in den Städten erwerben kann. Um ein gegnerisches Pokémon zu fangen, muss man es schwächen, dies tut man in dem man seine Kraftpunkte verringert. Wirft man einen Ball ist das noch lange keine Erfolgsgarantie; am besten verändert man auch noch den Status des zu fangenden Pokémon indem man es zum Beispiel mit Eis-Attacken erfrieren lässt. Hat man weniger als 6 Pokémon, wird das Gefangene sofort ins Team mit eingebunden, andernfalls wird es auf einem Server hochgeladen. Um auf diesem Zugriff zu bekommen muss man nur ein Pokémon Center aufsuchen, welche es in jeder Stadt gibt.

Sowieso ist der Besuch in genannten Gebäuden absolut notwendig, denn nach den Kämpfen mit kampfwilligen Trainern erleidet man meistens auch Schaden. Arenaleiter bevorzugen einen bestimmten Typ von Pokémon und sind in der Regel auch deutlich stärker als normale Trainer und noch viel stärker als wilde Pokémon. Pokémon sind in Typen eingeteilt: Wasser, Feuer, Pflanzen, Elektro, Geist, Boden, Psycho, Kampf, Stahl, Eis, Flug und Normal, die keinem bestimmten Typ zuzuordnen sind. Wasser-Pokemon sind im Vorteil gegenüber Feuerpokemon, die im Gegensatz zu Pflanzen. Mit diesem "Stein, Schere, Papier"-System gewährleistet man einen taktischen Tiefgang, folgerichtig levelt man besser mehrere Pokemon auf, als nur eines, da man so auf alle Typen von Arenen und Trainer vorbereitet ist. Im Endeffekt hat man also mehr davon sich ein schlagkräftiges Team aufzubauen als nur ein Pokémon aufzuleveln. Unter dem Energie-Balken mit den Kraftpunkten befindet sich ein weiterer AP-Balken. Sobald man ein anderes Pokemon bezwingt, erhält man solche AP-Punkte die den Balken nach und nach auffüllen. Ist dieser voll, erreicht man ein neues Level, jetzt steigt die Angriffstärke, die Defensivleistung, der Initiativwert und die Zahl der Energiepunkte. Der Initiativwert entscheidet wer einen Kampf beginnen und somit als erstes am Zuge ist. Maximal kann man das Level 100 erreichen, was natürlich lange andauert aber in der Story auch nicht notwendig ist.

Pokémon Schwarz & Weiss 2. (1) Quelle: Videogameszone.de Pokémon Schwarz & Weiss 2. (1) Auf der Reise wird man auch auf zahlreiche zu erfüllende Aufgaben stoßen, sei es nur einem Trainer bei der Suche nach seinem Pokémon zu helfen oder aber auch das Verfolgen des genannten Team Plasma, die sich neuerdings in zwei Lager gespalten haben. Was natürlich in einem RPG nicht fehlen darf sind die langzeitmotivierenden Sidequests. Glücklicherweise sind diese zahlreich vertreten, sei es Höhlen unter dem Boden oder versteckte Ecken wo ihr durch Rätseleinlagen an einige nützliche Items kommt. Mit Items könnt ihr im Kampf eure Pokémon unterstützen, wie zum Beispiel mit dem Trank mit dem man verlorene Kraftpunkte wiederherstellen kann. Da Einall-Region bietet darüber hinaus auch noch zahlreiche Attraktionen in denen man Spaß haben kann; im PokéWood kann man kleine Filme erstellen, in der Einklangpassage kann man sehr seltene Items erwerben und beim Pokémon World Tournament in Marea City kann man spezielle Herausforderungen annehmen, darunter auch Dreierkämpfe mit bis zu sechs Pokémon. Weiteres tolles Feature an diesem Wettbewerb ist, dass man sich mittels Nintendo WiFi-Connection neue Kampfgegner laden kann, dabei handelt es sich um Arenaleiter aus der Vergangenheit aber auch um Teams der bisherigen Pokémon-Weltmeister!

  1. Seite 1 Auf ins Abenteuer
  2. Seite 2 Unterschiede der beiden Spezialeditionen & Fazit
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