Port Royale 4: Dieses Boot gerät in unserem Test immer wieder ins Schwanken

Test Judith Carl Philipp Sattler 35,99 €
Port Royale 4: Dieses Boot gerät in unserem Test immer wieder ins Schwanken
Quelle: PC Games

Aufgepasst, ihr Landratten: Schultert den Papagei und poliert euer Holzbein, denn die Karibik-Reihe Port Royale in die vierte Runde. Freibeuter, Piraten, Seeschlachten und jede Menge Rum? Das kann doch nur gut werden, oder? Wir haben das Fernrohr gezückt, uns den neusten Teil der Wirtschaftssimulation ganz genau angesehen.

Im vierten Teil der Handelssimulation Port Royale sind wir erneut auf den Gewässern der neuen Welt unterwegs. Das Karibikabenteuer rund um den Aufbau florierender Städte und das Handeln exotischer Waren erschien am 25. September für PC, Nintendo Switch, Xbox One und Playstation 4. Neben der Disc-Version ist das Spiel zudem auf Steam zum Download erhältlich.

Wir durften euch bereits vorab einen kleinen Einblick in die Closed-Beta des Spiels geben. Nun haben wir uns die vollständige Handelssimulation genauer angesehen und sagen euch, ob das Spiel unsere Herzen im Sturm erobert oder eher sang- und klanglos untergeht.

Why is the Rum gone?

Port Royale versetzt uns ins 17. Jahrhundert in die kolonialisierte Karibik. Dort sollen wir als frisch gebackener Gouverneur unsere Siedlungen zu Reichtum und Ruhm führen und unsere Vormachtstellung gegenüber anderen Kolonialmächten beweisen, die alle ein Stück vom Kuchen abhaben wollen.
Dieser alte Seebär ist unser Lehrer in den Tutorials. Wir können ihn aber auch im Spiel anklicken - manchmal hat er Tipps für uns. Quelle: PC Games Dieser alte Seebär ist unser Lehrer in den Tutorials. Wir können ihn aber auch im Spiel anklicken - manchmal hat er Tipps für uns. Beginnen können wir unsere Karibikkreuzfahrt mit einem sehr, sehr ausführlichen Tutorial. Da lernen wir zwar einiges, es ist aber auch ganz schön schleppend. Die humorvollen Sprüche unseres Lehrmeisters sind abgedroschen wie altes Seemannsgarn und weiterklicken können wir viele der Texte auch nicht. Selbst wenn wir eine Aufgabe drei Mal so schnell erledigt haben, wie unser Instrukteur sie erklärt - wir müssen warten. Das Tutorial ist allerdings freiwillig. Wer als auf keine Lust auf Erklärungen hat, kann sich auch gleich mutig ins Spiel stürzen: entweder im freien Modus oder in der Kampagne. Während wir in ersterem unsere Spielziele selbst auswählen und entweder um den großen Reichtum oder militärische Erfolge kämpfen, erhalten wir in der Kampagne immer wieder neue Quests, die es zu erledigen gilt.

Egal für welche Variante wir uns entscheiden, zu Beginn wählen wir immer aus vier verschiedenen Figuren mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen für Militär oder Handel aus. Die Charaktere sind alle wunderbar detailliert und liebevoll gestaltet. Des Weiteren entscheiden wir uns im freien Modus für eines von vier Herkunftsländern: Spanien, England, Frankreich oder Niederlande. In der Kampagne ist unsere Nation hingegen festgeschrieben: Es gibt jeweils ein Kapitel zu jedem der vier Länder.

