Quake im Test: Das taugt der Remaster des Shooter-Klassikers

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Quake im Test: Das taugt der Remaster des Shooter-Klassikers
Quelle: Bethesda

Pünktlich zur diesjährigen QuakeCon Mitte August veröffentlichte Publisher Bethesda eine Remaster-Version des Klassikers Quake - wir werfen einen Blick darauf!

Dass wir auf den Konsolen nach und nach ältere Spiele nachgeliefert bekommen, sind wir ja inzwischen gewohnt. Dass sich Publisher jetzt aber schon geschlagene 21 Jahre lang Zeit lassen, um eine Umsetzung zu programmieren, ist dann doch etwas zu viel des Guten!

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Klassiker in "neuem" Gewand

Spaß beiseite: Den Shooter-Klassiker Quake dürfte so ziemlich jeder kennen. Schließlich erschien der bereits 1996 und legte nach Doom den zweiten Grundstein für id Softwares Ausnahmestellung in den Anfangstagen des Genres. Und pünktlich zum 25-jährigen Geburtstag des Spiels kündigte Bethesda auf der QuakeCon Mitte August nicht nur eine Remaster-Edition des Spiels an, sondern veröffentlichte sie auch gleich noch am selben Tag. Schöne Überraschung!

Hin und wieder trefft ihr auch auf Bosse und Minibosse. Die sind taktisch heutzutage zwar nicht mehr fordernd, teilen aber gut aus und stecken noch besser ein. Quelle: PC Games Hin und wieder trefft ihr auch auf Bosse und Minibosse. Die sind taktisch heutzutage zwar nicht mehr fordernd, teilen aber gut aus und stecken noch besser ein. Doch worum geht es eigentlich? Ihr verkörpert einen Soldaten namens Ranger (nein, nicht der aus Schuh des Manitu) und müsst das mysteriöse namensgebende Quake (jetzt kaufen 73,95 € / 8,99 € ) aufhalten, das die Erde bedroht. Warum? Weil das Militär mal wieder mit Dimensionsportalen rumgespielt und dabei böse Mächte aufgescheucht hat. Ein typischer Videospiel-Mittwoch halt. Mehr Story gibt es dann allerdings auch nicht. Dafür nutzt das Spiel die Prämisse, um abwechslungsreiche Levels zu inszenieren. Es gibt lavadurchzogene Dämonen-Levels, die an den großen Bruder Doom erinnern, aber eben auch solche mit Fantasy-Touch, in denen ihr gotische Festungen durchstreift, Ritter bekämpft und gegen Cthulhu-artige Bossgegner antretet.

Immer der Reihe nach? Nö!

Was ist schlimmer als ein riesiger Skorpion? Ein riesiger Roboter-Skorpion, der mit Maschinengewehren bestückt ist! Immerhin hält er nur ein paar Treffer aus. Quelle: PC Games Was ist schlimmer als ein riesiger Skorpion? Ein riesiger Roboter-Skorpion, der mit Maschinengewehren bestückt ist! Immerhin hält er nur ein paar Treffer aus. Als Startpunkt für diese Streifzüge dient in jeder der fünf enthaltenen Kampagnen ein Hub, in dem ihr die Levels anwählt. Neben dem in vier Episoden unterteilten Grundspiel sind nämlich im Remaster noch die beiden offiziellen, klassischen Add-ons "Scourge of Armagon" und "Dissolution of Eternity" enthalten. Hinzu kommt das nicht mehr von den Ursprungsentwicklern inszenierte "Dimension of the Past", das 2016 zum 20sten Quake-Geburtstag gratis an die Spieler verteilt wurde. Dessen Entwickler MachineGames setzte sich zudem noch einmal hin und bastelte nun ein viertes Add-on namens "Dimension of the Machine" zusammen. Insgesamt stehen euch dadurch über 80 Missionen zur Auswahl - und das ist wörtlich gemeint, denn im Remaster könnt ihr sie nicht nur chronologisch durchspielen, sondern direkt von Beginn an auch einzeln anwählen.

Die Levels der neuen Kampagne „Dimension of the machine“ machen&nbsp;<br> verhältnismäßig noch mal etwas mehr her, vor allem bei der Beleuchtung. Quelle: PC Games Die Levels der neuen Kampagne „Dimension of the machine“ machen 
verhältnismäßig noch mal etwas mehr her, vor allem bei der Beleuchtung.
Hinzu kommt natürlich noch der Mehrspieler-Part, bei dem ih zum einen die Kampagne zu viert im Koop-Modus durchspielen könnt, ganz gleich ob per Splitscreen oder online. Alternativ stürzt ihr euch in klassische Deathmatches für bis zu acht Spieler, die Anzahl der offenen Partien war in unserer Testphase allerdings eher überschaubar und mit Wartezeiten verbunden - und das trotz Crossplay mit PC, Playstation und Xbox! Wer darauf keine Lust hat, kann auch eigene Matches erstellen und per P2P mit Freunden zocken. Das ist alles sehr vorbildlich, dass sich hier noch mal eine große Community bildet, halten wir aber für unwahrscheinlich. Größere Hoffnung setzen wir indes in den Menüpunkt "Add-ons", unter dem ihr weitere, offiziell unterstütze Fan-Mods und Erweiterungen herunterladen könnt. Aktuell könnt ihr hier "nur" Quake 64 - die Nintendo-64-Version des Urspiels - anwählen, weitere Gratis-Add-ons sollen aber in den nächsten Tage und Wochen folgen.

Eine Frage der Technik

Bei allem Umfang solltet ihr aber natürlich vom Quake-Remaster keine Wunderdinge erwarten. Spielerisch wird euch hier nunmal ein 25 Jahre alter Shooter geboten, der zwar immer noch wunderbar funktioniert, aber eben auch sehr altbacken daherkommt. Das Spielgeschehen ist schnell und hektisch, aber eben auch nicht allzu taktisch. Die Steuerung ist gut auf den Controller, die JoyCons und sogar den Gyrosensor adaptiert worden, aber für heutige Verhältnisse eben auch ziemlich schwammig. Und auch wenn das Spiel auf 1080p (auf dem PC sogar 4K!) skaliert und mit schicken Extras wie Ambient Occlusion oder neuen Lichteffekten aufgewertet wurde, sieht es eben nach wie vor sehr pixelig aus. Wenn ihr trotzdem Lust auf einen unmodernen, aber richtig guten Shooter habt, könnt ihr jedoch bedenkenlos zugreifen.

Meinung

Wertung zu Quake (NSW)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Quake (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Quake (PS5)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Quake (XBO)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Quake (XSX)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Riesiger Umfang mit Hauptspiel und vier Add-onsNach wie vor gelungenes Shooter-GameplayTolle Soundkulisse inkl. Soundtrack von Trent ReznorKoop- und Mehrspielermodus, Crossplay unterstütztVerhältnismäßig ordentlich aufgehübschtGut angepasste Steuerung
Wirkt nach 25 Jahren dann doch sehr altbackenDeathmatch-Modi mit wenig Zulauf und viel Wartezeit
Fazit

Nach wie vor ein richtig guter Shooter, für heutige Verhältnisse aber etwas altbacken

Bildergalerie

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