Pro Evolution Soccer 2011 im Gamezone-Test

Test Michael Stadler

Die virtuellen Fußballer lernen eine Menge neuer Tricks und bekommen dieses Jahr enorm viel Kontrolle über den Ball.

Die Lizenzjagd geht weiter

Pro Evolution Soccer 2011 Pro Evolution Soccer 2011 Ein Fußballspiel ohne Lizenz scheint nicht wirklich auf dem Markt erwünscht zu sein. Nicht anders ist es zu erklären, dass Konami jedes Jahr einen neuen Verwertungsvertrag aus der Tasche zaubert und damit versucht wieder etwas näher an den "Rechteprimus" Electronic Arts heranzukommen. Vor zwei Jahren schaffte es so die UEFA Champions League ins Spiel, vor einem Jahr die UEFA Euroleague - und 2010? Ja 2010, da kommen wir in den Genuss der "Copa Santander Libertadores", der südamerikanischen Meisterschaft der Vereinsmannschaften, also einem Pendant der europäischen CL. Doch im Gegensatz zur Champions League wird euch hier Authentizität pur geboten. 38 Originalmannschaften aus Brasilien, Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela mit den entsprechenden Originalspielern, der Originalspielmodus, sowie eine absolut passende Präsentation. Mehr geht auch mobil einfach nicht.

Pro Evolution Soccer 2011 Pro Evolution Soccer 2011 Und beim Rest der integrierten Lizenz? Hier sieht es mal wieder ganz anders aus. Zwar können deutsche User einen verhaltenen Jubel anstimmen, denn mit den FC Bayern und Werder Bremen haben es heuer nach langer Abstinenz tatsächlich mal wieder zwei Bundesligamannschaften in eine Umsetzung von "PES" geschafft, trotzdem ist das natürlich immer noch enttäuschend wenig. Da kann auch nicht darüber hinwegtrösten, dass mal wieder die komplette italienische, spanische, holländische Liga und ein paar Mannschaften der Premier League originalgetreu ins finale Spiel integriert wurde. Nein, bezüglich der Lizenzen hechelt Konami und seine Fußballumsetzung nach wie vor der Konkurrenz Meilen hinterher - und daran, wenn wir jetzt schon mal unken dürfen, wird sich wohl so schnell auch nichts ändern.

Pro Evolution Soccer 2011 Pro Evolution Soccer 2011 Und beim Rest der integrierten Lizenz? Hier sieht es mal wieder ganz anders aus. Zwar können deutsche User einen verhaltenen Jubel anstimmen, denn mit den FC Bayern und Werder Bremen haben es heuer nach langer Abstinenz tatsächlich mal wieder zwei Bundesligamannschaften in eine Umsetzung von "PES" geschafft, trotzdem ist das natürlich immer noch enttäuschend wenig. Da kann auch nicht darüber hinwegtrösten, dass mal wieder die komplette italienische, spanische, holländische Liga und ein paar Mannschaften der Premier League originalgetreu ins finale Spiel integriert wurde. Nein, bezüglich der Lizenzen hechelt Konami und seine Fußballumsetzung nach wie vor der Konkurrenz Meilen hinterher - und daran, wenn wir jetzt schon mal unken dürfen, wird sich wohl so schnell auch nichts ändern.

Alles wie gehabt ist übrigens auch das Motto bei den restlichen Spielmodi. Wieder wähl- bzw. spielbar, und zwar nahezu in unveränderter Form, sind: Die berühmte Meister Liga, die neben den teils fiktiven, teils realen Ligen, die CL, die Euroleague und neu auch den Supercup beinhaltet, diverse vorgegebene, aber auch frei erstellbare Turniere bzw. Ligen, ein recht umfangreiches Training und natürlich die persönliche Karriere namens "Become a Legend". "BaL" kann sogar damit punkten, dass sich inhaltlich etwas getan hat. Ein so genanntes Umfang-Tuning führt dazu, dass ihr bei dieser Spielvariante in "Pro Evolution Soccer 2011" deutlich mehr Möglichkeiten bei der Fähigkeitenentwicklung, sowie bei den Einstellungen habt. Schade nur, dass das Ganze immer noch sehr bieder und extrem langweilig präsentiert wird, was schlussendlich dazu führt, dass sich Spielspaß nur bedingt einstellen will.

