"Pro Rally" lädt uns ein in acht verschiedenen Ländern auf insgesamt 48 Strecken unser Können als Rallyfahrer unter Beweis zu stellen. Schon das Intro lässt vermuten was einen erwartet, nämlich Geschwindigkeit und Nervenspannung. Zu Beginn stehen uns allerdings nur das Einzelrennen zur Auswahl, da für die Meisterschaft, und im Gegensatz zur PS2-Version auch für den Arcade-Mode, erst eine Fahrschule absolviert werden will. Diese bietet uns verschiedene Übungsstrecken mit diversen Augabenstellungen, wie 180° Turns oder S-Kurven, welche mit möglichst wenig Schaden abzufahren sind.
Neben den 48 Strecken, welche durch die Bank durchschnittlich gestaltet wurden, gibt es noch 20 Autos in drei Leistungsklassen zu fahren. Dabei weiß die Grafik zufrieden zustellen, denn neben den Autos machen besonders die Pisten einen netten Eindruck. Die Landschaft ist mit allerlei Gewächs und Gebäuden bestückt und erreicht einen erträglichen Detailreichtum. Trotzdem sehen die fehlenden Achsen der Autos etwas seltsam aus, da dadurch die Räder wirken als würden sie in der Luft hängen.
Leider hat man die Steuerung total versaut, denn warum man, obwohl die Schultertasten eine analoge Funktion besitzen, diese nicht benutzt, sondern dem Spieler nur die Möglichkeit lässt entweder voll Gas zu geben oder voll zu Bremsen, entzieht sich meinem Verständnis. Diesen Fehler erlaubte man sich auf dem Gamecube schon mit F1 2002 und er feiert in diesem Game sein fröhliches Fortbestehen. Das damit viele der Fahrprüfungen nur schwer zu schaffen sind und sich der Wagen dabei bewegt als hätte er Schüttelfrost, ist unverzeihlich. Nett, dass die Entwickler wenigstens einen Support für das MadCatz Lenkrad integrierten, denn mit dem Pad ist "ProRally" faktisch unspielbar. Deswegen die schlechte Bewertung für die Steuerung, die für Frusterlebnisse sorgt wie selten in einem Rennspiel.
Der Sound der Motoren ist angenehm aggressiv, unterscheidet sich aber kaum von Model zu Model. Das Gameplay hingegen weiß für einige Zeit zu beschäftigen, da man die große Anzahl an Meisterschaften und Strecken eben nicht mal schnell herunterreißen kann. Neue Ideen allerdings sucht man vergeblich.
