Außer der Tatsache, dass man ein hübsches Babe auf Monster werfen kann, hat der Gears-Klon nicht ein Alleinstellungsmerkmal.
Quantum Theory
Dabei hat Quantum Theory gute Ansätze, die kläglich vernachlässigt werden. Durch die Morphose verändern sich Schlachtfelder teilweise, was zu neuen taktischen Möglichkeiten führen soll. Plötzlich ist die Deckung weg, während sich im Harry Potter-Stil Brücken verschieben und Türme aus dem Nichts wachsen. Das ändert aber nur herzlich wenig am abwechslungsarmen Gameplay gegen die immer gleichen Feinde. Selbst die wenigen Bossfights sind harmlos inszeniert und leiden am uninspirierten Design. Dann kämpfe ich halt gegen einen riesigen Vogel oder einen schlecht gelaunten Dämon, gab es doch schon hundertfach in anderen Spielen. Aufgrund der suboptimalen Bedienung kann außerdem nicht immer auf die markierten Schwachstellen gezielt werden. Ein Koop-Modus fehlt zwar, doch dafür können sich acht Spieler im Mehrspieler-Modus bekämpfen, über den man kein Wort verlieren muss. Das Ding schaut man sich kurz an, und gut ist. Während des Test haben sich nur sehr wenig bis keine Spieler blicken lassen.
Irgendwie eckig
Quantum Theory
Quadratische, detailarme und völlig austauschbare Räume, die lieblos aneinander gereiht wurden, so könnte man die Optik von Quantum Theory in wenigen Worten beschreiben. Hinzu kommen noch völlig unspektakuläre Texturen und kein einziger Eye-Catcher. Der Shooter sieht einfach langweilig aus und hätte vielleicht im ersten Jahr auf der Xbox 360 noch etwas herausholen können, doch selbst da gab es bekanntlich schon das berüchtigte Spiel von Epic Games. Abgesehen von der schläfrigen Optik sehen immerhin die Zwischensequenzen recht hübsch aus, die jedoch eine ebenso ermüdende Story erzählen. Das Charakterdesign mag zwar sehr 08/15 sein, doch wenigstens machen Syd und Filenna eine technisch gute Figur. Weiterhin gibt es kaum Ruckler oder Tearing zu vermelden.
Quantum Theory
Die Ladezeiten wurde teilweise interessant in das Spiel eingebunden: Man wartet vor einer Tür, die sich erst öffnet, wenn der Raum dahinter geladen ist. Zwischen den Missionen gibt es jedoch auch noch gewöhnliche Ladebildschirme zu vermelden. Im Endeffekt ist das Spiel durchaus von vielen Zwangspausen durchzogen. Soundtechnisch geht es solide zur Sache. Die Hintergrundmusik treibt die Action gut voran, während Syd markige Oneliner im Stile eine Duke Nukem von sich gibt. Das will zwar irgendwie nicht so richtig zum Szenario passen, (unfreiwillig) witzig es es dennoch. Die englische Sprachausgabe wird von deutschen Untertiteln begleitet. Der Gewaltgrad ist relativ überschaubar, da Gegner einfach verpuffen.