Die Karibik bietet uns malerische, kleine Städtchen und Traumstrände mit tiefblauem Wasser. Quelle: PC Games Die Karibik bietet uns malerische, kleine Städtchen und Traumstrände mit tiefblauem Wasser. Haben wir uns für einen Charakter und eine Nation entschieden, gelangen wir direkt auf die isometrische Karte der Karibik. Dort besitzen wir als Kolonialherr einige Städtchen, die wir mit verschiedenen Waren versorgen müssen, damit die Bewohner zufrieden sind. Gleichzeit gilt es aber auch, auf unsere Finanzen zu achten: Kaufen wir viele teure Waren auf einmal ein, ohne zwischendurch Gewinn zu erzielen, sind wir schneller Pleite, als wir Rettungsschirm sagen können. Zur Wahl stehen alle möglichen Güter, von Getreide bis hin zu feinem Gebäck, die in verschiedenen Betrieben hergestellt werden können. Dadurch erhöht sich nach und nach die Warenvielfalt in unseren Städtchen. Allerdings ist nicht jeder Standort für jede Produktionsstätte geeignet. Warum sich Holz zum Beispiel nur auf wenigen Inseln abbauen lässt, obwohl überall Bäume wachsen, weiß der Geier, aber es ist so.
Um die Waren dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden, steuern wir die meiste Zeit mit Schiffen über die karibischen Gewässer. Merkt euch das gut, denn eigentlich machen wir in diesem Spiel nichts anderes! Wir fahren schier ununterbrochen über den Ozean und das meist nicht besonders schnell. Allerdings sieht die Karibikatmosphäre und das glitzernde, türkisfarbene Wasser dabei zumindest traumhaft nach Urlaub aus, begleitet von einem authentischen Piraten-Soundtrack. So tingeln wir mit unseren Barken und Schaluppen zwischen verschiedenen Orten hin und her und versuchen Waren billig einzukaufen und wieder teuer zu verkaufen - Angebot und Nachfrage eben.

Raus aus der Schuldenfalle

In den verschiedenen Städten können wir eine Vielzahl von Waren an- und verkaufen, am besten zum idealen Preis. Quelle: PC Games In den verschiedenen Städten können wir eine Vielzahl von Waren an- und verkaufen, am besten zum idealen Preis. Apropos Angebot und Nachfrage: Wie funktioniert eigentlich das Wirtschaftssystem in Port Royale? In jeder Stadt können wir im ausführlichen Handelsmenü sehen, welche Waren kaum, ausreichend oder in rauen Mengen vorhanden sind - das zeigen uns rote oder grüne Balken an. Am besten ist es, Güter dann einzukaufen, wenn ein Überschuss besteht, wenn also mehrere grüne Balken daneben abgebildet werden. Dann sind sie deutlich billiger. Umgekehrt ist es klug, eine Ware dort zu verkaufen, wo sie rar ist und daher dringend gebraucht wird. So einfach ist es: Bei Überangebot billig einkaufen, bei Mangel teuer verkaufen. Dieses System geht schon nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut über. Was den Aufbau und die Handhabung des Menüs betrifft, gibt es aber einiges an Aufholbedarf: Permanent scrollen wir uns durch die ewiglange Liste verschiedener Waren und definieren per Regler, wie viel wie wovon haben möchten. Blöderweise ist der Regler aber sehr klein und lässt sich nur mit Mühe genau auf die gewünschte Menge einstellen. Das ist dann nicht nur langatmig und umständlich, sondern wirkt auch ziemlich veraltet und stellt ein gutes Beispiel für die etwas unzeitgemäßen Interfaces im Spiel dar. Die Menüs in Port Royale 4 (jetzt kaufen / 35,99 € ) erinnern nämlich stark an alte Handelssimulationen wie Anno 1503, das auch schon stolze 18 Jahre auf dem Buckel hat. Damals hat man solche Steuerungen noch toleriert, heute weiß man aber, dass es besser geht.

Um überhaupt handeln zu können, müssen unsere Schiffe erst einmal in den Hafen einer Stadt einfahren. Dabei zeigt sich noch eine Schwäche von Port Royale 4: Die Wegfindung unserer Flotte ist oftmals ziemlich seltsam. Teilweise steht das Schiff schon unmittelbar neben dem Hafen, das Handelsmenü lässt sich aber noch immer nicht aufrufen. Klicken wir dann noch einmal auf die Anlegestelle, um unser Schiff nah genug ranzuschicken, lenkt es in Zeitlupe noch einmal um den kompletten Hafen herum, als hätte der Kapitän zu viel Rum erwischt. Von der neuen Position aus gelingt der Handel dann plötzlich - sehr undurchsichtig und umständlich.

Eine Seefahrt, die ist lustig ...

