Ready or Not: Grandioser Taktik-Shooter im Early-Access-Check - Seite 2
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Seit dem 18. Dezember steht die Early-Access-Version von Ready or Not auf Steam zur Verfügung. Wir haben uns den Taktik-Shooter einmal näher angesehen.
Manche Zimmer sind zudem abgeschlossen und/oder mit Fallen abgesichert. Mit einem Dietrich müssen wir das Schloss zunächst knacken, bevor wir mit einer Zange den Stolperdraht entschärfen. Das funktioniert jedoch sehr einfach per simplem Tastendruck. Gerade beim Schlösserknacken würde eine Art Minispiel nicht schaden.
Auch die Animationen beim Benutzen dieser Gadgets sind noch ausbaufähig. So hält unsere Spielfigur den Dietrich beispielsweise nur grob in die Richtung des Schlosses. Das stört die Immersion des ansonsten so realistischen Shooters dann doch ordentlich.
Ansonsten punktet Ready or Not in der Early-Access-Version schon mit einem sehr ausgereiften Spielgefühl. Steuerung und Tastenbelegung sind recht einfach gehalten, und auch das Waffenhandling funktioniert einwandfrei. Wir können bei automatischen Gewehren beispielsweise jederzeit zwischen Einzelschuss und Dauerfeuer wechseln. Das wirkt sich natürlich auch auf den Rückstoß und die Genauigkeit aus.
In diesem Artikel
Starkes Gameplay mit einigen Aussetzern
Quelle: PC Games
So einfach verläuft es nicht immer: Auch die Zivilisten flüchten gerne, sobald sie uns zu Gesicht bekommen.
Probleme gibt es dagegen, wenn wir mit unserer Waffe zu nah an einem Hindernis zielen wollen, da unser Charakter die Waffe kurz absetzt, sobald ihm der Platz ausgeht. Bei einem knüppelharten Taktik-Shooter à la Ready or Not kann ein solcher Moment jedoch schnell tödliche Folgen haben, was wiederum den Frustfaktor anhebt.
Auch die KI-Einheiten haben noch den ein oder anderen Aussetzer. Besonders nervig ist es, wenn unsere Begleiter in einem engen Raum die Tür versperren und wir sie zunächst etliche Male hin- und herkommandieren müssen, um an ihnen vorbeizukommen. Hier muss VOID Interactive in jedem Fall noch etwas nachbessern.
Was bekommen wir geboten?
Quelle: PC Games
Sobald wir den Sprengstoff rechtzeitig aufgespürt haben, lassen sich die Bomben per simplem Tastendruck entschärfen.
Der Umfang des Spiels kann sich dagegen schon sehen lassen und soll, wie bereits gesagt, stetig erweitert werden. Derzeit stehen uns inklusive zweier Trainingsmissionen insgesamt acht verschiedene Schauplätze zur Verfügung. Die Standardaufgabe, bei der wir verbarrikadierte Verbrecher festnehmen müssen, bietet jede Location. Zusätzlich können wir auf manchen Maps auch noch andere Missionen auswählen, die den Schwierigkeitsgrad festlegen.
Von einem Einsatz, bei dem wir in einer bestimmten Zeit Bomben entschärfen müssen, bis hin zu einer Geiselnahme, bei der die Gangster Zivilisten töten, sobald sie Gefahr spüren, glänzt Ready or Not bereits mit ordentlich Abwechslungsreichtum. Sollten wir in den Missionen einmal das Zeitliche segnen, befinden sich Personen, Fallen oder Ziele beim nächsten Versuch auch nie an den gleichen Orten, sodass jeder Durchgang unterschiedlich verläuft.
Für 35,99 Euro gibt es die Early-Access-Version des Shooters allerdings nicht gerade zum Schnäppchenpreis. Wer sich dafür entscheidet, das Entwicklerstudio finanziell zu unterstützen, der kann für die Supporter Edition sogar über 100 Euro auf den Tisch legen.
Der letzte Schliff fehlt noch
Quelle: PC Games
Die Regeneffekte und die Beleuchtung können sich durchaus sehen lassen. Die Animationen der Charaktere sind dagegen teilweise noch nicht ganz zeitgemäß.
Grafisch gesehen zählt Ready or Not zwar nicht zur Crème de la Crème des Genres, doch darauf liegt weder das Hauptaugenmerk, noch schadet es in irgendeiner Weise der Immersion. Die Beleuchtung passt sehr gut zum düsteren Gesamtbild, doch die allgemeine Charakterzeichnung kommt ein wenig hölzern daher. Außerdem finden wir hin und wieder noch nicht zu Ende entwickelte Elemente in verschiedenen Räumlichkeiten.
Atmosphärisch kann Ready or Not vollends überzeugen. Dafür sorgt vor allem eine tolle Soundkulisse. Wenn wir aus dem Zimmer nebenan plötzlich Schüsse und unsere Teammitglieder hektisch rufen hören, zucken wir jedes Mal aufs Neue zusammen. Die Waffen klingen wunderbar wuchtig und vermitteln ein furchteinflößendes Gefühl, wenn wir unsere Gegner in verwinkelten Abschnitten aus den Augen verlieren.
Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt, aber Ready or Not kann trotz eines vorgezogenen Early-Access-Releases überzeugen. Schließlich zwang Steam die Entwickler von Void Interactive, ihren Shooter relativ kurzfristig auf den Markt zu bringen, da das Spiel zuvor sehr lange nur Vorbestellern zugänglich war. Die Download-Plattform war schließlich nicht bereit, weitere Keys zur Verfügung zu stellen, solange der Titel nicht offiziell in die Early-Access-Phase startet.
Wenn die Entwickler das Projekt weiter stetig voranbringen, die Stellschrauben an den richtigen Stellen drehen und permanent Content nachliefern, kann Ready or Not definitiv den bekannten Marken den Rang ablaufen. Wie die Spielerzahlen auf Steam derzeit zeigen, sind die Fans bereits begeistert.
