Das komplett auf die unbarmherzige Zerstörung ausgelegte Red Faction: Guerrilla gibts nun auch für den PC.
Nichts als Staub
Red Faction: Guerrilla
Auf die Physik-Engine, über die es kaum etwas zu meckern gibt, haben wir bereits gesprochen, über die grafische Darstellung noch nicht. Abseits der Gebäude-Vernichtung muss man sich nämlich mit recht unscheinbaren Texturen und hackeligen Animationen herum ärgern. Dennoch sieht der Mars auf dem PC merklich besser aus, vor allem dank etwas schärferer Texturen, hübschen Unschärfe-Effekten, einstellbarem Anti-Aliasing und weniger Pop-Ups. Red Faction: Guerrilla ist jedoch auch auf dem PC ein hässliches Entlein, das bis auf die Physik sehr veraltet wirkt und kaum über moderne Grafikeffekte verfügt. Das hindert das Spiel allerdings nicht daran, selbst auf stärkeren Rechner in Ruckeln zu geraten, was vor allem dann passiert, wenn größere Gebäude zusammenstürzen. Der Prozessor hat ordentlich mit der Berechnung der Physikeffekte zu kämpfen. Man sollte also mindestens einen gute Dual Core oder gar Quad Core im Gehäuse verbaut haben, um mit allen Details einen flüssig Spielablauf zu genießen.
Anders als die optische Zerstörung, hören sich Explosionen und Waffengeräusche ein wenig lasch an und wollen nicht so richtig in das Konzept der puren Verwüstung passen. Dafür zeigt sich die deutsche Synchronisation als recht gelungen, obwohl ihr oft ein wenig Emotion fehlt. Die deutsche Version kommt leicht gekürzt auf den Markt. So bleiben Kreissägenblätter nicht in Körpern stecken, während man nicht ungestraft zu viele Zivilisten töten darf, da uns ansonsten die Kollegen an den Kragen wollen. In der internationalen Fassung wirkt sich dieses Verhalten nur negativ auf die Moral aus.
