Pokémon TCG: Neue Anti-Scalper-Methode könnte den Markt nachhaltig verändern

News Sebastian Glanzer
Pokémon TCG: Neue Anti-Scalper-Methode könnte den Markt nachhaltig verändern
Quelle: TPC

Im Kampf gegen Scalper greifen Einzelhändler zu einem simplen und zugleich genialen Trick, der Fans des Pokémon-Sammelkartenspiels Hoffnung macht.

Das Pokémon-Sammelkartenspiel dreht sich schon seit Längerem nicht mehr ums Spielen oder Sammeln, sondern vornehmlich um das Geschäftsmodell dahinter. Privatpersonen versuchen sofort, jedes neue Produkt aus Läden und Online-Shops abzugreifen, um die versiegelte Ware später für einen deutlichen Aufpreis zu verkaufen.

Das Scalper-Problem im Pokémon-TCG hat dermaßen Überhand genommen, dass in Japan besondere Verkaufsmethoden für Pokémon-Karten getestet werden und sich mittlerweile sogar Videospiele um Scalper drehen. Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, greifen Einzelhändler in den USA jetzt zu drastischen Mitteln, die vielleicht auch bald bei uns angewendet werden könnten.

Geniale Idee gegen Scalper

Erwachsene Personen stürmen frühmorgens den Laden, prügeln sich um Ware und packen so viele Pokémon-Produkte wie möglich in den Einkaufswagen - dieses Szenario soll bald der Vergangenheit angehören. In den USA setzt die Einzelhandelskette Target seit Kurzem eine simple und zugleich geniale Methode gegen Scalper um. Die Produkte werden leicht geöffnet, um das Geschäft der Scalper zu ruinieren.

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Diese Taktik zeigt direkt Wirkung. Auf Reddit posten wütende Scalper ihre Videos, in denen Target-Mitarbeiter erklären, dass beim Kauf von Pokémon-Displays u.Ä. Produkten an der Kasse die Folie der Verpackung vom Verkäufer eingerissen wird. "Ansage von oben" heißt es. Ähnlich geht die Einzelhandelskette bei Pokémon-Boostern vor. An der Kasse wird eine Ecke des Boosters leicht aufgeschnitten.

Der Sinn dahinter ist, dass der Wiederverkaufswert der Ware damit sinkt bzw. das Produkt nicht weiterverkauft werden kann. Denn kaum jemand wird geöffnete Ware kaufen. Für echte Sammler und Spieler, die die Booster/Displays sowieso öffnen wollen, ändert sich hingegen nichts.

Für Privatpersonen, die das Pokémon-TCG als reine Investition bzw. Geschäftsmodell betrachten, wird damit wohl eine wichtige Quelle wegbrechen. Pokémon-Fans könnten hingegen endlich wieder vor halbwegs gefüllten Regalen stehen.

Beim Kauf von Online-Produkten gibt es in der Regel bereits eine maximale Anzahl von Produkten pro Kunde, aber auch hier finden Scalper Wege, um diese Limitierung zu umgehen. Vor allem beim Pokémon-TCG horten Privatpersonen Unmengen an ungeöffneten Produkten, um sie später gewinnbringend zu verkaufen. Zumindest in den USA wird dies bald schwieriger.

Wie findet ihr die Idee? Und habt ihr auch Erfahrungen mit Scalpern in eurem Lieblings-TCG? Schreibt uns gerne in den Kommentaren und beachtet beim Kommentieren wie immer die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei YouTube, Instagram und TikTok.

Quelle | Stevinho.de

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