Ein toter Bruder und ein uralter Fluch sind es, die Rei das Leben schwer machen.
Die Technik
Wer hat ihren Vater getötet?
Irgendwie scheint man sich nicht entschieden zu haben ob man dem Spiel nun ein bildfüllendes 4:3 oder doch lieber ein breites 16:9 Bild spendiert. Denn im 4:3-Mode spielen wir grundsätzlich mit zwei Balken oben und unten, fast so als würden wir einen Kinofilm betrachten, schalten wir aber auf das 16:9 Format um, bekommen wir auch kein Bild welches den kompletten Schirm ausfüllt, sondern irgendetwas zwischen 4:3 und 16:9 darstellen soll. Wohl dem, dessen Fernseher über eine stufenlose Zoom-Funktion verfügt, der kann sich das Bild füllend heranziehen, alle anderen werden mit mehr oder minder dicken Balken rund um das Geschehen herum leben müssen.
Die gebotene Grafik bietet uns noch immer denselben Stil den wir an der Reihe so lieben gelernt haben, wobei man im Detail durchaus Fortschritte feststellen kann. Besonders die Inszenierung der einzelnen Schreckmomente ist meist herrlich gelungen und werden durch die vielen benutzten Filter unterstützt.
Weck mich auf wenn du wach bist...
Was leider nicht ganz optimal ausgefallen ist, ist die nun schon zu Beginn des Spiels verfügbare Egosicht. Sie taugt zwar um sich Örtlichkeiten mal von einem anderen Blickwinkel aus anzusehen, so richtig gut spielbar aber ist sie nicht, was einfach an der trägen Geschwindigkeit liegt mit der sich unsere Charaktere in der Egosicht bewegen. Meist hat man gar keine Chance um sich herumwuselnde Geister einzufangen, weil sie sich schneller vor unserer Nase bewegen als wir uns drehen können. Derweil merkt man dem Spiel an vielen Ecken an, besonders bei den inszenierten Schreckmomenten, dass es für die Verfolgerperspektive geschrieben wurde. So manchen Geist bekommt man in der Egoperspektive überhaupt nicht zu Gesicht, weil er sich hinter einer Wand oder einem Vorsprung versteckt. Will man also eine möglichst hohe Punktzahl erreichen, empfiehlt sich die Verfolgerkamera zu benutzen.
Der Fluch
Soundtechnisch werden uns viele bekannte Geräusche geboten. So sind die Systemsounds in den Menüs absolut gleich geblieben, sogar das Design sollte uns bekannt vorkommen, und auch die Geister geben meist bekannte Geräusche von sich. Wobei man natürlich wieder das gesamte Spektrum unbestimmbarer Sounds verwendet hat, von unglaublich hohen Quietschtönen bis hin zu ganz niedrigen Schwingungen, gemixt mit unmenschlichen Schreien und elektrischen Brutzeltönen. Sehr schön, dass Miku wieder die bekannte englische Synchronstimme bekommen hat, schade aber, dass man nicht auf die japanischen Originalstimmen umschalten kann. Dafür gibt es natürlich die erwarteten deutschen Untertitel, ebenso sind die Menüs und die Texte in deutscher Sprache gehalten.
