Die im wahrsten Sinne des Wortes neuen Elemente befördern den Prinz mit Nachdruck in die Neuzeit.
Sands of Time 2.0
Prince of Persia: Die vergessene Zeit
Dem Gefühl in den Fingern nach zu urteilen, fühlen wir uns in die Vergangenheit zurückversetzt. Der Titel fühlt sich so einfach und so genial an wie sein Vorfahre auf der letzten Konsolengeneration. Klassischer hätte man nach dem eigenwillig-kreativen Stil des letzten Teils in Sachen Gamedesign nicht mehr werden können. Die poppig eingefärbte Spielwelt mit hellen Farben wird zu einer klassisch-persischen Spielwelt in der braune Farbtöne zum gewünschten Ergebnis führen. Grafisch kann man den Titel getrost als ein Update von "Sands of Time" für die nächste Generation bezeichnen. Die unterschiedlichen Räume sind, obgleich sie alle dem abwechslungsarmen Thema "Sandschloss" unterliegen, sehr abwechslungsreich gestaltet. Die Rätseleinlagen sind für Veteranen sowie für Neueinsteiger gleichermaßen fordernd und reichlich unterschiedlich. Für den Prinzen selbst wurde tief in die Kiste der virtuellen Chirurgen gegriffen. Mutet er von weitem wie seine Kino-Verkörperung Jake Gyllenhall an, prägen sein Gesicht in Spielserie und Film unbekannte Züge. Sein Outfit erinnert, durch dunkle Panzerung und rotes Hüfttuch gekonnt an die Folgeteile "Warrior Within" und "Two Thrones". Für Abzüge im technischen Bereich sorgt einmal mehr die störrische Kamera. Sinnlose und Orientierung-raubende Kameraeinstellungen sind leider des Öfteren Feind des ansonsten guten Gameplays. Stets passend präsentiert sich die musikalische Untermalung des staubigen Hüpfvergnügens. Filmreife Kompositionen mit der Extraladung Streichinstrumente heizen euch stimmungsvoll ein, bringen euch danach aber auch wieder zur notwendigen Ruhe. Allein die zwar lustig gemeinten, aber wenig humorvollen Kommentare des Prinzen wollen einfach nicht ganz in das solide Gesamtbild der Komposition passen.
