Prey: Ehemaliger Marketingchef verrät Details zum internen Streit um den Namen des Spiels
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Als das Spiel Prey 2017 veröffentlicht wurde, dachten viele Spieler an ein Remake des PC-Spiels von 2006. Doch der Titel war völlig anders. Warum, verrät der damalige Marketingchef Pete Hines.
Wer an Mitarbeiter von Bethesda denkt, hat zumeist das Bild von Todd Howard vor Augen, der hier omnipräsent ist. Doch das Unternehmen hat noch weitere Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten dort tätig waren. Einer von ihnen war Pete Hines, der ehemalige Senior Vice President für globales Marketing und Kommunikation bei Bethesda. Der 2023 pensionierte Hines plauderte kürzlich in einem Interview über interne Dinge, darunter auch den Streit rund um das Spiel Prey (2017).
Was war die Ursache für den Namenskampf um Prey bei Bethesda?
Im Interview verriet Pete Hines Details rund um das Spiel Prey (jetzt kaufen / 25,49 € ) von 2017. Er gab zu, dass er damals einen Kampf verloren hat und es bis heute bereut. Darum ging es: Der Entwickler Arkane Austin hatte ursprünglich ein komplett neues Sci-Fi-Spiel im Stil und als geistigen Nachfolger von System Shock angedacht. Das Spiel hatte überhaupt keine Verbindung zum früheren Prey von 2006.
Publisher Bethesda entschied sich jedoch, dem neuen Spiel erneut den Namen Prey zu geben. Diese Entscheidung stieß intern auf Widerstand bei Hines und seinem Marken-, PR- und Community-Team. Sie argumentierten, dass der Name eine unnötige Last für das Projekt wäre, denn es gab ja bereits das Spiel von 2006 mit dem Titel Prey und eine damals angekündigte Fortsetzung namens Prey 2, die vor dem Erscheinen eingestellt wurde, jedoch in den Köpfen der Fans noch präsent war. Keines der beiden hatte inhaltlich, vom Protagonisten oder Gameplay her etwas mit dem neuen Spiel zu tun.
Die Befürchtung des Marketingteams war eindeutig: Bei der Wahl auf den bereits besetzten Namen Prey würde ein Großteil ihrer Kommunikationsarbeit dafür verwendet werden müssen, die Verwirrung um den Namen zu erklären, anstatt die damals innovativen Aspekte des Spiels hervorzuheben. Sie ahnten zudem, dass Spieler, die den Vorgänger (einen First-Person-Alien-Shooter mit Rätselelementen) mochten, sich von dem neuen Titel enttäuscht fühlen würden.
Die Namensgebung führte nach Meinung von Hines zu einer emotionalen und strategischen Fehlentscheidung. Anstatt die Vorfreude der Spieler für ein neues Spiel aufzugreifen, verpuffte diese, um die Namenswahl zu rechtfertigen. Für Hines war dies "verschwendete Energie und verschwendete Begeisterung". Er betonte, dass er bis zum Schluss versucht hatte, die Verantwortlichen umzustimmen, jedoch keinen Erfolg hatte, und bezeichnet diese Erfahrung als einen der größten Fehler seiner Zeit bei Bethesda.
Quelle: via dbltap
