Nicht nur die mitreißende Rennatmosphäre katapultiert auch die PS3-Fassung in Richtung Genre-Spitze.
Die Technik
Race Driver: GRID
Grafisch kann man kaum meckern: Kein Tearing, kaum merkliche Pop-Ups, wenig Kantenflimmern und trotz vieler Wagen sowie Trümmerteile läuft das Spiel stets butterweich. Die Strecken sind detailliert und erinnern an die tollen Umgebungen von Project Gotham Racing 4, wobei Race Driver: GRID über kein Wettersystem verfügt. Es ist immer trocken. Dafür hat das Spiel einen fließenden Tag- und Nachtwechsel, den man bei den 24 Stunden von Le Mans schön beobachten kann. Die Wagenmodelle inklusive Cockpitsicht, sind zwar nicht ganz so detailliert, wie vielleicht bei einem Gran Turismo 5: Prologue, doch dafür sieht das Schadensmodell mit seinen umher fliegenden Teilen (die dann über das ganze Rennen lang liegen bleiben) einfach phänomenal aus, ebenso die Dreckbildung. Besonders die tollen Replays sind dadurch immer einen Blick wert. Auch Schatten- und Lichteffekte sind auf der Habenseite zu verbuchen. Codemasters hat aus den technischen Fehlern eines Colin McRae: DiRT ordentlich gelernt und eine fast fehlerfreie Technik auf die Beine gestellt.
Grafisch unterscheiden sich PS3- und Xbox 360-Version so gut wie gar nicht voneinander. Nur die Treppchenbildung ist auf der PlayStation 3 ein wenig sichtbarer. Der Unterschied ist jedoch minimal. Ebenfalls positiv ist zu erwähnen ist, dass Race Driver: GRID KEINE Installation benötigt, die in letzter Zeit zum Standard wurde. Die Ladebildschirme von GRID sind ebenfalls einen Blick wert, schließlich werden euch dort viele Statistiken gezeigt. Zudem sind sie ohnehin nicht besonders lang und von der Dauer her nahezu identisch mit der Xbox 360. So muss ein PS3-Spiel aussehen: Keine Installation, kurze Ladezeiten, grafisch identisch zur Konkurrenz. Gute Arbeit, Codemasters. Am Ende hängt es davon ab, ob ihr lieber mit dem PS3-Pad oder dem 360-Controller ins Rennen geht. Der einzige Nachtteil bei der PlayStation 3-Variante ist, dass der Rumble Controller noch nicht bei uns erschienen ist und somit nur wenige Spieler in den Genuss der Rüttel-Effekte kommen werden.
Race Driver: GRID
Die Wagensounds scheinen recht realistisch aufgenommen worden zu sein, zumindest klingen die Fahrzeuge sehr unterschiedlich. Ebenso trägt der Boxenfunk zur Rennatmosphäre bei, obwohl er sich wiederholt. Einen Soundtrack gibt es in diesem Sinne nicht. Seid ihr zum Beispiel in der letzten Runde eines Rennens, im finalen Lauf einer Meisterschaft oder tretet in einem Duell an, setzt dann doch Musik ein, die an Actionfilme erinnert und dadurch die Stimmung aufheizen will, was allerdings nur teilweise gelingt. Viel interessanter ist, dass das Publikum tatsächlich auf Rennereignisse, wie zum Beispiel einen Unfall, reagiert und die Situation passend begleitet. Eine Info am Rande: Im Soundmanager könnt ihr aus einer Liste euren Namen wählen. Und so säuselt bei jedem Start des Spiels eine Frauenstimme den eigenen Namen und heißt euch willkommen. Wer braucht da schon teure 0900-Nummern, wenn man GRID besitzt? Wer einen Namen trägt, der nicht dabei ist, kann sich immerhin noch einen passenden Spitznamen wie "Granate" aussuchen.