Auf hoher See dreht sich alles um die richtige Route. In diesem Menü können wir unsere Handelswege optimieren. Quelle: PC Games Auf hoher See dreht sich alles um die richtige Route. In diesem Menü können wir unsere Handelswege optimieren. Eigentlich sollten die Transaktionen im Spiel am besten funktionieren, wenn man auf automatisierte Handelsrouten zurückgreift. Diese lassen sich in einem speziellen Menü selber erstellen und anpassen. Wir sagen gezielt "eigentlich", denn hundertprozentig klappt der automatische Handel nicht. Um eine Route zu erstellen, wählen wir verschiedene Städtchen aus, die angefahren werden sollen. Die Strecke unseres Schiffes wird uns dann auf der Karte als virtuelle Linie angezeigt. Dann entscheiden wir noch, welche Waren wir an- oder verkaufen wollen und los geht die wilde Fahrt. Klingt simpel? Ist es auf den ersten Blick auch und die Finanzen fließen am Anfang extrem gut. Am Anfang! Denn schon nach wenigen Spielstunden ist man permanent pleite und nur in den Miesen. Warum das passiert, ist zum Teil schwer zu erkennen. Es könnte sein, dass unsere freigiebige KI einfach zu viel Geld aus dem Fenster wirft oder auch, dass die Erhaltungskosten der Schiffe zu hoch sind - an dieser Stelle wären mehr Tipps seitens des Spiels, beispielsweise in Form eines virtuellen Finanzberater hilfreich. Selber rauszufinden, warum es mit dem Geld mal wieder nicht rund läuft, ist zwar möglich, aber oftmals mühselig und sehr zeitaufwendig.

Neben den Waren, die gehandelt werden sollen, müssen wir bei unseren Routen auch noch auf den Seeweg unserer Schiffe achten. Wenn wir einen Kurs anlegen, wird uns auf der Karte die Windrichtung angezeigt, ebenso wie Gebiete mit Stürmen oder Flauten. Passiert unser Schiff eine windstille Region oder schwimmt gegen den Strom, kommt es langsamer voran. Gelangen wir in ein gefährliches Gebiet, kann unser Boot wiederum Schäden davontragen und muss im nächsten Hafen repariert werden. Das kosten uns dann sowohl Zeit als auch Geld. Neben der Handelsroute wird uns die ungefähre Dauer der Strecke angezeigt. Diese verändert sich, sobald wir den Seeweg anpassen. Es steht uns also frei, ein wenig zu experimentieren, indem wir die Linie hin- und herziehen und damit versuchen, die Fahrtzeit zu minimieren. Das macht alles realistischer, die Steuerung ist aber so frustrierend, als müsste man mit einer Hakenhand die Ankerleine einholen: Beim Klicken reagiert die Handelsroute oft nicht und man braucht sehr, sehr viel Geduld, bis man die virtuelle Linie so in Form gezogen hat, wie man es sich wünscht.

Willkommen in Tortuga!

Im Baumenü finden wir Produktionsstätten und andere Gebäude, die wir in unseren Städten errichten können. Quelle: PC Games Im Baumenü finden wir Produktionsstätten und andere Gebäude, die wir in unseren Städten errichten können. Neben dem Handel gehört aber auch der Aufbau von Städten zu unseren Aufgaben. Zuerst können wir nur in unserer Heimatstadt nach Herzenslust bauen. Dazu gehören sowohl Produktionsstätten, von Obstfarmen bis hin zu Tabakplantagen, als auch Siedlungsgebäude. Zum einen können wir neue Wohnhäuser aufstellen, zum anderen gesellschaftliche Institutionen wie Kirchen oder Wirtshäuser errichten, die die Zufriedenheit der Bewohner steigern. Diese hängt nämlich nicht nur vom Warenangebot, sondern auch von der Wohnsituation in ihrem Städtchen ab. Der Sinn der einzelnen Einrichtungen erschließt sich allerdings nicht auf den ersten Blick und es bedarf einiger Zeit, bis wir genau wissen, welchen Effekt die einzelnen Bauten haben. Auch lässt sich optisch nicht so gut unterscheiden, welche Produktionsstätten und Institutionen wir in unserer Stadt schon gebaut haben. Im Vergleich zu Genreperlen wie Anno fehlt da oft der Überblick. Ebenso verhält es sich mit dem Wohnraum und den möglichen Arbeitsplätzen in einem Ort. All das steht auch wieder irgendwo in einem der tausend Menüs versteckt, ist aber intuitiv kaum zu finden - wie so vieles im Spiel.