Pro Evolution Soccer 2011 Pro Evolution Soccer 2011 Laut Konami soll das aktuelle "PES" satte 1000 neue Animationen spendiert bekommen haben. Ob es nun wirklich so viele sind und ob das auch für den Handheld gültig ist, können wir weder bestätigen noch dementieren, was aber auf jeden Fall sofort auffällt, ist, dass sich an den Bewegungsabläufen etwas getan hat. Flüssiger laufen sie ab, deutlich flüssiger. Leider aber nicht alle. Vor allem in den Zwischensequenzen sehen viele Bewegungen teilweise richtig lächerlich aus. Leider kommt man unterwegs nicht wirklich in den Genuss eines wirklichen optischen Highlights von "Pro Evolution Soccer": Der Gesichtsgestaltung. Konamis Fußballumsetzung bietet enttäuschenderweise nur im trauten Heim die besten digitalen Abbilder realer Fußballstars im gesamten Genre. Auch beim Rest fällt "PES 2011" wieder in die bekannten und mittlerweile schon fast gehassten Schemen zurück. Extrem schwache Hintergründe, Fans a la Texturmatsch, tristes Stadiondesign und vor allem eine absolut trockene, zeitweise langweilige Präsentation (Ausnahme: Champions League).

Unterstes Niveau allerdings ist der integrierte Sound. Während sich die Konkurrenz in ihrer 2011-Version auf der Reporterposition komplett neu aufgestellt hat, bleibt Konami und "Pro Evolution Soccer" sich absolut treu. D. h. Hansi Küpper und Wolf Fuß werden euch auch heuer wieder mit ihren teilweise total unpassenden Analysen und Situationsbeschreibungen quälen. Dass sich deren seit Jahren bereits bekannten Floskeln ständig wiederholen ist nichts neues, dass es aber auch teilweise zu Sprachüberlagerungen kommt, also beide Reporter gleichzeitig losplappern, hingegen schon. Ein Bug der es von der Preview- tatsächlich in die Review-Version geschafft hat. Ganz toll. Apropos toll. Alles andere als toll ist das, was man innerhalb der Stadien so zu hören bekommt. Immer wieder sich wiederholende Fangesangsschleifen, die sich teilweise sogar noch ziemlich blechern anhören, können kaum als "Stimmung" bezeichnet werden. Schon interessant, wie konsequent Konami diesen Bereich, der ja schon seit Jahren von der Community bemängelt wird, ignoriert. Ob sich das mit "PES 2012" ändern wird?

Hinweis: Teile des Reviews stammen von Thomas "tom31ush" Pfnür

Meinung

Wertung zu Pro Evolution Soccer 2011 (PSP)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
weiterhin geniale Ballphysikmanuelle Passkontrolle ermöglich Pässe, wie in der Realitätextrem fordernde KISpielgeschwindigkeit praktisch stufenlos einstellbarGameplay generiert immer noch das typische „PES“-Gefühlenormer Umfang bei den taktischen Einstellungenneue Funktion „Dynamische-Taktik-Editor“neue Lizenz „Copa Santander Libertadores“tiefgängiger Modus „Meisterliga“Integration des UEFA Supercupsrealistische Präsentation des Modus „Champions League“FC Bayern und Werder Bremen lizenziertschöne Lichteffekte
spielerisch hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur wenig getanneue manuelle Passkontrolle ist extrem lernintensivTorhüter-KI pendelt zwischen Weltklasse- und Kreisliganiveaunervige SchiedsrichterentscheidungenUmfang hat sich kaum geändertlangweiliger Modus „Werde zur Legende“keine komplette Lizenz bezüglich der Mannschaften im „Champions League“-Modusweiterhin schwaches Lizenzpaketteilweise hölzerne Animationenteilweise sehr langweilige Präsentationextrem schwache Hintergrund- / Fangestaltungunterirdische Stimmung innerhalb der Stadiennerviger Kommentar von Küpper und Fußweiterhin geniale Ballphysikmanuelle Passkontrolle ermöglich Pässe, wie in der Realitätextrem fordernde KI
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk