Dieser Teil ist der Beweis, dass auch "Nichtfans" mal einen Blick auf die Serie riskieren sollten.
Wer suchet, der findet
Pokémon XD: Der dunkle Sturm
Natürlich wäre das Spiel, würde man nur Gefechte austragen, mit der Zeit ganz schön langweilig. Und damit dem nicht so ist, haben die Entwickler einige optionale Aufgaben integriert, die für Motivation sorgen und vor allem gern suchende Naturen voll zufrieden stellen wird. Findet man z.B. bestimmte Plätze im Spiel, kann man wilde Pokémon antreffen und fangen. Eine witzige Alternative ist ein taktisches Bingo, in dem ihr zeigen könnt, wie gut euer Oberstübchen tickt - selbstverständlich auch mit passenden Belohnungen garniert. Aber auch ein Trainerberg wartet auf euch und will bezwungen werden. Nicht nur, dass die Anzahl wenigstens 100 Trainer ausmacht, auch der Umstand, dass bestimmte Kampfregeln an den Tag gelegt werden müssen, macht das Vorhaben spannend. Und zu den eher offensichtlichen Geheimnissen und zusätzlichen Spielangeboten gesellen sich auch unzählige Geheimnisse, die sehr gründliche Spieler erst recht belohnen werden und zwar mit durchaus sehr seltenen Gegenständen. Wenn das kein Motivationsfaktor ist, was dann?
Solltet ihr dann auch mal an den Punkt kommen, dass ihr keine Lust mehr habt allein durch die Lande zu streifen, nutzt ihr einfach die Mehrspielermöglichkeit. Zwar sind es nur vier Spieler, die gegeneinander antreten können - aber immerhin. Wahlweise mit einem GBA oder mittels Controller könnt ihr die lustigen Monsterschlachten schlagen und beweisen, wer der beste Pokémon-Trainer ist.
Optischer Durchschnittscomic
Pokémon XD: Der dunkle Sturm
In Sachen Optik mag man gerne streiten und unterm Strich wird man sicherlich zu dem Ergebnis kommen, dass Pokémon-Spiele sicher nicht mit einer überragenden Grafik glänzen müssen. Und doch hätte man etwas mehr erwarten können und auch dürfen. Zwar zeigen sich die gesamten Areale im typischen Comic-Stil und sind sehr abwechslungsreich, der letzte Schliff fehlt ihnen aber. Bei genauerer Betrachtung wirkt alles doch recht trist und wenig detailreich. Schade auch, dass die Darstellung der Charaktere und vor allem auch der Pokémon nicht ausgereift erscheint. Es sind einfach zu wenig Details, welche die Figuren nicht richtig zum Leben erwecken. Gesamt bleibt man weit hinter den technischen Möglichkeiten des GameCube zurück. Bekanntlich gibt es nicht immer, aber immer öfter, einen ausgleichenden Pol: So auch in diesem Fall und die quasi Wiedergutmachung offenbart sich in Form schön dargestellter Gefechte. Die Attacken und Zauber zeigen sich flüssig, sauber und vor allem haben sie all das, was den kleinen Viechern und den Figuren als Feinschliff noch gefehlt hätte. Das stimmt dann wenigstens ein bisschen versöhnlich.
Einen wirklichen Pluspunkt kann auch die Akustik einheimsen und hilft so, das Spiel in ein gesundes oberes Mittelfeld zu bringen. Musikalisch ist so gut wie alles dabei, von Rock bis Pop und Klassik, und die Songs unterstützen das Geschehen auf bestmögliche Art. Je nach Situation verleiht die Musik das passende Ambiente und verleiht so ein Stück mehr Atmosphäre.