In einem anderen Ort als unserer Heimatstadt können wir übrigens nur dann bauen, wenn wir die Rechte beim König erworben haben. Dazu müssen wir einige Voraussetzungen erfüllen und ein paar Goldmünzen abdrücken. Erst dann dürfen wir auch dort Produktionsstätten errichten. Um Wohn- und Gemeinschaftsgebäude hochzuziehen, brauchen wir sogar noch eine weitere Berechtigung zur Stadtverwaltung: wirtschaftlich ziemlich realistisch gehalten.

Die Siedlungen sind optisch niedlich und detailgetreu gestaltet - etwas mehr Abwechslung fürs Auge wäre bei verschiedenen Städten allerdings schön gewesen. Trotzdem sorgen die Gebäude für eine romantische, mediterrane Stimmung, die extrem Lust auf Urlaub am Meer macht.

Ahoi Matrose!

Ein Sternchen neben einer Ortschaft zeigt an, dass hier ein Auftrag auf uns wartet, den wir annehmen oder ablehnen können. Quelle: PC Games Ein Sternchen neben einer Ortschaft zeigt an, dass hier ein Auftrag auf uns wartet, den wir annehmen oder ablehnen können. Je nachdem, aus welcher Nation wir stammen, haben wir einen anderen Vizekönig, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht. In erster Linie kommandiert er uns aber herum und gibt uns Aufgaben, die wir für ihn erfüllen sollen. So müssen wir auf Befehl bestimmte Güter zu seiner Hauptstadt liefern, Arbeiter von A nach B bringen oder bestimmte Produktionsstätten bauen. Genauso verhält es sich mit anderen Städten: Ein Sternchen neben einem Ort zeigt uns an, dass dort ein Handelsauftrag zu erfüllen oder ein Abenteuer zu bestreiten ist. Bei letzterem müssen wir zum Beispiel eine schiffbrüchige Person irgendwo auf der Karte finden. Das ist allerdings oft nervig, da einem die richtige Stelle für die Quest nur grob genannt wird. Genau angezeigt wird sie erst, wenn wir mit dem Schiff direkt dran vorbei tuckern. Das hat oft endlose Suchaktionen quer über den Ozean zur Folge. Während unsere Flotte meist sehr langsam ist, und ewig für eine Strecke braucht, sind unsere Aufträge außerdem oft nur kurz gültig. Ehe man sich versieht, sind sie schon wieder abgelaufen. Unser Vizekönig - in dem Fall der Kolonialherr von Spanien - hat immer etwas für uns zu tun. Quelle: PC Games Unser Vizekönig - in dem Fall der Kolonialherr von Spanien - hat immer etwas für uns zu tun. Das kann für Frust sorgen, gehört aber zum Teil der Herausforderung. Hat man jedoch eine Aufgabe in der vorgegebenen Zeit erledigt, winken uns dafür Ruhmpunkte, die wir für sogenannte Konzessionen ausgeben: Unser Vizekönig erlaubt uns dann zum Beispiel, neue Produktionsstätten zu errichten oder größere Schiffe zu bauen.

Doch wir sind natürlich nicht alleine auf den Gewässern der Karibik unterwegs. Wie bereits erwähnt, gibt es vier verschiedene Nationen, die um die Vorherrschaft in der Neuen Welt kämpfen. Mit deren Vizekönigen - weibliche Herrscherinnen gibt es natürlich nicht, wäre ja auch absurd! - können wir handeln oder munter Krieg führen. Aber nicht nur die Schiffe verfeindeter Mächte stellen eine Gefahr für unsere Flotte da, die Meere der Karibik wimmeln zudem von Piraten.

Klinkt aus Piraten, Yoho!

