Das komplett auf die unbarmherzige Zerstörung ausgelegte Red Faction: Guerrilla gibts nun auch für den PC.
Der Mars ins seiner vollen Pracht
Red Faction: Guerrilla
Die einzelnen Sektoren glänzen nicht gerade mit vielen Details. Meist sieht man nur steinige Felsen, und einige Fahrzeuge, die auf den verstaubten Straßen ihre Runden ziehen. Selten erreicht man EDF-Stützpunkte, die etwas mehr hergeben. Nett ist, dass zerstörte Gebäude über das ganze Spiel hinweg auch demoliert bleiben, es sei denn, dass sie für eine Mission zwingen benötigt werden. Das ist zwar nicht unbedingt schön, aber wohl zwingend notwendig. Auch der Übergang der Sektoren hätte holpriger nicht ausfallen können, da sich von einem Moment auf dem anderen die Farbgebung komplett ändert. Immerhin gibt es beim Wechsel keine Ladezeiten zu vermelden. Die Mauroder, eine piraten-ähnliche Gruppierung, die an die Mad Max-Filme erinnert, taucht ebenfalls gelegentlich auf, um sich mit der EDF oder uns zu prügeln. Leider wurde dieser Faktor sträflichst vernachlässigt, weswegen man es hauptsächlich mit dem ein und dem selben Feind, der EDF, zu tun bekommt.
Red Faction: Guerrilla
Ähnlich wie in GTA kommt man bei kleinen Sprengungen nicht ungeschoren davon, da uns die EDF unerbittlich verfolgt, es sei denn wir hängen sie ab oder fliehen in einen der vielen Red Faction-Stützpunkte. Ansonsten wird uns unaufhörlich eine Welle nach der anderen entgegen geworfen. Um dies endgültig zu verhindern, muss der jeweilige Sektor in den Storymissionen von der EDF befreit werden. Insgesamt gibt es mehrere Bedrohungsstufen, wobei uns am Ende dutzende von Panzern und Flugzeugen verfolgen. In den Stützpunkten der Red Faction versorgen wir uns darüber hinaus mit neuen Waffen und frischen die Munitionsvorräte auf. Neben dem Vorschlaghammer dürfen wir leider nur drei weitere Waffengattungen mit in den Kampf nehmen, weswegen man sich genau überlegen sollte, welche Auswahl für die jeweilige Mission am besten geeignet ist. Gegen Barschrott rüsten wir vorhandenes Material auf oder kaufen neue Ballermänner. Barschrott erhält man entweder nach Missionen oder wenn man Gebäude zerstört. Danach müssen möglichst viele, blinkende Schrottteile eingesammelt werden.
Quelle: THQ
Red Faction: Guerrilla
Leider enttäuscht die Spielwelt auf ganzer Linie und könnte nicht langweiliger sein. Zwar gibt es unzählige Sammelerfolge, mit denen man sich über viele Stunden über Wasser halten könnte, doch wer will schon so lange die öde Marsoberfläche erkunden? Die Storymissionen sind übrigens in ihrer Anzahl nicht besonders umfangreich ausgefallen. Würde man sich nur darauf konzentrieren, könnte man wahrscheinlich in wenigen Stunden das Ende sehen. Da kann man sich wohl glücklich schätzen, dass man zu Nebenaufträgen quasi gezwungen wird, die irgendwann dann doch etwas zu monoton ausfallen. Im Durchschnitt wird man den Mars wahrscheinlich um die 15 bis 20 Stunden bereisen. Immerhin bietet die PC-Fassung eine zusätzliche Spielzeit von 2-3 Stunden, da man abseits der üblichen Story im Hauptmenü eine zusätzliche Kampagne anwählen kann, die in einem neuen Gebiet stattfindet, während man auf Seiten der Mauroder kämpft. Auf den Konsolen ist "Demons of the Badlands" als kostenpflichtiger Download erhältlich Die Steuerung von Red Faction: Guerrilla ist auch auf dem PC problemlos mit Maus und Tastatur zu meistern. Ob zu Fuß oder im Fahrzeug, das Spiel ist für die schnelle und kompromisslose Action ausgelegt, was man auch am Steuerungskonzept deutlich bemerkt. Da übrigens Games for Windows Live unterstützt wird, dürfen auch Erfolge gesammelt werden. Leider braucht man den Dienst zwingen für den Multiplayer und das Abspeichern der Spielstände.
Gruppen-Action
Quelle: THQ
Red Faction: Guerrilla
Ist man mit der EDF fertig, kann man sich darüber hinaus in den Multiplayer stürzen. Zwar gibt es wie immer die üblichen Online-Spielmodi, doch selbst diese bekommen durch die zerstörbaren Gebäude frischen Wind in die Segel, da sich die Verwüstung taktisch einsetzen lässt. Das kommt besonders im Belagerungs-Modus zum tragen, bei dem man bestimmte Ziele abwechselnd zerstören oder verteidigen muss. Wer den höchsten Schaden verursacht, gewinnt natürlich. An anderer Stelle muss ein Pionier beschützt werden, der Punkte für das Team sammeln muss. Ansonsten warten unter anderem Deathmatch, Team-Deatmatch oder eine Capture the Flag-Variante auf die Spieler. Insgesamt ist der Multiplayer-Modus gut durchdacht und sollte für längere Zeit dafür sorgen, dass man auf dem Mars bleibt, auch abseits der Kampagne. Selbst wenn man nur offline und mit einem Gamepad unterwegs ist, kann man mit Zwei Spielern, kleinere Mini-Games absolvieren, indem man den Controller weiterreicht. Die PCler freuen sich zudem auf eine Reihe neuer Maps, die in den Verkaufsversionen von Xbox 360 und PlayStation 3 nicht vorhanden waren.
