Bizarre Creations hat sich selbst übertroffen und offeriert uns mit dem vierten Teil das beste PGR aller Zeiten.
Das Wettersystem
Project Gotham Racing 4
Eines der herausragendsten Features freilich ist das neue Wettersystem, welches uns nicht nur Rennen im Platzregen oder Schnee ermöglicht, auch Wetterwechsel während der Fahrt sind nichts Besonderes und können das Rennen mitunter entscheidend beeinflussen. Ganz klar, dass die Nordschleife im Schnee ein ganz besonderes Erlebnis für alle virtuellen Rennfahrer unter uns darstellt, die uns so die bekannte Piste von einer völlig neuen Seite näher bringt. Einzige Einschränkung dabei ist, dass es nicht jede Piste bei allen Wetterverhältnissen zu fahren gibt. Es gibt also diverse Strecken die wir nie bei praller Sonne, oder eben nie bei Schneefall erleben werden.
Die Rennpisten
Quelle: Microsoft
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Auch bei der Anzahl der Strecken hat PGR4 im direkten Vergleich mit dem Vorgänger wieder kräftig zugelegt und bietet uns nun die größte Streckenauswahl aller PGR-Titel. In insgesamt neun verschiedenen Städten, wobei der Nürburgring als eigene Stadt gezählt wird, können wir den Gummi auf dem Asphalt hinterlassen. Dabei bietet uns jede Stadt, mit zwei Ausnahmen, genau neun verschiedene, teilweise auch schon bekannte, Kurse an. Zur Wahl stehen Quebec, St. Petersburg, Las Vegas, Shanghai, Tokio, Macau, New York City, London und der Nürburgring mit seiner Nordschleife und dem langen und kurzen F1-Kurs.
Project Gotham Racing 4
Kritische Stimmen behaupten, dass man bei den bekannten Strecken kaum einen Unterschied zu denen aus PGR3 erkennt. Das stimmt so nicht. Denn zum einen darf man den Aufwand nicht vergessen, der investiert werden musste nur um die Umwelt bei den verschiedenen Wetter- und Lichthältnissen darstellen zu können, wobei sich Bizarre Creations auffällig viel Mühe gegeben hat, und zum anderen läuft PGR4 selbst in der höchsten Auflösung von 1080p absolut flüssig bei stabilen 60 Frames ohne auch nur ein Bild zu verlieren. Betrachtet man dann noch die herrlich ausgearbeiteten Häuserfronten, in deren Fensterscheiben sich die komplette Umwelt spiegelt, nur um ein Highlight zu nennen, kann man abschätzen was da für ein Know How dahinter steckt.
Der Soundtrack
Project Gotham Racing 4
Der mitgelieferte Soundtrack bietet uns eine breite Auswahl an Stilrichtungen, von klassischer Musik über Elektronikpop bis hin zum Heavy Metal, so dass jeder Spieler die für ihn passende Musik finden sollte. Und wer eine Surround-Anlage zum spielen benutzt, der wird auch ziemlich schnell merken, dass auch alle Musikstücke in Surround abgemischt wurden, was wahrlich keine Selbstverständlichkeit ist. Da aber nicht jeder Spieler auf dieselbe Mukke steht, gibt es neben der Möglichkeit den eigenen Soundtrack einzuspielen auch eine Themenauswahl im Optionen-Menü. Dort kann man einfach die ungewünschte Stilrichtung ausschalten, schon bekommt man entsprechende Stücke nicht mehr vorgesetzt.
Der Mehrspieler
Quelle: Microsoft
Project Gotham Racing 4
Für den Spaß mit anderen Spielern gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten. Die einfachste ist natürlich der Splitscreen, dort können wir zu Zweit entweder in einem normalen Rennen gegeneinander antreten, oder eine Ausscheidung spielen, wobei der jeweils letzte Fahrer der Runde ausscheidet. Besonders prickelnd ist diese Auswahl natürlich nicht, aber der Splitscreen war bekanntlich noch nie die Stärke von PGR, die eher bei dem ausufernden Online-Gaming per XBL liegt. Etwas lästig in diesem Zusammenhang ist die restriktive Spielerverwaltung, die sich nicht einfach mit einem eingeschaltetem Gamepad zufrieden gibt, es muss auch jeder Spieler mit einem gültigen Account angemeldet sein, sonst lässt sich der Splitscreen nicht aufrufen. Umgekehrt jedoch sperrt uns das Spiel die Einzelspieler-Varianten, wenn mehr als ein Spieler angemeldet sind. Schön hingegen ist, dass man auch im Splitscreen die Innenkamera benutzen kann. Schade dagegen wieder ist, dass es das "Strecke erobern" aus PGR3 nicht mehr gibt.
Die zweite Möglichkeit sich nicht nur alleine mit PGR4 zu vergnügen ist der System-Link, also das lokale vernetzen mehrerer Konsolen. Bis zu acht Konsolen können auf diese Art und Weise miteinander verbunden werden. Diese Variante bietet uns auch wesentlich mehr unterschiedliche Events an als der Splitscreen, wie das "Katz und Maus"-Spiel oder die "Bulldogge". Voraussetzung ist natürlich das Vorhandensein mehrerer Konsolen inkl. mehrerer PGR4 DVDs.