Natürlich dürfen in einem Karibikabenteuer waschechte Seeschlachten nicht fehlen und da wagt sich das Entwicklerstudio Gaming Minds diesmal in neue Gewässer vor: Die Auseinandersetzungen mit gegnerischen Flotten werden nun nicht mehr hektisch in Echtzeit, sondern rundenbasiert ausgetragen. Unsere Schiffe haben eine gewisse Anzahl an Bewegungspunkten, mit denen wir über ein Raster ziehen. Haben wir ein anderes Schiff erreicht, können wir es mit Kanonen beschießen, bis seine "Lebensanzeige" auf null fällt. Des Weiteren lassen sich verschiedene Manöver einsetzen, die entweder stärkere Angriffe ermöglichen oder uns andere Vorteile im Kampf gewähren. Im Laufe des Spiels erhalten wir neue, mächtigere Taktiken - als Belohnung für erfüllte Aufträge. In den rundenbasierten Seeschlachten machen wir abwechselnd Züge auf einem Spielbrett und versuchen, die Gegner zuerst zu versenken.  Quelle: PC Games In den rundenbasierten Seeschlachten machen wir abwechselnd Züge auf einem Spielbrett und versuchen, die Gegner zuerst zu versenken.  Die Idee, Seeschlachten nicht mehr in Echtzeit als winziges Klickfeuerwerk zu gestalten, ist gut gelungen und funktioniert super. Gerade am Anfang gestalten sich die Kämpfe allerdings ziemlich schwierig: Die Gegner versenken unsere Schiffe noch mit Leichtigkeit. Das muss aber nichts Schlimmes sein und kann auch den Ehrgeiz wecken, beim nächsten Mal den Kontrahenten zu den Fischen zu schicken. Leider handelt es sich bei den Kämpfen nur um einen sehr, sehr kleinen Aspekt des Spiels, der weniger relevant ist, als man am Anfang erwarten würde: Gefühl die ersten 20 Spielstunden kommt man ohne eine einzige Seeschlacht aus.

Schiffe und ihre Fracht sind das Herz dieser Handelssimulation und der Weg zum schnelle Geld - oder zur schnellen Pleite. Quelle: PC Games Schiffe und ihre Fracht sind das Herz dieser Handelssimulation und der Weg zum schnelle Geld - oder zur schnellen Pleite. Insgesamt ist Port Royale 4 eher auf dem Spannungslevel von einem Volkswirtschafts-Kurs, bei der man sich die Vorlesung allerdings mit einem Schluck Rum versüßt hat.
Komplett langweilig ist die Simulation nämlich nicht: Sobald man sich an das langsame Spieltempo gewöhnt hat, packt uns doch der Ehrgeiz und wir werden zu knallharten Geldhaien. Obwohl das Handelssystem von Angebot und Nachfrage extrem logisch ist, gibt es immer wieder Spielelemente, die weniger gut zu durchschauen sind. Warum fällt der Etat plötzlich auf einen Schlag total in den Keller, obwohl sich an der Handelsroute nichts geändert hat? Warum haben wir dauernd zu wenig Wohnraum, obwohl wir eine Siedlung nach dem anderen bauen? Warum steigen die Arbeitskräfte nicht an, obwohl wir gerade extra Matrosen in die Heimatstadt gekarrt haben? Auf all das gibt es sicher gute Antworten, wir müssen sie aber erst finden.
Port Royale 4 ist eher etwas für Zahlenliebhaber, die schon beim Anblick einer Exceltabelle leuchtende Augen bekommen. Alle, denen bei so schönen Wörtern wie Wertpapierhandelsbogen nicht das Herz aufgeht, werden beim Anblick der vielen Listen und Daten eher die Segel streichen.

Meinung und Wertung

Meinung

Wertung zu Port Royale 4 (PC)

Wertung:

6.0 /10
Pro & Contra
Gut durchdachtes WirtschaftssystemUmfangreiche KampagnenRomantische KaribikatmosphäreRundenbasierte SeeschlachtenAusführliches Tutorial
...aber leider langweilig gemachtVeraltete MenübildschirmeHakelige Regler in allen MenüsKaum Action und endlose SeewegeKomplizierte Wegfindung der SchiffeSpielprinzip teils unübersichtlich
Fazit

Sehr solide Handelssimulation, allerdings eher etwas für Geduldige.

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