Red Faction: Guerrilla im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Red Faction: Guerrilla lebt von seinem Gameplay, das komplett auf die unbarmherzige Zerstörung ausgelegt ist.

Red Faction: Guerrilla Red Faction: Guerrilla Leider enttäuscht die Spielwelt auf ganzer Linie und könnte nicht langweiliger sein. Zwar gibt es unzählige Sammelerfolge, mit denen man sich über unzählige Stunden über Wasser halten könnte, doch wer will schon so lange die öde Marsoberfläche erkunden? Die Storymissionen sind übrigens in ihrer Anzahl nicht besonders umfangreich ausgefallen. Würde man sich nur darauf konzentrieren, könnte man wahrscheinlich in wenigen Stunden das Ende sehen. Da kann man sich wohl glücklich schätzen, dass man zu Nebenaufträgen quasi gezwungen wird, die irgendwann dann doch etwas zu monoton ausfallen. Im Durchschnitt wird man den Mars wahrscheinlich um die 15 bis 20 Stunden bereisen. Die Steuerung von Red Faction: Guerrilla ist hingegen problemlos zu meistern. Ob zu Fuß oder im Fahrzeug, das Spiel ist für die schnelle und kompromisslose Action ausgelegt, was man auch am Steuerungskonzept deutlich bemerkt.

Gruppen-Action

Red Faction: Guerrilla Red Faction: Guerrilla Ist man mit der EDF fertig, kann man sich darüber hinaus in den Multiplayer stürzen. Zwar gibt es wie immer die üblichen Online-Spielmodi, doch selbst diese bekommen durch die zerstörbaren Gebäude frischen Wind in die Segel, da sich die Verwüstung taktisch einsetzen lässt. Das kommt besonders im Belagerungs-Modus zum tragen, bei dem man bestimmte Ziele abwechselnd zerstören oder verteidigen muss. Wer den höchsten Schaden verursacht, gewinnt natürlich. An anderer Stelle muss ein Pionier beschützt werden, der Punkte für das Team sammeln muss. Ansonsten warten unter anderem Deathmatch, Team-Deatmatch oder eine Capture the Flag-Variante auf die Spieler. Insgesamt ist der Multiplayer-Modus gut durchdacht und sollte für längere Zeit dafür sorgen, dass man auf dem Mars bleibt, auch abseits der Kampagne. Selbst wenn man nur offline und mit einem Gamepad unterwegs ist, kann man mit Zwei Spielern, kleinere Mini-Games absolvieren, indem man den Controller weiterreicht.

Nichts als Staub

Red Faction: Guerrilla Red Faction: Guerrilla Auf die Physik-Engine, über die es kaum etwas zu meckern gibt, haben wir bereits gesprochen, über die grafische Darstellung noch nicht. Abseits der Gebäude-Vernichtung muss man sich nämlich mit matschigen Texturen, sehr vielen Pop-Ups, detailarmen Umgebungen, recht hackeligen Animationen sowie dem einen oder anderen Ruckler herum ärgern. Red Faction: Guerrilla ist ein hässliches Entlein, das bis auf die Physik sehr veraltet wirkt und kaum über moderne Grafikeffekte verfügt. Die Xbox 360- sowie die PlayStation 3-Version unterscheiden sich kaum voneinander. Die PS3 muss eine fünf Minuten lange Installation über sich ergehen lassen, während das Tearing auf der Sony-Konsole ebenfalls etwas stärker ausgeprägt ist. Weitere Unterschiede müssen da schon mit der Lupe gesucht werden. Beide Versionen kämpfen darüber hinaus mit viel zu vielen und zu langen Ladezeiten.

Anders als die optische Zerstörung, hören sich Explosionen und Waffengeräusche ein wenig lasch an und wollen nicht so richtig in das Konzept der puren Verwüstung passen. Dafür zeigt sich die deutsche Synchronisation als recht gelungen, obwohl ihr oft ein wenig Emotion fehlt. Die deutsche Version kommt leicht gekürzt auf den Markt. So bleiben Kreissägenblätter nicht in Körpern stecken, während man nicht ungestraft zu viele Zivilisten töten darf, da uns ansonsten die Kollegen an den Kragen wollen. In der internationalen Fassung wirkt sich dieses Verhalten nur negativ auf die Moral aus.

Meinung

Wertung zu Red Faction: Guerrilla (PS3)

Wertung:

8.3 /10
Pro & Contra
beeindruckende Physik-Engineunvergleichliche Zerstörungs-Orgiekurzweilige Aufträgebrisante Storymissionennon-lineares Gameplayübersichtliche Kartesteuerbare Fahrzeugemächtige Waffenangenehmer Schwierigkeitsgradaufrüstbare WaffenMoralsystemgroße Spielweltunkomplizierte Steuerunggelungene Synchronisationspaßiger und abwechslungsreicher Multiplayer-Modus
zu abwechslungsarme Nebenmissionendie Hauptmissionen sind recht schnell durchgespieltlahm inszenierte StoryCharaktere bleiben sehr blassdetailarme Spielweltdiverse Grafikfehler (Pop-UpsTearingRuckler)unterirdische KIoft schlecht gesetzte Checkpointsviele Ladezeitengelegentliche Unstimmigkeiten bei der PhysikErduntergrund lässt sich nicht verformen
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk