Dank zahlreicher Waffen, Biomods und Fahrzeuge wird Crystal Dynamics' Action-Knaller zu keiner Zeit langweilig.
Optisch durchweg überzeugend
Project: Snowblind
Optisch kann Project: Snowblind vor allem durch packend inszenierte Zwischensequenzen und eine äußerst stilvolle Grafik überzeugen: Die düstere und in gleißendes Neonlicht getauchte Atmosphäre des futuristischen Hong Kongs kommt hervorragend rüber und verpasst dem Ganzen einen angenehmen Schuss "Blade Runner". In den zahlreichen Echtzeit-Zwischensequenzen dürft ihr rasante Kamerafahrten aus dramaturgisch sehr gut gewählten Perspektiven genießen. Dadurch kommt jede Menge Stimmung auf, auch wenn die eigentlichen Gesichtsdarstellungen und dazugehörige Animationen bisweilen zu Wünschen übrig lassen. Hier wäre eindeutig mehr drin gewesen, aber als Ausgleich sieht die Umgebungsgrafik dafür umso besser aus: Dank massivem Einsatz fulminanter Partikeleffekte sehen die Feuergefechte in den verwüsteten Hinterhöfen Hong Kongs zeitweise richtig spektakulär aus - ganz besonders dann, wenn ihr an einer Minigun oder im Innern eines Kampfroboters zugange seid. Die Designer haben es ganz gut verstanden die räumlich stark limitierten Areale dennoch glaubhaft wirken zu lassen und da einen das Spiel unentwegt mit rasanter Action durch die Gänge peitscht, ist dieser Umstand auch nicht weiter schlimm. Für Xbox-Verhältnisse ist die Optik auf jeden Fall sehr ordentlich, auch wenn man von Grafik-Monstern wie Halo 2 etwas mehr auf dieser Konsole gewohnt ist. Die deutsche Lokalisierung gibt keinen Anlass zur Kritik, wie man es mittlerweile von Eidos gewohnt ist, wurde hier sehr sorgfältig auf talentierte und erfahrene Sprecher geachtet.
Auch online darf geballert werden
Project: Snowblind
Insgesamt stehen euch jeweils 9 Maps sowie Spielmodi zur Auswahl, darunter selbstverständlich obligatorische Klassiker wie "Deathmatch" und "Capture the Flag", aber auch spielerisch anspruchsvolleres wie "Demolition" (CounterStrike lässt grüßen) und das aus "Unreal Tournament" entliehene "Assault". Im Mehrspielermodus erwarten euch also keine bahnbrechenden Innovationen, für ein Konsolenspiel ist das Gebotene allerdings durchaus überzeugend und dürfte dank integrierter Clanverwaltung sowie Rang- und Freundeslisten genügend Fans um sich scharen. Wie bei Xbox Live üblich, haben wir bereits am ersten Verkaufstag des Spiels genügend Spieler online gefunden und konnten uns sofort ins Getümmel stürzen. Wer mit Project: Snowblind gerne online zocken möchte, sollte deshalb auf jeden Fall die Xbox-Variante bevorzugen - nicht zuletzt aufgrund downloadbarer Inhalte und deutlich schnelleren Lade- und Speicherzeiten. Auch der automatisch herunter geladene Patch ist auf einer Konsole mit Festplatte überhaupt kein Problem, die knapp 600KB schmerzten auf unserer PS2-Memorycard mangels Speicherplatz dann doch ziemlich.
